Port Anna – Séné

Bei Séné, wo ich mehr oder weniger ziellos unterwegs war, wenn man mal das Sehen und Wahrnehmen an sich außer Acht lässt, entdeckte ich das Hinweisschild „Port Anna“. Schon hatte ich ein Ziel, die zufälligen sind oft die besten. Port Anna versprach einen kleinen bis winzigen Hafen in dieser Gegend, den wollte ich sehen. Freudige Erwartung wich Enttäuschung und ich glaubte, mich verfahren und ein weiteres Schild, einen Pfeil, übersehen zu haben. Während ich wendete, schimmerte geradeaus Blau durch, kein Himmel-, Tür- oder Hortensienblau. Man braucht nur etwas Geduld manchmal. Da war er ja. Klein und bunt.

Und fast ein bisschen heiter, obwohl am Arsch der Welt, in einem dieser versteckten äußersten Zipfel am Golfe de Morbihan. Da, wo keine Touristenbusse stranden und sich laut entleeren. Nur ein paar Schiffe, Boote.

Geprägt von Kommen und Gehen,

flüchtigen halbnahen Begegnungen,

gespanntem Warten,

entspanntem und doch aufmerksamem Innehalten,

Skepsis oder Furcht vor Abgründen,

gleichmütigem Ausharren auf die neue, sichere Flut

unter diesem niemals gleichgültigen Himmel.

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