Greta Thunberg und die Massenhysterie

Wie schön, dass junge Menschen wieder auf die Straßen gehen, demonstrieren und sogar die Schule schwänzen! Das würde ich normalerweise angesichts von sich engagierenden Schülern denken. Was sich aber derzeit abspielt, angeführt von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, hat schnell hysterische Ausmaße angenommen und macht mich deshalb nachdenklich oder noch nachdenklicher als ich sowieso schon war (abgesehen davon, dass manche Schüler gerne schwänzen, aber das würde ich der Mehrheit der Demonstranten nicht unterstellen).

Ich will jetzt nicht darauf eingehen, ob und von wem das Mädchen vielleicht gesteuert und manipuliert werden könnte. Auf jeden Fall kommt ihr missionarischer Eifer denjenigen unter den Klimaschutzaktivisten gut zupass, die selbst mit diesem Thema ziemlich viel Geld verdienen.

Selbst habe ich lange daran „geglaubt“, was uns da mit angsteinflößenden Vokabeln eingehämmert wird. Denn schließlich haben Wissenschaftler und deren Studien ja „bestätigt“, dass der Klimawandel ausschließlich von uns bösen Menschen verursacht wird und zwar hauptsächlich vom CO2-Ausstoß – Kohlendioxyd, Treibhauseffekt. Ich muss aber wohl zugeben, dass ich zu gutgläubig bis naiv war. Wenn ich über Umzugspläne innerhalb Europas nachdachte, machte ich mir schon Gedanken darüber, dass ich lieber doch nicht im bald völlig versteppten Südfrankreich leben wollte, wenn es selbst in der Bretagne bald nordafrikanische Zustände geben sollte. Dann nahm man das alles irgendwie zurück und nun heißt es, dass Klimaerwärmung doch etwas anderes bedeute und zwar vor allem mehr Tornados und mehr Regen undsoweiter. Seit einigen Jahren habe ich beruflich vermehrt mit Studien zu tun (wenn auch zu anderen Bereichen), die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Das beginnt bei den Auftraggebern aus der Wirtschaft und hört damit aus, dass das Studienergebnis genauso ausfällt, wie es gewollt war. Dabei wird immer plumper vorgegangen, was mich wunderte, allerdings nur anfangs. Nein, mich überzeugt so leicht nichts mehr. Ein Klimaforscher, der sehr vehement den baldigen von Menschen gemachten Untergang beschwor, musste zugeben, dass es wenigstens zwischendurch dann doch mal eine Klimaabkühlung über zehn Jahre geben würde.

Um nicht in die falsche Ecke geschoben zu werden wie so viele Menschen, die sich das kritische Denken erlauben: Natürlich bin ich für den Schutz der Umwelt und der Lebensgrundlage aller Menschen (beides wird leider durch andere wirklich menschengemachte Taten aufgrund von Gleichgültigkeit, Machtinteressen und Gier zunichte gemacht) und mit tumben Egoisten wie Donald Trump, dem die Menschen und die Erde vollkommen egal sind, habe ich nun wirklich nichts gemein; dieser Mann sollte besser die Klappe halten. Auch in die Reihe der Vertuscher, die ebenfalls nur eigenen Interessen folgen, stelle ich mich nicht. Aber ich erlaube mir Zweifel darüber, ob diejenigen unter den Klimaforschern, die gegenwärtig Macht und Einfluss haben, wirklich die sind, die es wissen (sofern wir überhaupt „wissen“ können). Denn warum lässt man die Wissenschaftler, die die (Hypo)these einer hauptsächlich menschengemachten Erderwärmung und „Klimakatastrophe“ nicht teilen, nicht zu Wort kommen oder macht sogar eine Website von Klimaskeptikern kaputt, indem man sie umleitet? (inzwischen ist die Website hier zu finden: http://www.klimaskeptiker.info/). Klimawandel hat es schon immer gegeben, auch als „wir“ noch nicht da waren.

