Augen zu und durch?

Mein Reden bzw. auch meine Meinung:

Jenseits aller Panikmache erscheint es einfach unglaublich ignorant, wie sich die Bundesregierung verhält. Hier in Südbaden verlangen Lehrer, dass alle Schulen geschlossen werden (drei sind wegen Corona-Fällen schon dicht), doch es wird ihnen von oben verwehrt. Warum ist es in Dänemark mit weniger Infizierten möglich – und noch mehr und nicht nur dort?

Hier ertönt immer die gleiche Litanei „Wir müssen Zeit gewinnen.“ Gewinnt man Zeit durch Nichtstun? Und wofür?

Aber reagieren (davon sprach Merkel vorhin wieder) ist ja das Motto dieser Regierung. Von wegen vorausschauend denken und planen.

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25 Antworten zu Augen zu und durch?

  1. aquasdemarco schreibt:

    Das wundert mich auch, Schulen und Kitas sind noch offen, ebenso Unis.

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    • rotewelt schreibt:

      Tja… Auch Frankreich schließt ab Montag alle Schulen. Unsere Regierung kann ich überhaupt nicht mehr verstehen, ich empfinde das alles als fahrlässig. Aber die Wirtschaft muss ja brummen – doch wie soll sie, wenn nach den Hamsterkäufen sowieso keiner mehr was kauft? Ich schüttele nur noch den Kopf. Lieber drastische Maßnahmen und möglicherweise danach sehen, dass es doch nicht so schlimm war als sich lasch verhalten und… Die Wirtschaft wird es überleben, zumal es die ganze Welt betrifft.

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  2. traeumerleswelt schreibt:

    Im Elsass sind seit dem letzten Wochenende Schulen, Sporthallen und Kindergärten geschlossen, der Unterricht erfolgt über Internet und Telefon.

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    • rotewelt schreibt:

      Und ab Montag sind in ganz Frankreich die Schulen geschlossen, tja… In Italien funktioniert der Unterricht ja auch per Internet, also… Nur die Kinderbetreuung dürfte ein Problem sein, aber wenn sich niemand findet, können die Eltern das übernehmen und bekommen ihr Gehalt trotzdem weiter (sofern sie das glaubhaft darstellen), mit dem Thema hatte ich gestern zufällig beruflich zu tun.

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  3. Ulli schreibt:

    Denke ich an Deutschland, denke ich an die Mentalität der Gartenzwerge … sagte ich vor ein paar Wochen und denke ich heute wieder.
    Bin gespannt, aber ich glaube um die Schulschließungen und Kitaschließungen kommen sie nicht drumrum und auch nicht um die Ausgleichzahlungen, andere machen dies ja nun vor. Die Schmach kann sich die Regierung aus meiner Sicht nicht auch noch leisten, hier zu versagen.

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    • rotewelt schreibt:

      Gartenzwerge, lach, ja, schon irgendwie passend manchmal… Irgendwann wird Deutschland in dieser Situation nachziehen müssen, stimmt. Nur ist die Regierung auch mitverantwortlich dafür, dass sich durch ihre Zögerlichkeit mehr Menschen infizieren als es sonst der Fall gewesen wäre. Aber sie appelliert ja immer nur an die „Solidarität“ der Bürger und deren Verantwortung – schön, nur sähe ich auch gern, dass von der Regierung auch mal was kommt. Ich empfinde die Bevölkerung an sich nämlich momentan als durchaus vorsichtig (kann nur von Freiburg sprechen), selbst im Supermarkt und auf dem Gehweg – man hält Abstand. Nur nebenan toben und brüllen weiter die Schüler…

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    • rotewelt schreibt:

      PS: Ich ging heute auf dem Alten Friedhof spazieren und musste kaum jemandem ausweichen. Schön friedlich und ruhig. Solange man noch seine Fluchten hat… Aber du hast ja jetzt einen schönen großen Garten, noch besser!
      Ach ja, Veranstaltungen bis 1000 Menschen findet Freiburg immer noch okay.

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      • Ulli schreibt:

        der lässige Süden – schiefgrins
        Spätestens seitdem bekannt ist, dass das Elsass und Lothringen zu den „Schutzzonen“ gehört (was für ein Wort), hätte BW und besonders Freiburg und Karlsruhe aufwachen müssen. Immerhin ist Mannheim schlauer. Und das zeigt auch wieder diese Gartenzwergmentalität, Deutschland ist eine Zusammenfassung von zig Zwergenstaaten, Herzogtümern etc., untereinander sind sie sich alle noch immer nicht grün (ich sag nur Preußen gegen Sachsen, Sachsen gegen Bayern, Bayern gegen Franken, Badenser gegen Württemberger etc.) und so wird auch gehandelt und entschieden … da sehe ich keinen modernen Geist, von global ganz zu schweigen!

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      • Ulli schreibt:

        P.S. Schön, dass es diese Fluchten gibt. Mein Garten ist so mini, da gehe ich dann doch lieber durch die Wiesen und Wälder, da begegnet man auch kaum jemanden.

