Schöne neue Welt

https://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/appell-von-messner-und-co-aeltere-sollen-freiwillig-laenger-zu-hause-bleiben

Einen größeren Schwachsinn habe ich selten gelesen, selbst in diesen Zeiten. Wenn Menschen ab 70 nicht zuhause bleiben, „den Jüngeren zuliebe“, kommt es also zum wirtschaftlichen und finanziellen Kollaps und „die Zukunft der nachfolgenden Generationen (wird) gefährdet“? Eine nähere Erklärung dafür fehlt und es dürfte auch keine nachvollziehbare geben. Welches Hirn hat sich das ausgedacht und was steckt wirklich dahinter? Wie auch immer, die Alten – ob fit oder nicht – sollen gefälligst weiter allein zuhause und in den Pflegeheimen bleiben, die sterben dann schon aus Kummer und Einsamkeit, damit werden Rentenkosten gespart und es fällt nicht so auf, dass das Pflegesystem schon lange marode ist. Prima.

Auch das derzeit viel genannte Argument, die Jungen sollten sich nicht zusammenrotten, um die Alten nicht zu infizieren, ist nur ein Scheinargument. Es ging nie um die Alten und den Menschen an sich, es ging nur darum, nicht offenlegen zu müssen, dass auch in den Krankenhäusern Notstand herrscht (an Geräten mangelt es aber wohl nicht, es ist auch jetzt nur jedes zweite Intensivbett belegt), hierzulande vor allem wegen Personalmangels, aber auch weil man zuletzt unter unserem prominentesten Bankkaufmann, pardon, Gesundheitsminister, Spahn an allen Enden gespart hat – zulasten der Patienten. Manchmal blitzte die Wahrheit aber doch durch und lässt sich nicht mehr leugnen.

Doch das blöde Volk lässt sich ja zurzeit alles gefallen, sich die Eigenverantwortung und jegliche Freiheit nehmen, applaudiert auch noch, viele wollen, dass die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote noch verlängert werden oder sind sogar für Verschärfungen. Was sagte kürzlich mein Lieblingsarzt: Unter Hitler ging es nicht so schnell wie heute, dass sich die Massen derart protest- und kritiklos unterwerfen. Totalitären Regimen sind derzeit Tür und Tor geöffnet und das offenbar weltweit. Das funktioniert ganz prima und zwar durch Angst. Ich bin selbst nicht frei davon, die Verwirrpolitik zwischen Verharmlosung und Panikmache ist auch bei mir nicht ohne Spuren geblieben und ich mache mir Sorgen um mein Immunsystem, da ich seit Anfang des Jahres schon zweimal ziemlich erkältet war und plötzlich gilt man ja schon ab 60 als alt und höchst gefährdet. Die „jungen Alten“ sind wie weggefegt, die waren gestern, heute sind sie nur noch Risiko und stören irgendwie den Betrieb.

Auch das Denunziantentum feiert fröhliche Wiederkehr, es gibt wieder Blockwarte oder selbst ernannte IMs, die misstrauisch beobachten, wie oft der Nachbar das Haus verlässt (sicher unnötig, denn man soll doch gefälligst zuhause bleiben, was auch die junge Generation eifrig in ihren Twitter- und Instagramposts propagiert – ob sie „danach“ wieder in alle Welt ausschwirrt, um die instagramtauglichsten Sehenswürdigkeiten restlos totzufotografieren und die Natur zu zerstören oder ob sie auf Omas Balkon Urlaub macht und Geranien ablichtet?). Sonne, frische Luft und Bewegung sind aber mit das beste, um die Widerstandskraft zu stärken, dazu soziale Kontakte, richtige Nähe, nicht nur virtuelle. Meine Lieblingsnachbarin umarmte ich immer, doch nun weicht man gegenseitig zurück und findet es komisch, gehorcht jedoch. Aber Masken sollte man ja bisher trotz der Gefahr, jeder Vorbeilaufende sei eine potenziell tödliche Infektionsschleuder oder man selbst könne eine sein, nicht tragen (na, weil es keine gab, jetzt dürfen sie auch zur deutschen Kultur gehören und sogar selbstgenäht werden, wie neckisch). Ich habe mich schon selbst kopfschüttelnd dabei ertappt, dass ich auf dem Schulhof nebenan, der auch Spiel- und Sportplatz ist und nicht geschlossen wurde, Menschen zählte. Was, die sind ja zu dritt oder zu viert und augenscheinlich keine Familie? Na, vielleicht eine WG. Weg mit diesem Gedanken, das ist doch krank!

Zum Glück bin ich noch in der Lage, in den Normalmodus zurückschalten und meine eigenen Gedanken zu hinterfragen, was das Leben nicht einfacher macht. Die Mehrheit scheint das schon längst nicht mehr zu tun und richtet sich gemütlich ein (sicher aber nicht die Familien in beengten Wohnverhältnissen) in der Freiheitsbeschneidung und dem blinden Glauben an die neue Regierung aus Bankkaufmann, Tierarzt und Virologen (der fleißig öffentlich politische Ratschläge gibt und im gleichen Atemzug sagt, er sei aber Wissenschaftler), über denen die Kanzlerin mit ihrer schlaffen „Alternativlosigkeit“ thront und keine anderen Experten zu Wort kommen lässt – von Psychologen, Soziologen und Ethikern ganz zu schweigen, werden doch selbst die Epidemiologen nicht gehört. Warum auch noch echte demokratische Politik machen im letzten Jahr des blutleeren visionslosen Aussitzens.