Bewiesen scheint mir weder die eine noch die andere These zu sein. Doch was mich an der Klimadiskussion (vorher auch am Waldsterben und sauren Regen sowie der angekündigten und wieder zurückgenommenen neuen Eiszeit – darüber spricht ja niemand mehr) schon immer stutzig gemacht hat: Wer profitiert von den angeblich durch Menschen verursachten Horrorentwicklungen? Oder eher noch: Wer leidet darunter? Letztlich geht es den Menschen, die nicht reich sind, dadurch schlechter. Bestes Beispiel: die Dieselaffäre und deren Auswirkungen. Wer kein Geld hat, sich für seinen alten Diesel ein neues Auto zu kaufen, ist der Gelackmeierte. Der muss sehen, wie er zur Arbeit kommt. Dann die in Deutschland extremen Umweltschutzauflagen in der Bauwirtschaft: Sie tragen mit dazu bei, dass für viele Menschen die Mieten in den Städten nicht mehr tragbar sind und es sich Familien ohne großes Portemonnaie nicht mehr leisten können, sich ein Haus zu bauen. Tausende von Bergbauarbeitern wurden arbeitslos. Strom/Energiepreise steigen. Und der Regenwald wird weiterhin abgeholzt.

A propos Umweltschutz: Wahrend der Einzelne geschröpft und in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt wird, dürfen andere im Großen die Luft und die Meere verpesten – ich denke nur an die Kreuzfahrtschiffe, die in den schönsten und ehemals abgelegensten Orten der Welt täglich Tausende von Menschen ausspucken, die durch Gassen und Natur der Einheimischen trampeln und Dreck und Lärm hinterlassen, aber kein Geld – sie bringen dort niemandem Wohlstand. In Kroatien fliehen bereits Einwohner aus ihren ehemals lebenswerten Städtchen.

Und das ernste brave Zopfmädchen Greta, das nun nicht nur die Goldene Kamera (kommerzieller und systemkonformer geht’s wohl kaum) erhalten hat, sondern sogar für den Friedensnobelpreis nominiert wurde – honi soit qui mal y pense – sagt ja, dass es aufgrund seines Asperger-Syndroms nur Schwarz oder Weiß sehen kann. Genau das ist aber das, war wir nicht brauchen können, wenngleich diese Denkungsart gerade in Deutschland ja sehr beliebt ist. Ich bin eher dafür, differenziert zu denken, auch die Graustufen zu sehen und sich das Hinterfragen zu erlauben. Und die vielen Schüler sollten sich mal nicht nur über Twitter und Facebook oberflächlich über wichtige Fragen der Menschheit informieren und daraufhin irgendwelchen Trendfiguren nachrennen und alles glauben, was ihnen vorgesetzt wird, sondern auch Hintergrundinformationen lesen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Aber das ist im Zeitalter der schnellen oberflächlichen Meinungsbildung wohl nicht mehr in.

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48 Antworten zu Greta Thunberg und die Massenhysterie

  1. Publicviewer schreibt:

    D’rien 😉
    Wenn du einen gescheiten Link zu Klimawandel hast, darfst du ihn mir gerne schicken.

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    • rotewelt schreibt:

      Mach ich gern. Nur leider es ist verdammt schwierig, aus all den vielen Informationen was rauszufiltern bzw. überhaupt alle seriösen Quellen zu finden – vor allem, wenn man nicht vom Fach ist.

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  2. rotewelt schreibt:

    Danke dir, ich hatte den Artikel schon vor längerer Zeit geschrieben, mich aber noch vor der Veröffentlichung gescheut. Spätestens die Nominierung für den Friedensnobelpreis hat mich dann aber so aufgeregt, dass ich es doch gewagt habe.

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  3. kunstschaffende schreibt:

    Gut, daß Du es gewagt hast, wäre ja noch schöner, seine Gedanken und Meinungen nicht mehr öffentlich äußern zu dürfen! Ich gehe da sogar noch weiter, wenn die engagierten Jugendlichen auf ihre Smartphones verzichten würden und Samstags demonstrieren würden, wären sie ein Stück weit glaubwürdiger! 🤔🙋‍♀️

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  4. rotewelt schreibt:

    Vielleicht noch mit Gelbwesten (ob mit oder ohne Smartphone), doch für soziale Gerechtigkeit geht hier ja leider niemand auf die Straße.

