Nur so’n paar Beispiele

Die Welt ist ver-rückt und man kann nur hilflos zuschauen.

Die Werbung zeigt, dass Frauen entweder untenherum nässen oder obenrum auch nicht ganz dicht sind (wenn sie Cappuccino, eine Latte oder alles andere mit Milch trinken, geht das nicht ohne Milchbart – wie Kleinkinder oder: honi soit qui mal y pense).

Wie gewohnt ist Putin in den Nachrichten der Böse und die USA werden, trotz Trump, als weniger aggressiv dargestellt.

Mütter und Väter schauen nicht mehr ihr Kind im Kinderwagen an, sondern starren auf ihre Smartphones. Paare in Restaurants und überhaupt sehen sich schon längst nicht mehr.

Jeder, der die offizielle Meinungsberichterstattung infrage stellt, ist ein „Verschwörungstheoretiker“.

Wenn es um die Gilets jaunes geht, ist öfter die Rede davon, dass sie sich mittlerweile vermummen als davon, wie viele schon von der Polizei oder den CRS krankenhausreif geprügelt wurden.

Vor allem in Deutschland wird nur noch über das Klima diskutiert oder über künstlich aufgebrachte Genderfragen und kaum noch einer regt sich über soziale Ungerechtigkeit auf (so weit hat es die Greta-Diskussion schon gebracht, dass das Klima Thema Nummer eins ist, und ja, sie hätte lieber einen der nicht ausgebuchten Flieger zurück nehmen sollen).

Elektromobilität wird forciert, dabei werden die Umweltschäden dieser Technologie ignoriert. Gleichzeitig entlassen die Automobilfirmen Mitarbeiter, weil… Aber das kann man auch auf die wie von oben verordnete Digitalisierung übertragen. Hauptsache Gewinn.

Regenwälder werden weiter abgeholzt, brutale Tierversuche hören nicht auf, die Landschaft wird flächendeckend von Windkrafträdern verhunzt, was nicht nur ein ästhetisches Problem darstellt.

Der IQ der Menschen hat seit Mitte der 70er abgenommen und ich finde, man merkt es schon.

Veganer essen freiwillig Zusatzstoffe, die ich nicht zu mir nehmen möchte. Und dann wollen sie auch noch, dass sich ihr Ersatzprodukt „Fleisch“ oder „Wurst“ nennt.

Die SPD ist die frühere CDU, die Grünen auch, die Linke macht den Mund auch nicht weit genug auf und so versinkt alles in einem einheitlichen Sumpf, der nur noch die unsägliche AfD als Gegner hat.

Adoption für alle, künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft werden propagiert und dabei wird vollkommen die pränatale Kindesentwicklung ignoriert und auch das natürliche Bedürfnis jedes Menschen, etwas über seine Herkunft zu erfahren à la „Woher komme ich, wer sind meine Eltern, Vater und Mutter?“. Von der schon wichtigen Beziehung des Embryos zur Mutter ist gar nicht mehr die Rede. Hier wird das Psychologische vollkommen von egoistischen Interessen abgetrennt – wo ist die Revolte der Fachleute?

Die sogenannten sozialen Medien haben ihren Zweck erfüllt, sie dienen weitgehend Herrschaftsinteressen. Haben die pseudowissenschaftlichen Gender-Studies dafür nicht schon einen neuen Begriff oder passt ihnen „Herr“schaft in den Kram?

In Deutschland spielt die soziale Herkunft immer noch eine große Rolle dafür, ob ein Aufstieg möglich ist oder nicht. Peinliche Sache, so im OECD-Vergleich: Aufstieg ist hierzulande nicht gewollt. Ausgaben für Rüstung (da kommen AKK und Waffen-Uschi wieder ins Spiel und wer sage da noch pauschal, Frauen seien menschlicher) sind wichtiger als für Bildung. Man sieht es ja auch an der verfehlten Bildungspolitik, heute darf jeder als Lehrer einspringen.

Die Armen bleiben arm und haben keine Aufstiegschancen, die Reichen beerben ihre Kinder, egal, wie intelligent sie sind.

