Vorfrühling am Seepark

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Heute Vormittag brauchte ich frische Luft und Bewegung und ging am Seepark in Freiburg spazieren, obwohl das graue Wetter überhaupt nicht dazu verlockte.

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Auch hatte ich gehofft, dass es dort schon kräftig blühen und grünen würde, wie in der Innenstadt, doch die Natur hält sich dort noch sehr zurück, selbst die Trauerweiden.

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Still und starr ruhte der See… Und es gab nicht soviel zu sehen, dachte ich.

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Außer den Wasservögeln. Die zwei einzigen Schwäne, die ich erblickte, waren allerdings fotoscheu und versteckten sich im Schilf.

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Enten dümpelten oder hockten unaufgeregt vor sich hin, paarweise…

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… in Gruppen

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…oder allein, vor sich hin sinnend.

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Was mir auffiel, war die große Zahl von Blesshühnern, ich hatte noch nie so viele von ihnen gesehen.

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Sie kamen auch munter aus dem Wasser und so wurde ich erstmals ihrer farbigen Beine und seltsamen Füße gewahr!

Ein Männchen war gerade mit Nestbau beschäftigt und bastelte noch ein wenig daran. Das Nest wirkt wie eine schwimmende Insel. Ich vermute, das Paar legte gerade letzte Hand, pardon, letzten Schnabel an, denn – piep-piep – da kam das Weibchen herbeigeschwommen und drehte dem Gemahl kess den Rücken zu, nicht ohne sich dabei vorzubeugen, was er richtig als Einladung verstand und sein Weibchen flugs begattete! Nun heißt es warten, bis die Dame Eier legt.

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Überhaupt lag ein Hauch von Liebe über dem See, überall fand ich Spuren.

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Und seit dem letzten Jahr hat sich der Steg, der über einen Teil des Flückiger Sees führt, in eine Liebesbrücke verwandelt.

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Hier ein besonderes Exemplar. Übrigens heißt „abus“ im Französischen „Missbrauch“ – da kann man nur hoffen, dass die Paare, die sich hier verewigt haben, ihre Liebe lange hochhalten.

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Turtelnde Tauben gab es auch zu sehen, leider versteckte sich eines der Tiere unter dem Steg, wollte sich wohl nicht erwischen lassen…

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Die Wasserschildkröten waren noch nicht an ihrem angestammten Platz im See, so gab es nur Pflanzen zu sehen, die noch Herbstfarben trugen.

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Nur die Weidenkätzchen trauten sich schon heraus.

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Und dieser Erpel erklomm in Windeseile den Hügel und reckte den Hals, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Sicher wollte er in aller Ruhe sein Traumweibchen aussuchen.

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Ich dagegen hatte für heute genug gesehen und machte mich lieber vondannen, denn der dräuende Himmel wurde mir dann doch zu ungemütlich.

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26 Antworten zu Vorfrühling am Seepark

  1. Sofasophia schreibt:

    wie schön alltag sein kann, wenn wir offene augen haben!
    🙂

  2. kormoranflug schreibt:

    Diese Blesshühner nehmen igendwie überhand. Schöne Welt im Seepark.

    • rotewelt schreibt:

      Ja, nicht? Jedenfalls habe ich dort am See noch nie so viele Exemplare davon gesehen. Was noch stark zunimmt, ist die Anzahl der Krähen in der Stadt. Woran das wohl liegen mag…

  3. ehre9 schreibt:

    Eine Vorschau auf den Frühling ? Ein noch sehr menschenloser Park, aber die Tiere sind eifrig in der Natur… Sehr schöne Fotos von der Spaziergängerin! Bravo!

  4. traeumerleswelt schreibt:

    sehr schöne Eindrücke ! So ein Spaziergang an der frischen Luft tut einfach gut !