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  5. sunflower22a schreibt:

    „Und die vielen Schüler sollten sich mal nicht nur über Twitter und Facebook oberflächlich über wichtige Fragen der Menschheit informieren und daraufhin irgendwelchen Trendfiguren nachrennen und alles glauben, was ihnen vorgesetzt wird, sondern auch Hintergrundinformationen lesen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.“ Woher weisst du dass sie das nicht tun?

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    • rotewelt schreibt:

      Ich habe ja nicht gesagt, dass es keiner tut. Aber mir war es fast peinlich zu hören, was manche Sprecher der Bewegung von sich geben, es wirkte wie nachgeplappert und Argumente gab es auch nicht, nur leere Phrasen. Da hätte ich mir mehr erhofft.

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      • sunflower22a schreibt:

        Ich bin sogar vor zwei Wochen bei der Berliner Demo mitgegangen für eine halbe Stunde, und habe mit vielen gesprochen. Wenn du das machst, du bekommst einen ganz anderen Eindruck als mit den TV-Bruchstücken, die sich jeder Journalist so zusammensuchen kann wie es ihm passt. Ich habe viele getroffen, die sehr genau wussten warum sie das machen. Chapeau, muss ich sagen.

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    • aquasdemarco schreibt:

      Die meisten Schüler benutzen weder Facebook noch Twitter, dass sind Leute ab 30-65.
      Sie kommunizieren über messenger, nutzen ab und an Instagram, ein Teil der Jungs kommuniziert über Sony Ps4 in Spielen miteinander, ein paar nutzen Snapchat, immer mehr Telegram.
      Facebook ist in der Altersliga ein mehr als toter Fisch.

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  6. aquasdemarco schreibt:

    Als Umweltsünder bin ich oft über die Alpen geflogen, die Gletscher sind mehr oder minder futsch, die französische Atlantikküste macht sich jährlich, teilweise meterweise vom Acker, äh Strand, der beliebte Ort Lacanau erwegt einen Umzug ins Landesinnere.
    Ich könnte noch einige Beispiele aufzählen, auch aus meiner Heimatstadt.
    Sich für diesen Planeten einzusetzen ist dringend geboten, dass es dabei nicht immer wissenschaftlich zugeht mag manchmal nerven, aber wat mut dat mut.

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    • rotewelt schreibt:

      Sich für den Planeten einzusetzen müsste aber auch gehen, ohne Katastrophenstimmung zu verbreiten, finde ich.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Also ich persönlich nehme weder der Protest noch den Diskurs zum Klima als Katastrophenstimmung wahr.
        Aber jeder Mensch nimmt aus seiner Situation Dinge unterschiedlich wahr. So passt hier der Witz: Der Pessimist sagt, oh es wird schlimm ausgehen, der Optimist erwidert, nein es wird bestimmt noch schlimmer.
        Für den einen ist das berühmte Glas halbvoll, für den Anderen halbleer.

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  7. aquasdemarco schreibt:

    Die anti Atomdemos der jungen Leute in den Siebziger Achtziger Jahren erinnern mich etwas an die jetzige Geschichte, auch damals gab es unzählige Argumentationssträcken , auch bei mir Zuhause, war ich plötzlich so ein Linker.
    Nach Tchernobyl nicht mehr.

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  8. Ulli schreibt:

    Ich finde es einerseits gut, wenn sich die Jugend für ihre Zukunft engagiert, aber ich stimme darin mit dir überein, dass es immer wieder auch um die Informationen geht und es nicht nur um Nachahmung gehen kann.
    Ja, Klimawechsel hat es schon immer gegeben, ich erinnere mich an einen Ausspruch von einem schwedischem Samen, mit Blick auf den Kebnekajse: Die Wissenschaftler meinen, dass der ewige Schnee dort oben schmelzen wird, aber wir Samen glauben das nicht …
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich glauben soll, dazu gibt es viel zu viele unterschiedliche Meinungen, aber ich denke, dass es insgesamt Zeit wird umzudenken, ob es nun um Pestizide oder Glyphosat geht oder eben auch um die Dreckschleudern Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe und/oder Autos.
    Liebe Grüße
    Ulli

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  9. Eric schreibt:

