Herbst – oder wie soll ich den vergessenen Titel nachtragen?

Zehn Tage verlängerter Sommer und dann will man uns vergraulen, damit der Abschied nicht so schwerfällt.

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Es zieht sich zu, frischer Wind weht.

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Fast alle Strandrestaurants sind geschlossen, das eine hat aber geöffnet. Man kann noch draußen sitzen zwischen Wolkenschatten und Sonnensegeln. Les pieds dans le sable.

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Die plat du jour versprach rustikale innere Wärme. Souris d’agneau, wörtlich übersetzt würde es sich um eine Lamm-Maus handeln, doch dieses niedliche Tier ist wohl noch nicht entdeckt worden, und so handelt es sich dabei einfach um eine Lammhaxe. Die kam auch noch mit einer guten Portion Soße, was will man mehr bei der Herbststimmung?! Selten zarteres Lamm gegessen, das wörtlich vom Knochen fiel. Machte nix, dass der Wind alles etwas abkühlte, in der Bar Le Nautic in La Croix-Valmer.

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Noch was Süßes, um dem Bitteren des Abschiedsschmerzes etwas entgegenzusetzen? Okay, einmal der Café gourmand, der zweite Löffel wird unaufgefordert und lächelnd gebracht. Die Tarte tropézienne im Miniformat ist ja sooo zuckrig, aber jetzt genau richtig. Babachocomacaronchantilly.

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Danach noch einmal von der Terrasse der Ferienwohnung blöd aufs Meer gucken und schweigen…,

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bevor zwei Tage lang wettermäßige Weltuntergangsstimmung herrschte.

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Pünktlich zur Abfahrt klarte der Himmel wieder auf. Tja, was will man machen.

Wolken ohne Schatten. Auf der Südseite aber, ist ein Stückchen Himmel. Traurig blau.
(Fernando Pessoa)

Und schon wieder Francis Cabrel mit seinem Oktober-Chanson:

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4 Antworten zu Herbst – oder wie soll ich den vergessenen Titel nachtragen?

  1. Ulli schreibt:

    Willkommen rufe ich dir zu und freue mich an deinen Bildern … merci vielmals
    Ulli

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  2. kormoranflug schreibt:

    Das war ein schönes Mäuschen. In Frankreich habe ich das noch nicht gegessen.

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