Ich bin froh, dass ich keine 20, 30 oder 40 mehr bin. Gute Nacht

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46 Antworten zu Nur so’n paar Beispiele

  1. aquasdemarco schreibt:

    Klingt wie ein November Blues Song

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  2. Publicviewer schreibt:

    Ich wäre gern nochmal 20, weil ich das Enden gerne miterleben möchte.
    Allein um dann noch zusagen „Told you so“ :-)))

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  3. Publicviewer schreibt:

    Nein, aber Zyniker…Hahahaaaa 😉

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  4. Ulli schreibt:

    Eigentlich gefällt mir das alles nicht, aber weil du den ganzen Mist so schonungslos benennst gebe ich eben doch ein Sternchen.
    Der Traum ist aus … ??? Ich weigere mich!
    herzlichst, Ulli

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  5. rotewelt schreibt:

    Ich sehe momentan keine sozialkritische Bewegung, wenn sie aber dann doch käme, umso besser. Lieben Gruß, Ute

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    • Publicviewer schreibt:

      Die Revolution kommt wiedermal von rechts…

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      • rotewelt schreibt:

        Ob das eine Revolution wird, weiß man nicht. Es ist nur erschütternd, dass die größte Kritik ausgerechnet von dort kommt, eine Schande, wenn auch zum Teil kein Wunder, denn im Osten wurden viele abgehängt. Alle anderen aber schweigen und machen sich damit schuldig, selbst die Linke.

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  6. aquasdemarco schreibt:

    Ich denke die gesellschaftliche Veränderung ist gerade im Gang.
    Aber wir sind gewohnt in schwarz, weiß zu denke., in recht, links Schemata.
    Das hat Jahrzehnte gut funktioniert, wir haben ein Bild von Veränderung im Kopf, nennen es Revolution.
    Aber diese Bilder haben scheinbar ausgedient, die Veränderung ist ein Prozess der Digitalisierung.
    Die Geschwindigkeit ist dabei enorm.
    Sie schürt Ängste und ist mit der Veränderung des Klimas eine der Sachen, die gemeistert werden dürfen.
    Geschichtlich würde ich behaupten, jede Zeit hatte ihre herausfordernden Qualitäten, hatten tiefgreifende Problemstellungen.
    Eine Qualität dieser Zeit, wir reden gerade drüber, wir können drüber reden.
    Ich denke, die Kunst bestand in allen Zeiten darin, sich alle Aspekte anzuschauen, links, rechts, reich, arm, oben, unten…
    und das Ganze wertfrei.
    Ich stelle immer wieder fest, es ist halt nicht mit einem schwarz, weiß Denken getan.
    Verschwörungstheoretisch würde ich gar behaupten, es ist teils gewünscht das wir so denken.
    Ein bissel wie beim Fussball, Niemand ist Fan der Schiedsrichter oder hinterfragt die Regeln des Spiels.
    Aus meiner Zeit in der Werbebranche weiß ich, Angst kurbelt unseren Konsum an.
    Ich erinnere mich noch gut an den Schweinehrippesommer😂.
    Für das Thema Klima, würde es bedeuten, habt keine Angst, dann konsumiert ihr weniger und das ist gut für die Welt, allerdings nicht zwingend für den Menschen.
    Und angenommen wir lebten auf eine Almhütte ohne Medien, Internet, Infos aus dieser Welt.
    Wie sehe unsere Sichtweise dann aus?
    Vielleicht würden wir uns über den vielen oder zu wenigen Regen wundern, über Temperaturen.
    Wir würden beobachten wie Pflanzen sich verändern.
    Es ist als ob du aussen vor dem Stadion durch den Park schlenderst, drinnen gerade eine Welle der Emotionen im Park hämmert der Specht gerade seinen Schnabel in den Baum und nen Eichhörnchen gründet eine Familie.

