Richard von Weizsäcker lebt nicht mehr

Richard von Weizsäcker ist gestorben, 94 Jahre alt wurde er. Er war meiner Meinung nach der einzige Bundespräsident nach dem Krieg, der Format hatte. Und auch wenn ich nicht alles gut fand, was er sagte und seiner Partei immer kritisch gegenüberstand, so finde ich doch, dass er sich nie der Parteiraison unterworfen hat, auch als er noch nicht oder nicht mehr Präsident war, er hatte immer eine eigene Meinung und sie auch öffentlich vertreten. Ein kluger und weitsichtiger Mann, der sich schon vor ungefähr 20 Jahren deutlich gegen die Ausländerfeindlichkeit geäußert hat. Menschlich und politisch konnte ihm kein Bundespräsident bisher das Wasser reichen, der jetzige (Theologe), der mich sehr enttäuscht hat, gerade in diesen Zeiten, erst recht nicht.

Und heute, wenn auch (noch) nicht als Bundespräsidentin, kommen eiskalte rechte Frauen ans politische Ruder, denen die CDU nicht rechts genug ist und die extrem ausländerfeindlich sind, auch wenn sie dies zum Teil zu kaschieren versuchen. Beide, die AfD-Frau Frauke Petry, und die Pegida-Frau Kathrin Oertel, 39 und 37 Jahre alt, sind aus Ostdeutschland, sie pflegen untereinander engen Kontakt. Der Mann von Frauke Petry ist übrigens Pfarrer.

Was für eine Welt…

Rette sich, wer kann…? Doch wohin?

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14 Antworten zu Richard von Weizsäcker lebt nicht mehr

  1. Dan schreibt:

    Wohin? Wir müssen eine Kolonie am Mars gründen. Von dort oben kann man dann runter sehen und zuschauen bis sie sich selbst alles kaputt gemacht haben und ausgestorben sind. Und dann kommen wir wieder auf die Erde zurück 😉

  2. Publicviewer schreibt:

    Mit Gaucklern und religiösen Menschen ist eine moderne Gesellschaft nicht zu verwirklichen.
    Wenn die Menschheit mit der Erde fertig ist wird für die nächsten paar Millionen Jahre nicht viel da sein um ein adäquates Leben zu führen.
    Spätestens 2035 wird der Kampf um die letzten Rohstoffe sein volles Ausmaß erreicht haben…

  3. Ulli schreibt:

    Mir scheint, wenn ich mich an die Politiker der alten Schule erinnere, dass sie wenigstens noch Charactere waren und nicht so Nullachtfünfzehn Rhetoriker … vielleicht ging es damals auch noch mehr um Politik, als um Wirtschaft?
    Letztens sagte eine Freundin, dass die Menschheit überhaupt nicht auf die Probleme vorbereitet ist, die es jetzt zu lösen gilt … ich finde da ist etwas dran. „Wir“ haben eine Realität geschaffen, die sich verselbständigt hat und statt die Situationen zu beherrschen, beherrschen sie uns … Der Quantensprung, der notwendig wäre, um wirklich etwas Neues zu schaffen ist bei solchen Hasenfüssen und Speichelleckern nicht zu machen … so springt oder versucht es wenigstens, jede und jeder für sich ein kleines Stückchen, aber es will sich noch nicht zu einem Bild fügen …

    • rotewelt schreibt:

      Ja, wo sind sie geblieben? Wann kippte es um? Viele Fragen, auch die zu dem, was zu tun wäre, von wem, was, wie… Danke für deine Gedanken, Ulli.

      • Ulli schreibt:

        ich glaube der Knick begann in den frühen 1980iger Jahren, auch wenn es mehr ein Gefühl ist … wenn jede und jeder sich ihrer und seiner Qualitäten bewusst wäre und von dort aus handeln würde mit der Verantwortung für sich, das eigene Tun und das Wohl aller Lebewesen, dann könnte sich eine Menge bewegen, vorausgesetzt, dass wir Menschen WIRKLICH lernen würden Andere anders sein zu lassen und uns nur das zu nehmen, was wir wirklich brauchen … wie schon hier und da geschrieben gibt es ja eine Menge Menschen mit richtig vielen guten Ideen, nur hört und liest man von diesen sehr wenig …

        • Publicviewer schreibt:

          Angefangen hat es direkt nach der ersten Ölkrise, aber richtig eingeleitet wurde der Neoliberalismus durch die Politik von Reagan und Thatcher.

          • Ulli schreibt:

            ja, da kann ich mitgehen! Danke und liebe Grüsse Ulli

          • rotewelt schreibt:

            Ich glaube, ihr habt beide recht bzw. liegt richtig. Aber hat sich das alles nicht derart verselbständigt, dass es kaum Aussichten auf ein Umdenken gibt? Ich habe mich lange Zeit als optimistische Pessimistin oder eher als unverbesserliche Idealistin bezeichnet, aber davon ist nicht viel übrig geblieben.

  4. Publicviewer schreibt:

    In der Politik geht und ging es immer um die Konstituierung von Macht und um diese nach innen und außen zu verfestigen.
    Nur dreht sich das Rad heute schneller, da wir den Zenith schon lange ökonomisch aber auch ökologisch überschritten haben.
    Wie schon erwähnt geht es heute um globale Wirtschaftsinteressen die immer deutlicher zutage treten.
    Die jetzigen Herausforderungen sind die letzten Ressourcen und die fortschreitende Überbevölkerung des Planeten in den Griff zu bekommen.
    Ökologisch gesehen, haben wir schon zu lange unserer Erde irreparable Schäden zugefügt, so das wir in dieser Hinsicht nur noch Schadensbegrenzung leisten können.

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