A propos Gemütlichkeit: Die Burdas, Hopps und Messners, die die Alten einsperren wollen, spüren die dem Volk auferlegten Beschränkungen selbst eh nicht, sie haben ihre Villen und Burgen, weitläufige Gärten und Pools zum Verlustieren und ihr Hauspersonal und Beziehungen, über die sie sich locker das Gourmet-Menü ihrer Lieblingssterneköche frei Haus liefern lassen können.

Anlass zum Umdenken?

Dass die Corona-Krise auch ihr Gutes hat, wird dieser Tage häufig berichtet, gern auch von Menschen, die von den Auswirkungen wenig betroffen sind, die keinen Job, kein Geschäft und keine Aufträge verlieren, sondern die lediglich mal mit dem Homeoffice Bekanntschaft machen oder Zwangsferien von der Uni haben. Ja, es stimmt, es gibt weniger Lärm, die Luft ist reiner, keine Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel, leere Autobahnen, weniger Abgase, keine überfüllten Städte und Reiseziele, weniger Konsumrausch, teilweise auch eine neue Solidariatät und Hilfsbereitschaft. Das alles sehe ich auch. Aber sich allein auf die positiven Dinge zu stürzen oder zu stützen finde ich naiv. Und auch den Glauben daran, dass wir das alles nach der „Krise“, die ja eine von der Regierung selbstgemachte und bewusst herbeigeführte ist und die nicht vom Himmel fiel, hübsch so beibehalten. Ich denke schon, dass viele Menschen/Bürger ihr Verhalten dauerhalft ändern werden, weil sie sich der Zusammenhänge der großen Dinge bewusster geworden sind und Prioritäten neu setzen werden. Andere wie die vielen Fernreisenden und Kreuzfahrtschifftouristen werden ihr Verhalten vermutlich ändern, weil sie Angst haben, in einem anderen Land oder Hafen festzusitzen. Auch gut. Doch nun kommt das Aber: Es wäre wohl kindisch zu glauben, dass auch Wirtschaft und Politik die gleichen Schlüsse daraus ziehen und sich fundamental ändern werden. Vielleicht steuert man in manchen Auswüchsen der Globalisierung ein wenig um (Medikamente nur billig in China und Indien herstellen zu lassen, hat sich jetzt zum Beispiel als ungünstig erwiesen). Aber gerade nach der Krise wird die Wirtschaft nach noch mehr Wachstum gieren und darüber den Preis dafür vergessen und die Politik hat gelernt, welche Macht sie hat und wie das Volk spurt. Die angeblich anonymen Handytracking-Daten, die so viele Menschen blauäugig bereit sind erfassen zu lassen, sind nur der Anfang, sie legen den Grundstein für noch mehr Überwachung und Kontrolle. Wer das nicht glaubt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Weitere Zwangsimpfungen werden sicher auch folgen.

Was sagte der grüne badenwürttembergische Ministerpräsident Kretschmann vorgestern: „Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein.“ Wie ermunternd! Das hat er menschlich genau richtig gemacht, der Mann, damit unterscheidet er sich keinesfalls von dem Bundesregierungsquartett. So macht man die Bürger noch kleiner und zwingt sie moralisch in die Knie. Am Ende sollen sie gefälligst froh sein, dass sie überhaupt noch leben. Denn eines stimmt ja: Die meisten, das Fußvolk wird es treffen. Für sie wird kein Geld da sein nach Kurzarbeit und Entlassung. Erstaunlich, wo doch plötzlich Milliarden Euro aus dem Nichts kamen, um die großen Unternehmen (und Banken, mal wieder?) zu retten. Da kann man doch auch noch ein paar Scheine mehr drucken oder aus dem Hut zaubern, für die braven folgsamen Bürger. Oder etwa nicht? Die Regierung jedenfalls hat den Shutdown gewollt, ganz offensichtlich ohne Angst um die deutsche Wirtschaft. Die wird überleben, sonst wäre diese Entscheidung niemals getroffen worden. Bluten müssen nur die Kleinen, womit sich der Trend der letzten Jahrzehnte seit Schröders Agenda 2010 fortsetzt. Ist doch praktisch.

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21 Antworten zu Schöne neue Welt

  1. kormoranflug schreibt:

    In meiner Strasse kümmern sich die „Jüngeren“ um einen Scheiss. Die Kontaktsperre und Schliessung der Kindergärten führt zum treffen der Kinder in der Strasse von mindestens 5 oder 6 Familien. Geld kommt bei denen, da die meisten beim Staat als diplomatischer Dienst oder wissenschaftlicher Dienst angestellt sind. Auch wenn sie Homeoffice haben oder hintereinander Elternzeit haben ist das alles kein Problem. Nur die Kinder zuhause nerven halt, sonst konnte man die prima mindestens 1/2 Tag abgeben. Wir gehen den jungen Familien jedenfalls ziemlich aus dem Weg. Am Ufer findet man auch mal 6 junge Männer die sich als Männer-WG outen…….

