Aufbruch

Als die Scheinwerfer eines Autos sich aus der Kurve heraus näherten und die noch regennasse Straße erleuchteten, wurde mir bewusst, dass ich fast nackt war. Ich suchte Schutz hinter einem Baumstamm und ließ den Wagen passieren. Der Boden war kalt, an diesem Herbsttag.

Dann stieß ich mich ab und schwebte über die Puppenstuben-Vorgärten der kleinen Reihenhäuser hinweg. Ein bissiger Schäferhund knurrte zu mir hinauf, grimmig die Zähne fletschend, weil er mich nicht erreichen konnte. Ich lachte ihn aus.

Am Ende der Häuser- und Gartenreihe landete ich auf einer Litfasssäule. Ich war in Sicherheit. Hier begann der Wald. Was sich dahinter befand, konnte ich nicht sehen.

Dieser Beitrag wurde unter Poetisch Versponnenes veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Aufbruch

  1. erinnye schreibt:

    Das ist aber eine schöne Geschichte. Wahrscheinlich solltest Du einfach in den Wald hineinschweben, was dahinter ist, ist egal. War das Herrchen vom Schäferhund Schnauzbartträger?

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  2. haushundhirschblog schreibt:

    Dass eine Litfasssäule retten kann … traumhaft.

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  3. Lakritze schreibt:

    Guten Flug!

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  4. rotewelt schreibt:

    Danke…
    Ja, das war traumhaft, im wahrsten Sinne des Wortes. 😉

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  5. Kormoranflug schreibt:

    I Spread my Wings and Fly Away. Traeume vom Fliegen sind etwas ganz Besonderes!

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  6. rotewelt schreibt:

    Stimmt, Kormoranflug. Dieser Traum ist sehr alt, ungefähr 20 Jahre, aber manchmal kommt er mir wieder in Erinnerung.

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