    Die Zahlen der Klima-Webseite, die du verlinkt hast, sind größtenteils über 10 Jahre alt.
    Erwiesen ist, dass die Welttemperatur um 1,0 Grad in den letzten ca. 140 Jahren zugenommen hat.
    In Europa sogar um 1,5%. Das korreliert stark mit der Zunahme von CO² und der menschlichen Industrialisierung.
    Dass kalte Winter entstehen, ist kein Gegenargument. Das eine ist Wetter, das andere ist Klima.
    Der diesjährige sehr kalte Winter in den USA ist auf ein sogenanntes „Major Warming“ zurückzuführen, das offenbar häufiger vorkommt in den letzten 30 Jahren. D.h., dass sich die Wintertemperaturen am Nordpol plötzlich um ca. 60 Grad C (!) erhöhen und damit die ansonsten stabile Zirkulation um die Pole geschwächt/verändert wird. Weil der Pol die Kaltluft nicht mehr „halten“ kann, fließt die ab – dieses Jahr in die USA.

    Auch starke Schneefälle wir dieses Jahr wieder in den Alpen sind ein Hinweis darauf, dass die Luft milder wird und dadurch mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann (kein Schneefall mehr in den Niederungen).
    Diese Wetterlagen häufen sich in den letzten 20 Jahren.

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  10. rotewelt schreibt:

    Die Frage ist aber, ob wirklich hauptsächlich das CO2 und der Mensch dafür verantwortlich gemacht werden kann, darüber sind sich die Wissenschaftler nicht einig. Wir hören aber immer nur die eine Sichtweise, die anderen werden nicht publik gemacht, es gibt keine seriöse Diskussion auch verschiedener Positionen und das finde ich schade.

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    • Lakritze schreibt:

      So ist das wohl mit diesem Klima: es gibt keine kontrollierten Bedingungen, unter denen man irgendwas beweisen oder widerlegen könnte; das Experiment läuft, spätestens seit Beginn der Industrialisierung. Mich wundert allerdings, daß man daraus den Schluß ziehen kann, na, dann ist doch alles tofte. Klar, ist bequemer; aber: während wir Befindlichkeiten sortieren und mit dem Finger zeigen, vergeht Zeit, in der schon wieder nichts passiert.
      (Und was die jungen Leute betrifft, die ggf. die Folgen unseres Nichthandelns tragen müssen, so ist mir ehrlichgesagt egal, an welchem Tag sie es tun und wessen Name draufsteht: mögen sie weiter protestieren. Wählen dürfen sie ja noch nicht.)

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      • rotewelt schreibt:

        Genau, wissenschaftliche Beweise werden wohl auch kaum zu erbringen sein. Mich stört nur, dass Wissenschaftler, die nicht mit dem Mainstream des rein menschengemachten Klimawandels mitschwimmen, meist diffamiert und mundtot gemacht werden. Wie es ja heute bei fast allen Themen ist, nur die Mehrheitsmeinung gilt und die meisten laufen ihr blindgläubig nach. Es gibt keinen sachlichen Austausch, keine konstruktiven Kontroversen mehr, leider. Aber wer behauptet denn, alles sei tofte – außer Deppen wie Trump etc.? Und was die Schüler betrifft, so ist es mir auch egal, ob sie die Schule schwänzen oder nicht. Die Kritiker, die das als einziges Argument vorbringen, sind in meinen Augen Spießer.

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        • Lakritze schreibt:

          Trump und seine EPA sind eines der größeren Klimaprobleme, ja. Alles tofte finden aber auch Scheuer, Klöckner & Co., bei denen ich mich frage, wieso sie in die Politik gegangen sind, wenn sie bei ihren Entscheidungen nicht an künftige Generationen denken.
          Aber zum sachlichen Austausch: Es hat ja handfeste Gründe, wieso der Wissenschafts-Mainstream einig ist, daß der Mensch den Klimawandel verursacht. Mich erinnert das an die Impfdebatte, bei der die Impfgegner sich gern als diffamiert und den Rest der Welt als ferngesteuert o.ä. hinstellen. Wenn sie nicht zu Talkshows eingeladen werden und die Bühne erhalten, ihre Sicht darzulegen, dann liegt das nicht zuletzt daran, daß es immer wieder jemanden gibt, der den Unsinn glaubt, wie oft er auch widerlegt sein mag.

