Mit Turmzimmer: Château d’Igé

Na ja, ich gebe zu, dass ich ein wenig überlegt habe, ob ich mein französisches Lieblingshotel im Burgund hier preisgeben soll… Spaß beiseite: Wer sich hier nicht wohl fühlt, dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen (falsch: der hat einfach nur völlig andere Ansprüche als ich oder ist kein Romantiker! ;-)).

Viele übernachten in Cluny, nur Wenige fahren ein paar Kilometer weiter… Viermal hatte ich das Vergnügen, dort zu weilen, leider immer nur für einen Tag als Etappe auf dem Weg nach oder von Südfrankreich. Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Mal – vor 17 Jahren, glaube ich. Wir wolllten zu Viert einen Urlaub im Lot machen und suchten wegen der weiten Anfahrt eine Zwischenübernachtung. Wie ich eben so bin, besaß ich schon damals mehrere Führer (im Intenet guckte man da noch nicht so nach) zu romantischen Hotelrestaurants, unter anderem den Rivages-Führer „Hotels de Charme“. Wir stimmten ab und machten Kreuzchen, was schon für sich ein großer Spaß war. Und als Zwischenübernachtungsziel kam – einstiimmig – das Château d’Igé heraus!
Auch wenn wir mittlerweile nicht mehr zu viert und auch nicht mehr in der alten Paarformation unterwegs sind: Dieses Hotelrestaurant, das zum Label ChâteauxHotels gehört, hat sich für uns alle eingeprägt, garantiert für immer!

Wenn man glaubt, jetzt käme nur noch Pampa, dann geht es überraschenderweise rechts ab und nach ein paar hundert Metern nochmal rechts ab in die Hoteleinfahrt und man befindet sich im Hof des wunderbaren Château d’Igé. Madame empfängt einen formvollendet (bei Bedarf auch auf Deutsch) und mit französischer Diskretion und fragt später geflissentlich, ob man sich auch „bien installé“ hat.

Die Zimmer sind sooo schön, alle mit wundervollen farbenprächtigen Stoffen und passenden Tapeten ausgestattet – man muss das mögen, aber ich finde, es passt zum Schlossambiente! Am besten gefielen uns natürlich die großen Zimmer im Rundturm, ob mit oder ohne Himmelbett, aber auch die etwas preisgünstigeren Zimmer im Nebengebäude (mit Blumen- oder Vogelnamen) sind wundervoll, egal, ob die Bäder modern/renoviert oder noch „altertümlich“ (ich las gerade auf der Website, dass alle Bäder erneuert wurden), aber schön ausgestattet sind, alle miit flauschigen Bademänteln (4-Sterne-Haus).

Das Frühstück nimmt man entweder im hellen lufitgen Wintergarten miit Rattanmöbeln ein oder – noch schöner – im Garten, wo einem schon mal die Hauskatze auf den Schoß springt.

Das Restaurant ist in drei unterschiedlich große Räume – einer mit einem großen Kamin – unterteilt (einer wirkt wie ein Separé und hat nur einen Tisch) und in jedem haben wir schon einmal gegessen. Die Einrichtung mit den alten Steinwänden ist „burgenhaft“ schön. Das Essen hat uns auch immer gefallen, auch wenn wir einmal fanden, dass das Bressehuhn doch wohl ausnahmsweise etwas zu muskulös ausgefallen war (hatte sich wohl auf den Wiesen zu sehr verausgabt…). Dazu ein passender Wein aus Igé und das Glück ist perfekt.

Bild 004

Nach dem Abendessen spazierten wir immer noch um den Block (nix los in dem winzigen Dörfchen, wirklich, keinerlei Ablenkung!) und ich nervte meine Freunde mit dem Ansinnen, über den Sinn des Lebens zu philosophieren – muss am Ort liegen!

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