3/2, gekürzt

Sie hatte sechs Männer, aus vier Ländern.

Ich fragte mich, als ich ihre Geschichte las, warum sie nicht sechs Männer aus sechs Ländern hatte. Und warum sie so länderübergreifend oder grenzüberschreitend war, wobei sie weder vor Nord noch Süd noch West zurückscheute, nur der Osten fehlt noch, und warum ihr nicht ein einziges Land mit sechs Männern genügt hatte.

Dann sah ich mir die Vornamen dieser sechs Männer aus vier Ländern an. Und, gerade wenn ich die Reihenfolge betrachtete, verblüffte es mich: Ihre ersten vier Männer waren einsilbig und hatten Vornamen mit vier oder fünf Buchstaben, die Vornamen des fünften und sechsten hingegen waren sechsstellig und zweisilbig. Immer länger wurden sie, die Vornamen. Die Zeit, die sie mit ihnen verbracht hatte, den Männern, wuchs jedoch nicht mit der Namenslänge, eher war das Gegenteil der Fall, jedenfalls fast, in der Tendenz.

Aus welcher Himmelrichtung wird ihr nächster kommen? Aus dem Morgenland? Sicher wird sein Vorname mindestens sieben Buchstaben haben, vielleicht heißt er Mohamed? Ist bald der Osten dran? Zu Ostern vielleicht? Wer weiß.

Und was erst, wenn es Acht und mehr schlägt? Ich mag mir die Vornamen gar nicht vorstellen. Für einen Maximilian ist sie anscheinend nicht standesgemäß, für einen Hans-Georg zu jung.

Und sind Männer, deren Vornamen aus vielen Silben bestehen, eigentlich weniger einsilbig als andere, gesprächiger sozusagen? Gibt es Studien darüber? Ich weiß es nicht und wünsche dieser Frau einfach nur, dass sie die richtige Vornamenbuchstabenlänge findet.

Ach, Sachen gibt’s.

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22 Antworten zu 3/2, gekürzt

  1. Sofasophia schreibt:

    wer? warum? wann? wo? wie? und wie heisst sie? vielleicht würde ein anagramm ihres namens erleichterung bringen …

    (und nun grüble ich über die vornamen all meiner verflossenen nach … puh … gibts da ein muster? ein beuteschema gar?)

    • rotewelt schreibt:

      Ja, Fragen über Fragen tun sich auf, nicht? Fragen, über die man eigentlich niemals nachgedacht hätte, wenn nicht eine verrückte Bloggerin… 😉 Grübel nicht zu lange, liebe Soso! 😉

  2. ts schreibt:

    Hui! Das sind ja erstaunliche Betrachtungen.
    Ich würde, nach Abklappern aller Himmelsrichtungen sagen, dass der Durchschnitt bei 6 bis 7 Buchstaben liegt. Kürzer gab´s auch. Wichtig erscheint mir, nioch die Körpergröße, Vokalkonstellationen (bei mehr als 1 Silbe), sowie Blutgruppe zu berücksichtigen. Raoul, 1, 80 m, Blutgruppe AB.
    Ich selbst: 4 silbig mit 3 a und einem i im Vornamen, 9 Buchstaben, aus dem Westen, 1, 79 m, Blutgruppe 0 positiv…. 🙂

    • rotewelt schreibt:

      Ich find’s lustig, du machst dich lustig (oder spinnst es fort)… 😉 Ach ja, über die Vokalkonstellation und -häufigkeit wollte ich mich eigentlich auch noch auslassen, vergessen! 🙂

  3. ts schreibt:

    Hey! Ich finds doch auch lustig. Die tollsten Männer hatten immer ein a plus ein i im Namen, oder ein o mit e. Einslbige eher selten. Wahrscheinlich träume ich gleich davon… Gute Nacht!

  4. traeumerleswelt schreibt:

    interessante Überlegungen..da fällt mir auf..bei mir werden die Vornamen kürzer, aber es sind derer auch nur wenige 🙂

    • rotewelt schreibt:

      In der Kürze liegt die Würze, vielleicht? 🙂 Aber jede/r hat wohl so ihre/seine Vorlieben, lach. Ich weiß auch nicht, wie ich auf diese schräge Idee kam, aber als ich das mit den Ländern las und mir die Namen anschaute, sah ich eine Art Muster und fand das lustig.

  5. Frau Blau schreibt:

    drei einsilbige Männer kann ich bieten, der eine wirklich sehr einsilbig, machte sozusagen seinem Namen alle Ehren, die anderen … na mal so, mal so … der, der aus dem Osten kommt, auf den bin ich auch sehr gespannt 😉

    liebe Schmunzelgrüße
    Ulli

    • rotewelt schreibt:

      Ich selbst scheine männermäßig auch eher der ein-/wenigsilbrige Typ zu sein. Was den aus dem Osten betrifft, bin ich auch gespannt, aber es gibt ihn ja offenbar noch nicht und ob wir es je erfahren würden, ist eine andere Sache.

  6. karu02 schreibt:

    Ich hatte/habe nur einen und der ist einsilbig, in jeder Hinsicht, aber auch einmalig und einzigartig und wahrscheinlich genau deshalb der Einzige geblieben. Das o in der Mitte ist auch nicht von ungefähr.

  7. _frauhase_ schreibt:

    eine kleine namensphilosophie, köstlich, rotewelt:-)

  8. Lakritze schreibt:

    Haha! sehr schön. Und wenn dann sie sinnvollen Doppelnamen ausgehen, dann muß man nach Madagaskar gehen; da haben die Leute so absurd lange Namen, daß man auch die Nummern siebzehn bis einundzwanzig noch gut hinbekommt …

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