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          • rotewelt schreibt:

            Ja klar, einige Industrieunternehmen und deren pollitische Vertreter, um es mal so zu sagen, würden sich am liebsten aus Klimadiskussionen raushalten, aus finanziellen Interessen und Machtbedürfnis. Beim zweiten Punkt frage ich dich, welches denn die handfesten Gründe sind, wo es doch keine wissenschaftlichen Beweise gibt. Was die Impfdebatte betrifft, da halte ich mich raus, auch weil ich mich damit kaum beschäftigt habe, ich finde nur, dass sie – von beiden Seiten – immer absurder und fanatischer geführt wird.

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          • Lakritze schreibt:

            Z.B. was Eric schreibt. Und, viel schöner als ich das könnte: eine Zusammenfassung (2013). Ein anders handfester Grund: die Auseinandersetzung unter Wissenschaftlern findet per Veröffentlichung statt. Veröffentlicht wird, was einem Peer-Review standhält. Nicht zuletzt: einige Industrieunternehmen haben ziemlich genau errechnet, was sie eine adäquate Reaktion auf die Warnungen aus der Wissenschaft kosten würde; da ist es günstiger, die Wissenschaft zu diskreditieren und ein paar Entscheidungsträger zu kaufen Lobbyarbeit zu betreiben. Und schließlich noch: es ist so bequem, Verantwortung von sich weisen zu dürfen, nichts ändern zu müssen, weil bringt ja doch nichts, und erst mal abzuwarten. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein.

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          • rotewelt schreibt:

            Leider gibt es „Lobbyarbeit“ bzw. Klüngel auch unterhalb der Wissenschaftler (s. den Link, den ich eingefügt habe). Ich wehre mich doch nur dagegen, dass es heute nicht erlaubt ist, Fragen zu stellen und Zweifel an der Mehrheitsmeinung zu äußern. Alles, was die besagt, gilt als richtig und korrekt. Und das gilt inzwischen für alle Bereiche, vor allem Politik und Medien, ich denke da nur an die Political Correctness, die geradezu absurde Formen angenommen hat.

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        • Solminore schreibt:

          Die Beweise sind bereits erbracht. Besser wird’s in der Naturwissenschaft nicht. (Gibt auch Leute, die die Evolutionstheorie „nur“ für eine Theorie halten) Daß sich die Erde derzeit erwärmt und daß das eine Folge des erhöhten CO2-Gehalts der Atmosphäre ist (der wiederum eine Folge der Verbrennung fossiler Brennstoffe ist), ist eine der am besten belegten Zusammenhänge, die die Naturwissenschaft zu bieten hat.

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  11. Ich weiß nicht, warum Greta Thunberg so polarisiert. | Ich habe an „Fridays for future“-Demonstrationen teilgenommen und habe dort nichts von einer Hysterie gespürt. Es gab eine stille Entschlossenheit. Das, was uns durch die Medien vermittelt wird, finde ich im realen Leben nicht. | Auch, welche Klima-Studie zu welchem Ergebnis kommt, interessiert mich nicht. Mich interessiert, was ich selbst zum ressourcenschonenden Umgang mit der Erde beitragen kann. Und zwar nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. | Ich empfehle die Lektüre der beiden Bücher: „Nach uns die Zukunft.“ (1979) von Hans A. Pestalozzi und „Selbst denken.“ (2013) von Harald Welzer. Mehr braucht es nicht, um jeden Freitag an einem Generalstreik teilzunehmen. | Ja, das Klima wandelt sich, auch ohne unser Zutun. Unabhängig von der aktuellen Aufregung sollten wir alles tun, die „Schöpfung“ zu bewahren und alles vermeiden/reduzieren, was die „Schöpfung“ beschädigt; dabei sind die Argumente der Klimabesorgten hilfreich. | Liebe Grüße, Bernd

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    • rotewelt schreibt:

