Klebrige Sachen, Mauerblümchen und so

Vor ein paar Tagen muss mal wieder ein Rentenbescheid eingetrudelt sein, jedenfalls drohte der Umschlag damit, deshalb ließ ich ihn erstmal liegen. Ich kam vorgestern zurück nach gut zwei angenehmen Wochen in diversen richtigen und falschen Bundesländern und heute entschied ich dann doch, den Brief zu öffnen.

Nicht dass ich ängstlich gewesen wäre oder böse Überraschungen gefürchtet hätte. Die Botschaft ist doch immer die gleiche. Ich glaube, es war eher Gleichgültigkeit mit einer Prise Horrorfilmspannung meinerseits. Lächerlich, dass die dafür eine Briefmarke und einen Umschlag verschwenden. Nun wäre das auch wieder erledigt.

Demnächst werde ich den Brief abheften und vergessen, aber beim Thema Postablage bin ich eh nicht die Beste. Nur wenn ich muss und das Finanzamt oder der Steuerberater ruft. Aber wenn der Zorn groß genug ist… So wagte ich es heute auch endlich, der Telekom eine Regressforderung wegen gut einer Woche Internetausfalls mitzuteilen. Die Ferien haben mich wohl doch erfrischt und gestärkt.

Müde bin ich dennoch, der Klimawechsel und das Übliche. Also lamentiere ich ein bisschen. Über lächerliche Rentensteuerbescheide, das miese deutsche Wetter, vor allem im weinselig-gutgelaunt-sonnenverwöhnten und ach so symbadischen Südwesten, jau, und über die überfreundlichen Ureinwohner. Ihr könnt mich mal. Aber es gibt doch nette Menschen hier, mit denen ich so vortrefflich über die Leiden der anderen Zugereisten lamentieren kann.

Auf der Schulung in Köln vor drei Tagen stellte ich fest, dass die Kollegen aus dem äußersten Norden (Vorsicht: Flensburg ruft mit Punkten, ist aber auch gnädig mit Wiedergutmachungen bzw. honoriert normales regelkonformes Verhalten mit Löschung der Minuspunkte) am witzigsten und lässigsten sind. Von wegen dröge. Und die lieben gesprächigen hilsbereiten Kölner reden auch noch dann lange auf einen ein, wenn man längst den Verkehr stört: „Meine Frau und ich kennen die Straße, weil wir hier oft spazierengehen, aber auf die Hausnummern achten wir ja nicht, tut uns leid, aber die Straße ist auf jeden Fall richtig, das muss dahinten sein!“

Hat  geklappt, keinProblem,  super Empfang, auf zu neuen Ufern. Mal sehen, wo ich sie finde. Mir fehlt ein Tritt in den Hintern, denn hier klebt man fest, auch wenn man weg will. Und das sind nicht nur die Sommerläuse. Ça colle.

Anbei ein paar mallorquinische Mauerblümchen.

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4 Antworten zu Klebrige Sachen, Mauerblümchen und so

  1. Ulli schreibt:

    feine Mauerblümchen sind das, besonders die schwarz-weissen- lach …
    ich gebe dir recht- die Nordlichter sind alles, nur nicht dröge, also ab in den Norden? Hier ist mittlerweile mehr Regen, sagte sie, schaute aus dem Fenster und seufzte: Willkommen im Sommer- wo?

    herzliche Sonntagsgrüsse vom Regenberg
    Ulli

    • rotewelt schreibt:

      Nein, ich will trotzdem nicht zurück in den Norden, lieber ganz woanders hin. Hier wird mir der Himmel immer bleierner oder milchiger, es kommen zu wenige Sonnenstrahlen durch im angeblich wärmsten und sonnigsten Eck des Landes. Windstille Montagsgrüße aus dem Tal!

  2. Jürgen EHRE schreibt:

    Selbst Mauerblümchen, hart am Stein, können reizend sein und die schönsten Farben ausstrahlen… zumal, nicht weit entfernt, ein Buffet lockt! Lach 🙂

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