Die neunzehnte Woche, 2012

Deine Einstellung musst du ändern, nicht deinen Aufenthaltsort.

(Lucius Annaeus Seneca)

Ich bin nicht sicher, ob ich mich dem anschließen kann…

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7 Antworten zu Die neunzehnte Woche, 2012

  1. kormoranflug schreibt:

    Der Lebensort macht schon eine Teil des Gefühls aus. Die Probleme des eigenen Geistes hat man immer dabei, diese muss man zu leben wissen.
    Kann man/frau sich in der inneren Einstellung überhaupt gross ändern?

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    • rotewelt schreibt:

      Seltsam, vorhin habe ich eine Antwort auf den Kommentar eines anderen Bloggers hierher geschrieben… Deshalb nochmal:

      Ja, sich selbst nimmt man immer mit, kormoranflug. Ich glaube, generell kann man seine innere Einstellung schon in gewisser Weise ändern, aufgrund von Erfahrungen bzw. wenn man sich weiterentwickelt. Aber eben nicht immer/in allem. Der Lebensort muss schon zu einem passen, denn er macht – wie du sagst – einen Teil des Gefühls aus. Schwarze Tannen und hohe Berge passen nicht zu mir.

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  2. erinnye schreibt:

    Das ist interessant, mir würde das gefallen. Was ich nicht leiden kann, ist flaches Land, berg- und tallos. Da bekomme ich Anflüge von Depression.

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    • rotewelt schreibt:

      So ganz flach mag ich es auch nicht, erinnye, das ist mir zu monoton, da bekäme ich auch Depressionen. Doch in und direkt vor den Bergen fühle ich mich beengt (Ausnahme: mal kurz Skifahren). Weite habe ich gern, mit ein paar sanften Hügeln oder „freundlichen“ Bergen (ohne Tannen, lieber mit Macchia/Garrigue, Steineichen, Zwergkiefern, Olivenbäumen etc.) im sicheren, weil etwas entfernten Hintergrund, dann fühle ich mich wohl.

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  3. haushundhirschblog schreibt:

    Ja, wohin man auch geht, man nimmt sich immer mit. Man wird sich selbst nicht einfach eben so los. Seneca hat das zu einer Zeit gesagt, in der die Möglichkeiten, an einen anderen, weit, sehr weit entlegenen Ort zu gelangen, begrenzt waren. Assoziationen wie „American dream“ oder Umwelteinflüsse kommen mir in den Sinn, soziales Umfeld, das prägt, auch wenn man längst erwachsen ist. Mal weg zu gehen aus einer allzu vertrauten Umgebung, in der man schon immer seinen Ort und Platz hatte, kann Veränderungen herbeiführen, glaube ich. Dadurch wird man keine anderer Mensch, aber doch vielleicht ein veränderter.

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    • rotewelt schreibt:

      Stimmt, zu Senecas Zeit waren die Reisemöglichkeiten sehr begrenzt. Ich bin sogar ziemlich sicher, dass es Veränderungen herbeiführt und den Horizont erweitert, wenn man mal seine vertraute Umgebung verlässt. Danach sieht man alles anders und vielleicht auch sich selbst.

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