Selbstzünder

Toll, dass es jetzt Fahrverbote für Dieselfahrzeuge geben darf. Denn wer hat genau diese PKWs noch vor kurzem propagiert und massiv gefördert?

Wer sind die Verlierer? Sicher nicht VW & Co. Verlierer sind diejenigen, die sich auf den Kauf eines dieser hochgelobten und ach so schadstoffarmen Diesel-Autos eingelassen haben. Genau genommen sind diejenigen angeschissen, die nicht das Geld haben, ihren Diesel mal so eben gegen einen Benziner oder ein Elektroauto einzutauschen, sondern die ihr Fahrzeug noch lange fahren müssten, damit sich der Kauf überhaupt rentiert. Daran, dass sie die Karren loswerden, ist ja nun nicht mehr zu denken. Abwrackprämien gibt es dafür ja anscheinend nicht, was verwundert, denn wenn sie quasi als Schrott gelten…

Die Verbraucher sind mal wieder die Dummen und wie immer natürlich die Kleinverdiener, die keine Alternative haben. Zum Glück fahre ich keinen Diesel, denn dann wüsste ich nicht, was tun, falls es durchgehend oder aber auch nur streckenweise Dieselfahrverbote geben wird. Was denken sich die Politiker und Gerichte eigentlich? Von der Industrie(lobby) mal ganz abgesehen. Verkehrte Welt, ich fühle mich fremd. Und selbst falls sich nur wenige Städte zu einem Diesel-Fahrverbot durchringen sollten und alles nur Schaumschlägerei sein sollte: Warum das Ganze und mit welcher Motivation?

 

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13 Antworten zu Selbstzünder

  1. eimaeckel schreibt:

    Ich hab einen Diesel und die Hoffnung, dass jetzt enttäuschte Käufer die Hersteller wesentlich stärker unter Druck setzen werden. Aber es ist eine verkehrte Welt, da hast du Recht.

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  2. Corinna schreibt:

    Kann es sein, dass es sich dabei nur um Panikmache handelt? Sollte eine komplette Fahrzeugpalette jemals verboten werden, was ich mir nicht vorstellen kann, dann müsste es da doch wenigstens Übergangsregelungen geben. Vielleicht will die Autoindustrie auch nur mal kurzfristig ihre Umsätze durch die Leute ankurbeln, die es sich leisten können, panisch ihr Auto zu wechseln.

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  3. kormoranflug schreibt:

    Mein letztes Fahrzeug 15 Jahre gefahren (!!) war ein Benziner mit Cat, aber höher motorisiert. Da kam das Angebot für einen sparsamen und nach den Angaben fast ohne Schadstoff-Ausstoss. Da dachte sich der Kormoran: das ist zwar etwas langsamer als vorher aber so schadstoffarm und so wenig verbrauchend – da machst Du was für die Umwelt. Jetzt sagen die gleichen Förderer dieses Auto wäre ein Schmutzfink?

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  4. menuchaprojekt schreibt:

    Irgendwie scheint mir das albernes Gequassel zu sein, um irgendetwas oder irgendjemand zu beeindrucken. Schade, dass die Typen Gesetze machen dürfen, die da keinen Durchblick haben. Oder gibt es inzwischen Dieselfilter für Schiffe? Ich glaube, bei den Schiffsflotten auf der Welt entsteht eine höhere Umweltbelastung als bei den Dieselfahrzeugen an Land.

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  5. Labby schreibt:

    Schuld an der ganzen Misere sind die Gesetzgeber, denn bei den Autokonzernen hat man alles durchgehen lassen ohne einzugreifen.
    Unmöglich und auch völlig unverständlich ist, dass der Gesetzgeber die Autohersteller bezüglich Umrüstung oder Nachrüstung der betrogenen Kunden nicht klar in Haftung nimmt und auf deren Kosten eine Nachrüstung verpflichtet.
    Erstaunlich nur, bei Konzernen wie Google, Microsoft, Qualcomm, Apple, Intel und vielen anderen kassiert die EU gerne saftige Strafen in Milliardenhöhe – aus Verbrauchersicht – wegen Kleinigkeiten aber bei den deutschen Automobilkonzernen wird auf Strafen gänzlich verzichtet.

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  6. Uffnik schreibt:

    Du hast ein echtes Reizthema aufgegriffen. In der Nähe von Frankfurt, dem Rhein-Main-Flughafen, einer recht hohen Verkehrsdichte, Knotenpunkte vieler Schnellstraßen, Autobahnen und Bundesstraßen sollte das Thema eigentlich eine noch größere Rolle spielen, als irgendwo im Ländle. Vielleicht liegt es an der Topografie, die für bessere Durchlüftung sorgt, als beispielsweise in Stuttgart oder München. Jedenfalls taucht auch in der Presse das Problem mit Regionalbezug nicht allzu häufig auf. Eigene Beobachtungen sagen mir, daß insbesondere auch die Warenverteilung in den Innenstädten durch LKW`s nicht unerheblich an den Schadstoff-Emissionen beteiligt sind. Kleinere Transporter sind auch im Visier der streitbaren Umweltschützer. Ohne Diskussion hingegen scheinen die schweren Sattelzüge zu sein, die für die Versorgung im größeren Rahmen sorgen. Nirgendwo auf den Internet-Seiten des Umwelt-Bundesamtes geht hervor, wie z.B. die Brummis beteiligt sind. Insgesamt fehlen wirkliche Spezifizierungen. Der Schadstoffausstoß selbst kann natürlich nur in der Gesamtheit gemessen werden.
    Die öffentlichen Verkehrsmittel werden oftmals als Heilsbringer angepriesen. Sind sie bei Weiten nicht! Selbst die Bahn – abgesehen von einigen (wenigen) nicht elektrifizierten Strecken – ist nicht der blaue Engel in persona. Die Energieerzeugung für den elektrischen Fahrbetrieb, der ja als Null-Emission gelobt wird, ist in keiner Statistik erfasst. Das Thema scheint tabu zu sein.
    Nun haben wir noch ein Kohlekraftwerk „Staudinger“ in der Nähe von Hanau. Das Ding qualmt und qualmt, obwohl es ja als „Stand-bye“ , also Reserve gehalten werden soll.
    Und es gibt eine ganze Menge von Ungereimtheiten mehr. Die Politik setzt sich offensichtlich oft genug über fundierte Bedenken hinweg und gibt den wirtschaftlichen Interessen einer starken Lobby nach.

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