  5. Frau Blau schreibt:

    eine feine Parkserie, trotz grauem Himmel – hier kann man wieder nur noch Weißfotos machen 😦 und frage: Frühling? was ist denn das?
    wünsche dir einen guten Start in die Woche
    herzliche Grüße Ulli

    • rotewelt schreibt:

      Sicher habe ich es besser, ohne Schnee, aber die Vegetation ist auch hier wirklich sehr in Verzug, ich ersehne den Frühling auch! Dir ebenfalls einen guten Wochenanfang und liebe Grüße, Ute

  6. cablee schreibt:

    Was für ein Anblick – den wünsch ich mir auch, den Anblick von einem Hauch von Frühling! Ich habe heute wieder 10 cm Neuschnee und noch ca. 25 cm von der letzten Woche zu bieten ! Sch…
    Danke für den schönen Spaziergang, rotewelt!

    • rotewelt schreibt:

      Gern geschehen, cablee. Worüber ich jammere, ist für andere schon das Paradies, also werde ich nicht mehr meckern über das Grau. Ihr Ärmsten! Hoffen wir gemeinsam auf den Frühling, Ute

  7. Uffnik schreibt:

    Gestern war ich über die schwäbische Alb nach München unterwegs. Das Wetter verhielt sich gar nicht so, wie Du es auf Deinen schönen Fotos zeigst. Dichtes Schneetreiben, Schneeregen und Graupel wechselten sich ab.
    Dabei bin ich längst auf Frühling gebürstet.

    • rotewelt schreibt:

      Oh je, ich würde auch keinen Schnee mehr sehen wollen. Ich glaube, wir sind alle längst auf Frühling gebürstet und deshalb werden wir allmählich so richtig mürbe.

  8. cloudette schreibt:

    schöne Fotos, tolle Details!!!! Ich war lange nicht da – die Liebesbrücke kannte ich noch nicht (stimmt, die Bedeutung der Schlossmarke ist mir bisher nicht aufgefallen).

    • rotewelt schreibt:

      Dankeschön oder besser merci, cloudette (interessanter Name – Cloudette statt Claudette!;-)) Jetzt stehe ich aber auf dem Schlauch: Schlossmarke…, meinst du Ganterbräu, ist aber doch keine Gans da… (bin keine Bobbeline, sondern zugezogen)?

      • cloudette schreibt:

        hihi :-), nein, ich meinte ABUS, die Schloss-Marke. Mir war bisher nicht aufgefallen, dass das ja tatsächlich Missbrauch heißt und es nicht so arg passend ist, damit symbolisch die Liebe auszudrücken.

        • rotewelt schreibt:

          Oh! Danke vielmals, du siehst, dass ich hier (noch) nicht richtig heimisch geworden bin. Abus ist also die Schloss-Marke – Bloggen bildet! 😉 Und es passt wirklich nicht, doch sicher konnten die Namensgeber kein Französisch! 🙂

  9. haushundhirschblog schreibt:

    Ganz herzlichen Dank, liebe rotewelt, für diese Sehgenüsse ..
    Wie gut die tun.
    Und wie gut die sind!
    Herzliche Grüße, mb

  10. Stefan Plank schreibt:

    Im Frühjahr ist vorallem am Anfang der wahre Charakter des Lebens und der Natur gut zu erkennen: Frost und Kälte.

    • rotewelt schreibt:

      Hmmm, findest du? Vielleicht spürt man die noch verbliebene Kälte, weil man sie nicht mehr möchte… „Der wahre Charakter des Lebens“ klingt pessimistisch, traurig…

  11. syntaxia schreibt:

    Hm, da sind dann doch noch ein paar Schlösser dazugekommen, seit ich letztes Jahr dort war.
    Die Schildkröten, an die dachte ich auch sofort, aber sicher halten die noch etwas Winterschlaf, bei den Temperaturen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann explodiert es dort wieder und alles blüht. Die Weiden sehen toll aus mit ihrem frischen Grün, wenn sie soweit sind…

    ..grüßt Monika aus dem Rieselfeld

    • rotewelt schreibt:

      Ach guck, es gibt ja doch noch mehr Freiburgerinnen hier, freut mich! Gruß ins Rieselfeld. Ja, ich weiß, die Trauerweiden sind wunderschön…, wenn sie so weit sind (habe Bilder aus den Vorjahren verglichen, seufz, die Natur ist in Verzug dieses Jahr)!

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