1/2018

Der Januar trägt seine enttäuschten Hoffnungen schon in sich und zieht sich deshalb mehr als jeder andere Monat.

Manche schaffen es trotzdem.

Hochinteressant finde ich übrigens, das auch der sogenannte linke Flügel der Grünen hierzulande oder ein Teil der SPD auf diesen neoliberalen Franzosen Macron reinfällt bzw. sich von ihm einlullen lässt und gar als Vorbild sieht. Macron verachtet die Arbeiter und „kleinen Leute“ und hat das auch schon, mehr oder weniger oder versehentlich vor Kameras kundgetan. Da kann er noch so laut von Europa und Gerechtigkeit schwadronieren. Das Volk dort und hier hat es nur noch nicht so recht mitbekommen, denn natürlich berichten die deutschen Medien nicht davon. Ist Verschweigen auch unter Fake News einzuordnen? Och nö.

Andererseits verschieben sich auch die Verständnis- und Toleranzgrenzen. Mit den finanziell weniger großzügig Bemittelten, den im Zuge der Globalisierung Abgehängten, hat die Masse, wenngleich selbst betroffen, kein Mitleid mehr. Das Mitgefühl wird auf Nebenschauplätze verlagert. Muss man nicht vor allem tolerant gegenüber Nicht-Heteros sein? Gegenüber Laktose-, Fruktose- und Fleischintoleranten und Veganern?  Gegenüber Minderheiten überhaupt? Huch, woher kommen die denn alle plötzlich? Werbung, Marketingstrategie? Wie auch immer, wer ein falsches Wort dazu sagt, wird sofort an den Pranger gestellt und geächtet; Reflektieren unerwünscht. Wo bleibt das große Herz für alle, auch die „Normalen“ und Armen, wo bleibt die Gerechtigkeit? Die wirklich wichtigen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Fragen gehören nicht mehr in diese Zeit, sind nicht mehr erwünscht, werden sofort abgeschmettert. Denn es geht uns doch prächtig. Ja, dem Staat, der Wirtschaft. Amen.  Alles Ablenkung? Heute gibt es nicht mal mehr die Spiele zum Brot. Komische Welt.

 

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2 Antworten zu 1/2018

  1. eimaeckel schreibt:

    Jeder, dems noch gut geht, freut sich, dass er noch dabei sein darf und hat Angst abzurutschen, wenn er aus dem Tritt kommt. Deswegen hilft auch keiner denen, die schon abgerutscht sind.

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    • rotewelt schreibt:

      Ja, die Noch-Mittelschicht orientiert sich nur nach oben oder konzentriert sich auf sich selbst, für die „da unten“ hat sie keinen Blick und Letztere gehen nicht mehr auf die Straße. Warum, ist mir allerdings noch nicht ganz klar. Ob es an der gezielten Massenverblödung liegt und an all den künstlich geschaffenen Nebenschauplätzen? Bin ratlos.

      Gefällt 1 Person

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