      Ja, siehst du, Bernd, mir ist nicht egal, was uns die Klimastudien sagen. Und ich habe hier bei einigen Kommentaren den Eindruck, gar nicht verstanden worden zu sein. Manche Antworten klingen so, als sei ich nicht für den ressourcenschonenden Umgang mit der Erde, doch das Gegenteil ist der Fall. Was mich stört an der Diskussion, die zum Hype ausartet, habe ich aber ja geschrieben. Das Buch „Nach uns die Zukunft“ habe ich damals natürlich gelesen. 🙂 Liebe Grüße, Ute

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      • » […] doch das Gegenteil ist der Fall. […] « Alles andere hätte mich auch gewundert. 🙂 Wir leben im Kapitalismus. Wenn es dem Kapitalismus selbst gelänge, die Zerstörung der Erde systemimmanent zu verlangsamen/aufzuhalten/zu stoppen, wäre es mir recht. Wenn es gelänge, den Kapitalismus zu überwinden und dabei die Erde zu retten, wäre ich glücklich. Und dass auf die Agonie Hysterie folgt, kann ich gut verstehen. Es ist ein Weckruf. Als Nächstes muss der Hysterie ein Tun folgen und hoffentlich nicht ein Unterlassen mit Unterdrückung. Liebe Grüße, Bernd

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        • rotewelt schreibt:

          Schön wär’s. Aber der Kapitalismus hat kein Interesse daran, die Zerstörung der Erde und die Ausbeutung der Menschen zu beenden, das liegt in der Natur der Sache, es geht nur um Gier, Geld und Macht. Und ich glaube auch nicht, dass er überwunden wird, Weckruf hin und her. In diesem Punkt bin ich pessimistisch oder vielleicht realistisch. Als ich gehört habe, was sich die deutsche Autoindustrie gerade jetzt wieder geleistet hat, konnte ich nur den Kopf schütteln. Und man weiß ja, dass die Bundesbürger auch weiterhin deren Autos kaufen werden, trotz der umweltzerstörenden und die Kunden betrügenden Machenschaften. Und der gegenwärtige Protest wird ja sogar vermarktet, damit beruhigt man die Gemüter, auch eine Strategie. Tja, du siehst, ich habe wenig Hoffnung. Liebe Grüße, Ute

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          • Genau. Und wenn die Rettung der Welt die Gier befriedigt, Geld einbringt und Macht verspricht, wird das Kapital handeln. Mein Modell: pflanzliche Ernährung – jeden Monat wächst die Regalfläche meines Supermarktes um einen weiteren Meter mit pflanzlichen/tierleidfreien Produkten. | Die Gleichgesinnten stehen am einen Ufer und schauen auf die, die anders sind am anderen Ufer. Sie sehen eine unüberschaubare Menschenmasse. Sie schauen nach rechts und nach links und sehen nur ein paar Gleichgesinnte. Würden sie sich einmal umdrehen, sähen sie die unüberschaubare Menge Gleichgesinnter, die beständig mehr werden. Nein, wir dürfen nicht nur auf das schauen, was schlechter wird oder sich nicht ändert, wir müssen vor allem auf das schauen, was Schritt für Schritt besser wird. Hoffnungsvolle liebe Grüße, Bernd

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        • rotewelt schreibt:

          Und dass es hierzlande kein Tempolimit gibt, weil die Autolobby das nicht will, ist eine Schande. Ich wäre für 130, schneller kann man auf den verstopften schlechten Autobahnen sowieso nicht waren, und es wäre ein Fortschritt, würde außerdem die Zahl der Unfälle verringern und für ein wesentlich angenehmeres stressfreies Fahrgefühl sorgen wie etwa in Frankreich.

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  12. kormoranflug schreibt:

    Hallo rote Welt ich gehe mit Dir.

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  13. Publicviewer schreibt:

    So viel Naivität habe ich selten gelesen.
    Als ob ein verblödetes Tempolimit irgendetwas bringen würde oder wenn man auf einmal kein Lammbraten mehr essen dürfte.
    Solange die Reichen und Superreichen und deren Funktionselite nicht aus ihren Villen vertrieben sind kann und wird sich nichts ändern!

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  14. rotewelt schreibt:

    Folgenden Beitrag habe ich vor ein paar Tagen gefunden, finde ihn interessant:
    https://www.rubikon.news/artikel/die-klima-religion

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