Hotel Metropole – Santa Justa Rossio 30, P-1100-200 Lisboa

Das 3-Sterne-Hotel Metropole hatten wir uns ausgesucht, weil wir so zentral wie möglich in Lissabon übernachten wollten und uns ein älteres Hotel mit Charme wünschten, das nicht in die Preisklasse der Luxuskategorie fällt, also für Lissabon-Verhältnisse und unseren Geldbeutel bezahlbar war.
Mit dem Metropole haben wir wirlich einen guten Griff getan und ich würde mich dort bei meinem nächsten Lissabonbesuch wieder einmieten.
Natürlich gibt es noch romantischere und kleinere Hotels, aber die sind meistens nicht so optimal gelegen (und außerdem nicht billiger, weil sie als Geheimtipps gehandelt werden).

Das Metropole ist ein gut in Schuss gehaltener Bau aus den 20er-Jahren, entsprechend ist die Einrichtung der Zimmer gehalten und die sehr schöne große und luftige Lobby mit Barbereich, wo man in sehr bequeme Sofas und Sessel sinken und sich von den langen Fußmärschen ausruhen kann.
Obwohl das Haus am zentralen Rossio-Platz liegt und wir extra ein Zimmer mit Balkon zum Platz gemietet hatten, empfanden wir es abends und nachts als ziemlich ruhig. Bei unserer Ankunft bekamen wir leider trotzdem zuerst ein Zimmer zur (keineswegs noch ruhigeren) dunkleren Nebenstraße ohne Balkon zugewiesen, weil man das Balkonzimmer einem Hochzeitspaar überlassen hatte, doch nach der ersten Nacht durften wir umziehen in das gebuchte Zimmer.

Wir hatten einen wunderschönen Blick über den Platz und die Alfama hinweg bis zum Castelo de São Jorge, das nur einen Kilometer Luftlinie entfernt liegt. Allerdings geht es irgendwann stetig bergauf (Fußfaule können zwischendurch in die schöne alte Straßenbahn steigen) und weil wir unterwegs dauernd stehenbleiben mussten, da es soviel zu sehen gab in dem verwinkelten Stadtviertel und uns außerdem Aussichtspunkte in die Quere kamen, dauerte es eine Weile, bis wir oben angelangt waren.

Die Superlage des Hotels erlaubt es, in wenigen Minuten in der belebten Baixa, dem Geschäfts- und Bankenviertel zu sein; man gelangt auch recht schnell bis zum Tejo.
Im Zentrum befindet sich der bekannte Elevador de Santa Justa, nach Plänen eines Schülers von Gustave Eiffel erbaut. Wenn man sich auf die Plattform fahren lässt, hat man einen schönen Blick über die Stadt. Auch die Oberstadt, das Bairro Alto, ist über ansteigende Straßen und Treppen schnell erreichbar. Dort gibt es viele moderne Szene-Kneipen, Bars, Läden und Discos, aber auch noch viel Traditionelles und ebenfalls sehr schöne Altbauten. Als wir über kleine Nebenstraßen von dort wieder zum Hotel gingen, fanden wir mehrere versteckte winzige und schön mit Azulejos geflieste “Wohnzimmerrestaurants” mit manchmal nur drei bis vier Tischen drinnen und/oder draußen.

Überhaupt hat man eher die Qual der Wahl, was das Essengehen betrifft, denn vom Hotel aus erreicht man unzählige Restaurants nach wenigen Minuten Fußweg. Wir wollten uns zunächst nach Restaurantführern richten, sind dann aber doch spontan irgendwo eingekehrt, waren immer zufrieden und haben vor allem mit Fisch nie etwas falsch gemacht. Mittags setzten wir uns einmal auf die Straßenterrasse eines einfachen Lokals, das wie eine Imbissbude aussah. Aber da dort hauptsächlich einheimische Geschäftsleute saßen, trauten wir uns und freuten uns über sehr gute frische und schmackhafte Fischgerichte. Vorsichtig sein würde ich nur bei einigen der Lokale, die in einer Art Fressmeile liegen, welche man erreicht, wenn man vom Hotel aus in die Straßen links vom Rossio geht – dort wimmelt es von Touristen, “Straßenkünstlern” mit skurrilem blinkendem Nippes und vor vielen Restaurants stehen Bedienstete, die versuchen, einen mit schönen Worten zum Einkehren zu bewegen.

Für alle, die einen Internetzugang brauchen, verfügt das Hotel über WLAN, allerdings nicht in den Zimmern.
Das Metropole hat, wie die meisten zentral gelegenen Hotels, keine Parkmöglichkeiten. Wir sind vom Flughafen aus mit dem Taxi zum Hotel gefahren. Weil wir danach noch weiter in den Süden Portugals fahren wollten, hatten wir mit der Mietwagenagentur vereinbart, dass uns das Auto bei unserer Abreise beim Hotel übergeben wird und das hat super geklappt.

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