Mal nicht in eigener Sache, na ja, fast nicht…

Ich entdecke zurzeit meinen Ex-Schwager neu oder erst richtig (denn lang ist’s her, ich war ja kaum 18, als wir uns kennenlernten und sooo lange währte unsere Bekanntschaft oder Verwandtschaft nun auch nicht, selbst wenn der Kontakt danach nicht ganz abriss) und zwar über seinen Blog, sehr lesenswert!

Hier stolperte ich gerade über Paris:

http://www.dieter-schaefer.de/2013/07/paris-im-april-1971.html

Merci, Dieter.

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3 Antworten zu Mal nicht in eigener Sache, na ja, fast nicht…

  1. aquasdemarco schreibt:

    Irgendwie kam mir Helmut Dietl in den Sinn.
    wie wird man eigentlich frankophil? Ich war schon sehr oft in Frankreich und es blieb mir auf eine bestimmte Art fremd. Ich mochte nie diese blauen Zigaretten rauchen, Wein ist halt ein Getränk, die Mädchen damals immer zickig und lustlos im Essen rumstochernd (aber schon hübsch), die Innenstädt meist verweist, diese triste Welt der Centre Commercials, als Kind war ich beeindruckt von den Rastplätzen der Autobahnen, heute sind sie wie alle Plätze Europas, Le Grand Arche ist ein Bauwerk, welches mich seit dem Bau fasziniert, ein deutesche und ein französischer Architket.
    In den siebzigern und achtziger muss Frankreich ein Hochphase, Paris Cult gewesen sein.
    Vielleicht ist es das gefühlte fehlen einer kulzurellen Subkultur, welches mich nich frankophil werden lassen will.
    So wie sie noch in Barcelona, Berlin, ja sogar London noch zu finden, mehr zu spüren ist.
    Die nordafrikanischen Einwanderer sind ein kleines Pflänzchen dieser mölicherweise neu entsteheneden Subkultur.
    Irgendwie muss sie in den neunziger Jahren in den Pariser Katakomben verloren gegangen sein, diese fransösische Leichtigkeit, vielleich habe sie die falschen Autos gebaut.
    Ich gebe aber nicht auf, meine frankophile Seite zu suchen, immer bin ich Träger eines französichen Namens mit diesem Strich über dem Buchstaben.

    • rotewelt schreibt:

      Ach, der Dietl…, ja, Aquas, unsere Assoziationen machen mit uns halt, was sie wollen.

      Wie wird man frankophil wird, kann ich dir auch nicht erklären. Ich habe nie geraucht, weder die blauen noch andere Marken, Wein habe ich erst spät entdeckt und auf Mädchen stehe ich sowieso nicht, lach, aber hübsche schaue ich mir auch gern an und davon findet man in Frankreich so einige, vor allem in Paris und im Süden. Ich bin übrigens auch nicht nur frankophil, sondern auch italophil, hispanophil und portu-viel, ähm, wie heißt das? Egal. Wie das gekommen ist…, hmmm…

      In der Schule gefiel mir die Sprache, auch wenn ich die ersten Jahre ziemlich schlimme FranzösischlehrerInnen hatte. Mit 18 war ich dann mit Interrail unter anderem in Paris und fand es toll. Später studierte ich die Sprache, verbrachte ein halbes Jahr in Frankreich und wollte eigentlich nie wieder weg. Noch immer fühle ich mich dort wohler als hier, bin ziemlich oft dort, und ich hoffe, es eines Tages endlich zu schaffen, dorthin auszuwandern.

      Diese Leichtigkeit, von der du sprichst, in den 70ern und 80ern, ist vielleicht nicht mehr da und überhaupt haben sich ja überall die Zeiten geändert, und trotzdem fühle ich mich dort immer noch viel leichter als in Deutschland. Natürlich habe ich auch an Frankreich und den Politikern so Manches zu kritisieren, bin nicht blauäugig, aber ich finde das Leben dort –und eben nicht nur im Urlaub – viel entspannter, gelassener, freundlicher, heiterer, geistreicher, ich mag den Wortwitz, die Höflichkeit und natürliche Freundlichkeit der Franzosen. Das Essen sowieso. Vor allem gefällt mir dieses „Leben und leben lassen“, gepaart mit einem ausgeprägten Individualismus. Auch das Anarchische, das schon noch da ist und im Alltag spürbar, nicht nur während der vielen Streiks.

      Haha, die Autobahnraststätten fand ich früher auch beeindruckend, vor allem die Mittagsbuffets! Einkaufen gehe ich übrigens immer gern in F, sowohl bei den kleinen Bäckereien, die noch selbst backen (was man hier ja kaum noch findet) und aus denen es also wunderbar duftet, als auch in den großen Supermärkten, in denen ich mich lange aufhalten kann ob des unglaublich guten und vielfältigen Angebots, ich sage nur Fisch und Fleisch, Käse und Wurstwaren.

      Aber ich glaube, eine Subkultur, wie du sie suchst, ist in Frankreich tatsächlich nicht oder weniger vorhanden als etwa in Berlin. Ich vermisse das aber nicht, manche Subkulturen in D sind mir auch schon wieder zu „streng“ und typisch deutsch-rasterhaft, statt Gruppenzwang mag ich es lieber still individuell. Ja doch, die nordafrikanischen Einwanderer stellen weniger eine Subkultur da, zum Beispiel musikalisch, aber andererseits sind sie nicht von allen geliebt und das doofe Volk wählt leider und wohl nicht mehr nur aus Protest rechts, das gibt mir schon zu denken.

      Aber ich will dich keineswegs überzeugen, außerdem muss man(n) muss ja auch gar nicht frankophil sein, selbst wenn mann einen accent im Vornamen hat. 😉 Es ist einfach eine Sache der Affinität und die kann man nicht wirklich erklären.

      Merci beaucoup für deine Worte (und auf Tippfehler habe ich gar nicht geachtet) und deine persönliche Wahrnehmung!

  2. aquasdemarco schreibt:

    sorry für all die Tippfehler, diese mobilen Endgeräte fordern ihren Tribut

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