Hostellerie Château de Bellecroix

Die Hostellerie de Bellecroix war eines von mehreren Etappenzielen, das wir im Laufe der Jahre auf dem Weg nach Südfrankreich aufsuchten. Wir haben so ziemlich alles gebucht, vom einfachen Logis de France-Hotel über Wassermühlen und Bauernhöfe bis zum hyperromantischen Schlosshotel.

Bellecroix, ruhig und dennoch straßenverkehrsgünstig bei Chagny gelegen, ist schön, durchaus ein bisschen romantisch, wenn auch nicht die romantischste Unterkunft, die wir hatten, und gehört zur etwas edleren Sorte der Hotelrestaurants. Die Einfahrt ist denn auch weniger durch grünes ländliches Dickicht geprägt, sondern durch einen Kiesweg, der durch tadellos gepflegte Rasenflächen hindurchführt und den Blick auf das schöne freiliegende Haupthaus freigibt.

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Unser Zimmer im Schloss war klein bis mittelgroß, nett (eher modern, aber mit ansprechenden Farben und Stoffen und einem hübschen Bad ausgestattet) und gemütlich. Hinter dem Schloss befindet sich noch ein weiteres altes Gebäude, in dem wir natürlich herumgeschnüffelt haben und dort sind weitere Zimmer eingerichtet, eher im antiken Stil, nach meinem Geschmack daher schöner und origineller. Schon die für uns zugänglichen Räume bzw. Flure waren anziehend – natürlich sind diese, auch größeren Zimmer, teurer als die im Haupthaus.

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Wer sich nach einer längeren Autofahrt die Beine vertreten möchte, hat im großen Park reichlich Gelegenheit dazu; es gibt auch einen Swimmingpoo, aber noch nie habe ich bei einer Zwischenübernachtung mein Badezeug aus dem Koffer geholt – warum, weiß ich auch nicht. Vermutlich stromere ich lieber auf dem mir unbekannten Gelände umher. Und auch der aufgeregte Hofhund hinter dem Zaun neben dem Schloss freute sich über Zuspruch und Krauleinheiten.

Ein Apéritif in den weißen Korbmöbeln vor dem Schloss sorgte für die richtige Einstimmung zum Abendessen.
Unser Tisch für’s Dîner war im kleineren – und auch etwas gemütlicheren – Nebenraum reserviert worden. An den ersten Gang nach dem Amuse-Gueule erinnere ich mich noch sehr gut: köstliche Schneckenravioli! Den Rest hat mein Gehirn verdrängt, aber wenn das Essen schlecht gewesen wäre, wüsste ich es mit Sicherheit! Auch der Burgunder (natürlich trinke ich immer die regionlen Weine) war vorzüglich.

Nicht so romantisch-lauschig wie das Chateau d’Igé, aber ähnlich vom Standard, etwas exklusiver, aber auch moderner als die Moulin d’Hauterive und weniger rustikal als die Moulin de Bourgchateau – kurz: eine durchaus gelungene Allianz von Alt und Neu mit Wohlfühlfaktor und meines Erachtens empfehlenswert.

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