Où va-t’on? Wohin geht’s?

In Frankreich gehen die Menschen wieder auf die Barrikaden. Gegen soziale Ungerechtigkeit. Nicht nur die gilets jaunes, sondern wie 68 nun auch die Studenten.

In den Medien ist dauernd vorrangig von der Gewalt auf den Straßen die Rede. Doch von wem geht  die Gewalt aus, die bekanntlich nicht nur physische Ausprägungen haben muss? Von den Gelbwesten oder nicht vielmehr von der Regierung? Ich lehne Gewalt ab, doch wie können die, die einfach nicht gehört, sondern arrogant ignoriert werden, sich sonst Gehör verschaffen (von den gewalttätigen Berufsrandalierern, die überall auf der Welt und an jedem Brennpunkt mitmischen und viel berechtigten Protest kaputtmachen, worauf sich viele Kritiker dann leider oft ausschließlich stürzen, rede ich hier nicht, die sind aber nicht in der Mehrheit)?

Warum muss es eine eher für Kurvenreichtum bekannte Schauspielerin aus den USA sein, die es auf den Punkt bringt, was in Frankreich passiert?

https://www.nachdenkseiten.de/?p=47676

Wie in Frankreich, so werden auch in Deutschland die Reichen immer reicher und die Armen und die Menschen mit mittleren Einkommen immer ärmer. In Deutschland gäbe es ebenfalls Gründe genug zu demonstrieren, das winzigste Beispiel ist auch hier noch die Diesel-Politik. Nur, die braven Bundesbürger zetteln keine Revolution an. Wer weiß, vielleicht wird sogar der reiche neoliberale Millionär Friedrich Merz neuer Bundeskanzler – perfekter Geistesbruder Macrons (sieht jetzt  aber eher nach AKK aus). Doch auch dann würde vermutlich höchstens die AfD auf die Straße gehen, deren Mitglieder – verlogener geht’s kaum – selbst oft zu den Reichen gehören. Wo bleibt ihr, ihr Kritiker, ihr (wirklichen) Linken? Warum zieht ihr den Schwanz ein? Ich höre nichts.

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13 Antworten zu Où va-t’on? Wohin geht’s?

  1. Pingback: Où va-t’on? Wohin geht’s? | rotewelt | ragbag

  2. Ulli schreibt:

    Ich frage mich so oft warum in D nicht die Massen auf die Straße gehen, eine wirkliche Antwort habe ich nicht.
    herzliche Grüße, Ulli

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    • Ulli schreibt:

      Gerdae in Bloghausen gefunden, ja, ein langer Text, aber auch ein differenzierter – ich schätze Herrn Mersemanns Artikel sehr, falls ud die Seite nicht kennen solltest: https://neue-debatte.com/2018/12/08/die-gelbwesten/

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      • rotewelt schreibt:

        Danke dir für den Link. Guter Text! Bin gespannt, wie die deutschen Medien künftig über den kleinen Monarchen berichten, bislang halten sie sich ja diskret zurück… Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie Macron von Anfang an regelrecht vergöttert haben – auch eher (ehemals) „linke“ Blätter, sie nannten ihn links oder sozialistisch, das Wort neoliberal hörte man kaum. Wird Zeit, dass der kleine König abtritt. Nur, was oder wer kommt dann?

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        • Ulli schreibt:

          Es fehlt an Charisma und ehrlicher Entschlossenheit, nicht nur bei den Franzosen und weil sie alle nicht mit dem Neuen umgehen können, muss das Alte herhalten, was sich aber längst selbst überholt hat – wo führt das noch hin?

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          • rotewelt schreibt:

            Frage ich mich auch. AKK wird’s auch nicht richten, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so mit den Finanzmärkten verbunden ist wie Merz. Aber frei sind sie doch alle nicht, auch wenn sie es tatsächlich nicht selbst durchschauen würden. Selbst Macron hat ja anscheinend keine Ahnung davon, dass er auch nur eine Marionette ist – oder doch? Mir wird das ganze politisch-wirtschaftliche Geflecht immer unheimlicher.

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          • Ulli schreibt:

            Ichbin schon froh, dass Merz nicht gewählt wurde, er war/ist für mich ein zweiter Macron, der auch nur die Wirtschaft im Kopf gehabt hätte. Von AKK habe ich noch kein klares Bild – frei sind sie alle nicht, das stimmt wohl, das hat sich ja auch schon bei Obama bewahrheitet …

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    • rotewelt schreibt:

      Tja, die Deutschen sind wohl eher gehorsame Mitläufer als Rebellen, wie die Geschichte ja im letzten Jahrhundert gleich zweimal gezeigt hat.

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  3. Jürgen EHRE schreibt:

    Quand les riches remplissent leurs baignoires de champagne alors que les pauvres en sont réduits à chasser les chats de gouttière pour se caler l’estomac, ils revêtent un « gilet jaune » pour faire entendre leur voix et demander un peu plus de justice sociale devant l’inégalité afin de sauver et défendre leur dignité humaine , dans un monde où seuls les privilégiés règnent et peuvent faire la fête, et se faire soigner correctement alors que les autres doivent se contenter d’herbes de miséricorde et de cataplasmes d’humiliation, souffrant du mépris et de l’arrogance !

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