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  7. gkazakou schreibt:

    All diese Entwicklungen in einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu bringen, ist nicht leicht, außer man greift zu den herkömmlichen Übervereinfachungen (Kapitalismus, Gier, der Mensch ist und bleibt ein Tier, Ablenkungsmanöver der Mächtigen, Dummheit, die komplexe Welt, es gibt davon wohl noch viele weitere). Oder man verweist resigniert auf sich selbst: bin ich denn besser? kenne ich mich aus? habe ich Lösungen? Und geht schlafen. Und wartet ab, wohin sich das alles entwickeln wird. Oder man wird fromm.
    ich gehe jetzt mit dem Hund spazieren. .Vermutlich ist das das Beste momentan. Immer schön eins nach dem anderen, sonst wird man verrückt. Oder es erwischt einen der nächste Wolkenbruch. Liebe Grüße – und komm doch mal zu einem Plausch vorbei!

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    • rotewelt schreibt:

      Ja, man ist überfordert, was die Zuschreibungen für all diese Entwicklungen angeht. Selbst fühle ich mich dafür nicht verantwortlich und fromm werde ich auch nie werden, selbst einen Hund habe ich nicht, lach. Tja, manchmal rette ich mich, indem ich die offiziell verordneten Nachrichten nicht mehr anschaue. Aber das ist nur eine Flucht. Denn man sollte schon wissen, womit das Volk täglich überflutet wird und man sollte auch wissen, was das mit den Leuten macht. Aber es tut weh. Liebe Grüße zurück – ein Plausch wäre sicher interessant, aber Griechenland liegt nun mal nicht um die Ecke! 😉

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  8. cablee schreibt:

    Dein letzter Satz kam mir auch schon manchmal in den Sinn…

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    • rotewelt schreibt:

      Ja, das wäre vielleicht schön. Ich finde, es tut schon gut, sich nicht alleine zu fühlen, denn wie ich in einem anderen Beitrag schon mal schrieb, stehe ich mit meinen Ansichten im Freundeskreis mittlerweile so gut wie allein da und ich ertappe mich sogar dabei, solche Themen zu vermeiden. Was bleibt einem anderes übrig, wenn man auf Schweigen und ungläubiges Staunen stößt? Die meisten Menschen denken noch genauso wie vor zehn, zwanzig Jahren, als hätte sich nichts verändert. Aber ich verstehe auch, dass Aufwachen schmerzlich ist und das ganze Weltbild durcheinanderbringt.

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  9. Meist folgt den ver-rückten Verhaltensweisen ein Krieg.

    Das mit den Zusatzstoffen bei Veganern verstehe ich nicht. In meinen pflanzlichen Lebensmitteln sind keine anderen Zusatzstoffe als in tierischen.
    Im Gegenteil, oftmals sind sie naturbelassener.

    Und an der Bezeichnung Fleischkäse oder Leberkäse, die keinen Käse beinhalten, nimmt doch auch niemand Anstoß.

    Liebe Grüße, Bernd

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    • rotewelt schreibt:

      Da stimme ich dir zu, solchen Entwicklungen folgt oft ein, meines Erachtens gewollter, Krieg.
      Schön, dass du dich als Veganer ohne Zusatzstoffe oder mit nicht mehr als in tierischen ernährst. Ich verzichte so gut wie völlig auf verarbeitete Lebensmittel, ob vom Tier oder nicht, weil ich keine Chemie im Essen haben will.
      Woher die Bezeichnug Fleisch- oder Lebekäse kommt, habe ich mich schon oft gefragt, aber nicht recherchiert. Was mich bei Lebensmitteln für Veganer stört, ist, dass sie immer das Fleisch- oder Wurst-Attribut im Namen enthalten, obwohl Veganer doch grundsätzlich negativ gegenüber dem Verzehr von Fleisch und anderen tierischen Produkten eingestellt sind. Ich finde, das passt einfach nicht zusammen.

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      • Der Fleisch- und Leberkäse hat laut Wikipedia seinen Namen von seiner Form.

