Spiegelbild

Gestern lockte ich mit Korkenziehern hüp
fenden, heute bin ich kraus am im Kopf wider-
spenstig und zerzaust vom Leben
weiche Wallewelle vielleicht morgen

ob struppig-wild ob fügsam-glänzend
entzieht sich der Vorhersehbarkeit
abhängig allenfalls von
morgendlicher Scheitel-Disposition

wenn ihr also glaubt, ihr kriegt mich
mit dem Eisen glattgezogen
entkraust oder permanent gewellt
nach Nullachtfünfzehn-Wetter-Façon

morgens Hamburg, abends London
habt ihr euch geschnitten. Ich trotze
allen Versuchen. Die Frisur sitzt. Wie sie will.
Wenigstens mein Kopf ist unbezähmbar.

(7. Juli 2011)

Dieser Beitrag wurde unter Poetisch Versponnenes abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Spiegelbild

  1. ts schreibt:

    3wetter-tough

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  2. haushundhirschblog schreibt:

    „Wenigstens mein Kopf ist unbezähmbar.“
    Jawohl! Wir sind dafür!

    😉

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  3. kreadiv schreibt:

    Die lockenden Locken kenne ich nur von anderen bzw. einer Dauerwellen-Sünde meiner Jugend 😀

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