Hotel de l’Abbaye

Dieses ehemalige Kloster ist mal wieder so ein Ort, an dem Romantiker glücklich werden können.
Das Hotelrestaurant liegt direkt an der Loire, einem der schönsten Flüsse Europas, und nicht allzu weit von Blois und anderen berühmten Loire-Schlössern entfernt.

Beaugency selbst wartet nicht mit einem Loireschloss auf, sondern ist ein überschaubarer Ort mit viel altem Baubestand, sehr hübsch. Wir waren dort leider nur für eine Nacht, als Zwischenstation auf dem doch recht langen Weg nach Arcachon.

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Wenn man die sehr große Hotelhalle mit Sofas und anderen Sitzgelegenheiten betritt, ist man beindruckt; der Empfangsschef und der Jagdhund des Hauses waren zunächst kaum auszumachen.

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Steigt man die breite Treppe hoch und begibt sich über die langen Flure auf den Weg zu den Zimmern, kommt man sich fast wie Prinz und Prinzessin vor – dabei müsste man sich eigentlich wie Mönch und Nonne fühlen, denn die ehemaligen Klosterzellen wurden umgebaut und zu hübschen heimeligen Hotelzimmern umgewandelt; manche im Maisonnettestil. Wie auch immer man sich fühlt: Das Ambiente ist wirklich einzigartig und ein ganz besonderer Zauber geht davon aus. Von unserem Zimmer hatten wir dann auch noch einen schönen Blick auf die Loire und das gegenüber liegende Flussufer.

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Es soll(te) im Ort bessere Restaurants geben, aber wir fühlten uns so wohl – nicht zuletzt durch den Loireblick von den Tischen aus -, dass wir dort gegessen haben.

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Skurrilitäten wie der mit Patronen dekorierte Hase an der Bar trugen, jedenfalls nach unserem Empfinden, zum speziellen Charme des Hauses bei..

Das Restaurant, dessen Möblierung, wie ich auf der Website sah, inzwischen ein wenig aufgefrischt wurde, war abends in ein wundervolles Licht getaucht. Man sah sogar ein paar Spinnennetze, die das Reinigungspersonal vermutlich bei seinem morgendlichen Rundgang übersehen hatte… 😉 Das störte uns jedoch nicht.

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Wir bestellten ein Menü, das sich etwas rustikal anhörte und auch so war, ohne jedoch zu einfach zu sein. Als Vorspeise hatten wir eine Terrine vom Kaninchen mit süßem Zwiebelconfit (hmmm!), als Hauptgang „Verschiedenes vom Lamm“. Nun, ich war gespannt und tatsächlich gab es fast alles vom Lamm, vom Filet über das Kotelett bis zur Niere. Zum erstenmal in meinem Leben überhaupt habe ich dort eine tierische Niere versucht – und zu meinem großen Erstaunen schmeckte sie sehr gut und überhaupt nicht wie, na ja, ihr wisst schon. An die Beilagen sowie an das Dessert kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß, dass alles gut war und dass ich – sofern ich in der Nähe von Blois noch einmal ein Hotelrestaurant brauchen würde – wieder hier einkehren werde.
Hier gibt es nicht so viele Touristen wie bei den bekannten Loire-Schlössern. Ganz in der Nähe findet man jedoch unbekanntere, aber ebenso zauberhafte Schlösser, die wie Pappmachékulissen in die Landschaft gestellt zu sein scheinen und wie eine Fata Morgana wirken. Die Region ist ein schönes Fleckchen Erde, ein Stück von La douce France.

Nach dem reichhaltigen Essen mit einer Flasche regionalen Rotweins (ja, an der Loire gibt es auch ganz gute Rotweine) machten wir noch einen Spaziergang und überquerten die Brücke, die über die Loire führt. Angeblich soll ich dort so kicherig gelacht haben und sogar – für mich völlig untypisch – leicht geschwankt sein, aber das war bestimmt die Hitze Anfang September!

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