        Veganer, ich und die Meisten, die ich kenne, lehnen ja nicht den Geschmack ab, mit dem wir „sozialisiert“ wurden und mit dem wir vielleicht schöne Erinnerungen verbinden, Veganer lehnen die industrielle Tierhaltung, Tierfütterung, Tiertransporte, Tierschlachtung und die globale Weiterverarbeitung ab. Tiere werden nicht mehr als Mit-Geschöpfe betrachtet, sondern als ausschlachtbare Ressourcen; ihnen wird vielfach ein Leid angetan, das unsere Vorstellungskraft übersteigt.

        Und ich finde es genial, wenn ich einen pflanzlichen Aufstrich esse, der aussieht wie meine geliebte Leberwurst, der haptisch ist wie meine Leberwurst und der schmeckt wie meine Leberwurst und mich mit benötigten Nährstoffen versorgt. Pflanzlich, ohne Tierleid, ohne geschmackliche Abstriche. Bei Wurst/Vurst gelingt das schon sehr gut.

        Und es erleichtert Menschen, die über den tierischen Tellerrand hinausdenken und -blicken möchten, die Grenze zu überschreiten.

        Und noch einmal: es gibt viele tierische Produkte, die tarnen oder verniedlichen sich mit Namen pflanzlicher Produkte/nichttierischer Produkte. Da ist es recht und billig, dieses auch pflanzlichen Produkten zuzugestehen.

        Liebe Grüße, Bernd

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  10. karu02 schreibt:

    Als kurz nach dem Krieg geboren bin ich jetzt froh, nicht mehr all zu viel Zeit damit verbringen zu müssen, den Niedergang zu beobachten. Inzwischen weiß ich, dass ich von allem immer nur die Spitze des Eisberges zu sehen bekomme und daher nicht in der Lage bin zu begreifen, was wirklich vor sich geht. Es ist nichts Gutes, das fühle ich, kann es aber nicht mit Wissen belegen. Mich tröstet die Tatsache, dass wir eine Zeit erlebt haben, wie es sie wohl in der Geschichte noch nie gab, weder in Europa noch sonst wo auf der Welt. Dass es so nicht bleiben würde war abzusehen. Noch nie zuvor hatten Menschen so viel Möglichkeiten, sich persönlich und gewaltfrei einzusetzen für das, was sie wollen oder verhindern wollen.

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    • rotewelt schreibt:

      Liebe Karu, ich bin wohl ein kleines bisschen, aber nicht sehr viel jünger als du, und ich kann deine Gedanken und Gefühle nur zu gut verstehen. Ja, wir sehen immer nur die Spitze des Eisbergs und was dahinter steckt, ist selbst für kritische Bürger kaum vorstellbar, man will es so einfach nicht wahrhaben.
      Ja, ich finde auch, wie gehören zu der Generation, die diesen Aufbruch erlebt hat, den es nach dem Krieg gab und ich bin dankbar dafür, auch wenn ich zu jung für die 68er bin, die auch nichts alles richtig gemacht und eingeschätzt haben. Dass es nun seit einiger Zeit wieder abwärts geht, ist traurig und schlimm. Leider kommt von den nachfolgenden Generationen kein grundsätzlicher Protest, sie beißen sich allenfalls an bestimmten Themen fest, die oft nur vom Wesentlichen ablenken.

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  11. eimaeckel schreibt:

    Die Liste könnte von meiner Tochter stammen, und die ist 24 Jahre jung. Und hätte ich mit 24 eine Liste aufgestellt, hätte sie ähnlich geklungen: Atomkraft, Atomkrieg, Nazis, herrschende Parteien als Büttel des Kapitals, Demokratie vor dem Untergang… Das waren die Zeiten als Rio seinen Traum verlor. Aber der Refrain endet ja mit „aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird.“ Et voila: Wir haben gekämpft und wir leben noch.
    Grüße aus Berlin

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  12. rotewelt schreibt:

    Was möchtest du nun damit sagen? Hmmm, bin ich gedanklich zu jung für mein Alter, das wohl biologisch eher deinem ähnelt als dem deiner Tochter, und ist das jetzt eher positiv oder negativ oder wertfrei gemeint? Was für Listen würdest du denn heute aufstellen (was meine betrifft, hätte ich da noch viel hinzuzufügen)? Lach, und Grüße aus Freiburg nach Berlin

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