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  4. rotewelt schreibt:

    Ach ja, und unser Star-Viruloge Drosten, der es nicht schlimm findet, dass hierzulande 20 bis 25 Prozent der Infizierten ab 65 am Virus abkratzen und der übrgens den ersten Test entwickelt hat
    https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/erster_test_fuer_das_neuartige_coronavirus_in_china_entwickelt/ ,
    findet es nicht gut, dass in Deutschland Schulen und Kindergärten schließen könnten, weil dann ja lauter Krankenhauspersonal fehlt… Ach… Sind denn soviele Eltern in diesem Bereich tätig? Oder liegt es etwa daran, dass wir einen Mangel an Pflegekräften in Kliniken haben, auch ohne Seuche? Und/oder arbeitet der am häufigsten präsente und zitierte Virologe etwa mit der Regierung zusammen?

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  5. eimaeckel schreibt:

    Hallo, bevor die Verschwörungstheorien und die Verzweiflung überhand nehmen: Meines Wissens ist für den Betrieb von Schulen, Universitäten und Kitas die Länder bzw. die Gemeinden zuständig. Alles Kopfschütteln geht also an Frau Merkel vorbei. Für dich ist der Ansprechpartner (ich wollte schon Ansteckpartner schreiben) Herr Kretzschmer. Meine Jungs gehen weiter in die Schule und das finde ich auch gut so. Hauptrisikogruppe sind alte Männer. Gottseidank liege ich noch zwei Jahre vor der Altersgrenze, ab der ich zum Problemfall werde.

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    • rotewelt schreibt:

      Hallo, wer verbreitet hier Verschwörungstheorien? Das für Schulen etc. die Länder zuständig sind, ist mir bekannt. Aber da man bei anderen großen Fragen ja schon mal in der Lage ist, übergreifend etwas zu tun, könnte man es ja auch hier mal versuchen. Ansonsten: jedem seine Meinung.

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  6. Max schreibt:

    Naja, zunächst kann einmal die Bundesregierung nicht beschließen, Schulen dichtzumachen. Das allseits beliebte Spahn-Bashing wirkt etwas seltsam, wenn man sich mal anschaut, was der Bund denn überhaupt darf und was nicht. Die meisten Maßnahmen sind Ländersache.
    Weiter geht es darum, einen steilen Peak in der Krankheitswelle zu vermeiden. Schwere Verläufe erfordern künstliche Beatmung, bis der Patient über den Berg ist. Für den Fall eines Peaks gibt es in der BRD nicht genügend Intensivbetten, es würden deutlich mehr Patienten sterben. Der Fläche Verlass uf dauert länger, aber es werden weniger Menschen sterben.

    Eine Durchsuchung wird wohl kaum ein Land verhindern können – wohl aber den Zusammenbruch der Gesundheitsvorsorgung.

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    • Max schreibt:

      So, jetzt nochmal ohne Autokorrektur… 🙄

      Naja, zunächst kann einmal die Bundesregierung nicht beschließen, Schulen dichtzumachen. Das allseits beliebte Spahn-Bashing wirkt etwas seltsam, wenn man sich mal anschaut, was der Bund denn überhaupt darf und was nicht. Die meisten Maßnahmen sind nun mal Ländersache.

      Weiter geht es darum, einen steilen Peak in der Krankheitswelle zu vermeiden. Schwere Verläufe erfordern künstliche Beatmung, bis der Patient über den Berg ist. Für den Fall eines Peaks gibt es in der BRD nicht genügend Intensivbetten, es würden deutlich mehr Patienten sterben. Der flache Verlauf dauert zwar länger an, aber es werden weniger Menschen sterben.

      Eine Durchseuchung wird wohl kaum ein Land verhindern können – wohl aber den Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung.

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      • rotewelt schreibt:

        Genau, und das mit der Ländersache halte ich für ein Problem, nicht nur bei Corona. Die Argumentation, einem steilen Peak in der Krankheitswelle zu vermeiden, verstehe und teile ich (man muss dazu aber sagen, dass unsere Krankenhäuser ohnehin schon überlastet bzw. unzureichend ausgestattet sind und im Unterschied zu anderen Ländern, etwa Holland, ja nicht mal die MRSA in den Griff kriegen). Ich sehe nur nicht, dass und wie das derzeit geschieht und auch wenn man eine Durchseuchung wohl schwerlich verhindern kann, sollte man doch alles tun, was möglich ist, um sie gering zu halten und das sehe ich in Deutschland auch nicht.

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  7. rotewelt schreibt:

    Heute hat RKI-Präsident Wieler folgendes gesagt: „Wir haben noch keinen Impfstoff. Er wird irgendwann im nächsten Jahr verfügbar sein. Deshalb müssen wir gegen das Virus mit klassischen Mitteln vorgehen.“ Es werde ein bis zwei Jahre dauern, bis die prognostizierte Infektionsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung erreicht sei, schätzt Wieler. Etwa 50 Millionen Deutsche würden sich demnach anstecken. Vier von fünf Infizierten in Deutschland wiesen eine leichte Symptomatik auf, in einem Fall verlaufe die Erkrankung statistisch schwer und könnte tödlich enden. „Etwa fünf Prozent der registrierten Erkrankten müssen beatmet werden.“ Ist das nicht gravierend genug, um wirklich alles zu tun und nicht das, was Merkel als „notwendig“ bezeichnet?

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  8. rotewelt schreibt:

    Was ich nicht verstehe, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen: Laut WHO kann sich Influenza rascher ausbreiten als das Corona-Virus. Warum werden sich dann hier 60 bis 70 Prozent der Menschen mit Covid-19 infizieren? An der Grippe erkranken doch jedes Jahr viel weniger Menschen.,,

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