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  2. gkazakou schreibt:

    Ich hab mir vorhin anlässlich von Ullis schöner Erinnerungsschaukel Druck von der Seele geschrieben. Du brauchst das offenbar auch…. Ich bin irgendwie froh, dass ich nicht allein bin mit meinen Befürchtungen. Dabei habe ich keine persönliche Sorge, sondern sorge mich um die Entwicklung der Menschheit weg vom Weg der Freiheit hin in einen Zustand gesteigerter Unmündigkeit. Liebe Grüße dir!

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  3. aquasdemarco schreibt:

    Mir fehlen in vielen kritischen Betrachtungen die ich gelesen habe eigene Lösungsansätze.
    Das eine ist die Handelnden zu kritisieren, ihre Handlungen in Frage zu stellen.
    Was wären alternative Vorschläge?
    Was würde man selbst als Minister unternehmen?
    Das fände ich einen spannenden Diskurs.
    Ansonsten ist es wie in meiner Kindheit an den Stammtischen, alle meckern und schimpfen über die da oben, aber eigene Ideen oder Lösungen wurden nicht debattiert.
    Eher das Gegenteil, es wurde gemeinsam auf die Versager da oben ironisch angestoßen.
    So saß man als Kind mit der Fanta und dem bunten Strohalm und wusste tief im inneren, so ist kein Staat zu machen🥴

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    • rotewelt schreibt:

      Was sind denn deine Lösungsansätze? Oder hast du nichts zu kritisieren? Und mir und anderen nützt es wenig, mir vorzustellen, was ich tun würde, da ich keine Ministerin bin. Das wäre also müßig und per se nutzlos. Außerdem bin ich nicht als Volksvertreterin gewählt, habe mich nie um so ein Amt beworben und deshalb auch nicht die Aufgabe und den Anspruch, die Probleme des Volks zu lösen. Als Bürgerin und inzwischen Nichtmehrwählerin ist es mir jedoch erlaubt, noch, mich frei zu den Zuständen und Politikern zu äußern, durchaus auch kritisch. In einer Demokratie sollte das sogar erwünscht sein. Aufgabe der Regierung wäre es dann, daraus etwas zu machen. Eine indirekte Anregung steckt in meiner Kritik aber ja schon drin: Man sollte nicht so tief in die Freiheiten von Bürgern eingreifen und sich auf die für die Menschen so anstrengende Zickzackkurse begeben, sondern man hätte mehrere Experten zurate ziehen sollen aus mehreren Disziplinen (einige habe ich erwähnt) und auch verschiedene Sichtweisen einer Disziplin und nicht etwa nur einen eizigen Virulogen alles mehr schlecht als recht managen zu lassen, der zudem von Menschen wenig versteht.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Woher nimmst du die Annahme das sich die Regierung auf nur einen Fachmann stützt?
        Wurde es von der Regierung so dargestellt, geäußert?
        In dem Fall würde ich mit deiner dann berechtigten Kritik, in dieser Sache konform gehen.
        Ich persönlich frage such oft zwei drei Fachärzte etc um Rat.

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        • rotewelt schreibt:

          Dass Herr Drosten der Regierungsberater in Sachen Corona ist, kannst du überall nachlesen. Er ist ja auch derjenige, der dabei Politik und Wissenschaft vermengt, offenbar ist er dazu autorisiert.

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          • aquasdemarco schreibt:

            Er ist einer von denen, wie die Leos, welche die Regierung beraten, meine Frage wäre ob er der einzige Virologe ist.
            Das konnte ich bisher nicht nachlesen.
            Das er Politik mit Wissenschaft vermengt empfand ich bei ihm er gegenteilig.
            Zumindest bei den podcast und Interviews die ich gehört habe.
            Alles sehen und anhören ist schier unmöglich.
            Ich stelle nur fest, das einige Menschen, wie im Fussball nehmen und man zu seinem Verein hält.
            Bei mir stelle ich fest das es auch etwas mit Sympathie und Antipathie zu tun hat, ich darf mich selbst dann immer an meine eigene „wissenschaftliche „ Neutralität erinnern, im Fussball, in der Politik, wie auch im Umgang mit den Pandemie Informationen.
            Leicht ist est nicht😅

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      • aquasdemarco schreibt:

        Du scheinst einen anderen Staat ein andere System zu bevorzugen, so lese ich es zumindest heraus.
        Sollte es falsch sein, bitte ich mich zu korrigieren.
        Sollte es so sein, ist es natürlich ein Problem.
        Ich finde schon das ich als Bürger Ideen einbringen kann.
        Habe ich schon öfter gemacht.
        Du kannst Abgeordnete anschreiben, ich habe einmal eine Wählergemeinschaft mit gegründet die in den Rat gewählt wurde.
        Man kann Petitionen veranlassen etc.
        Ich bin bis auf den etwas verspäteten Beginn der eingeleiteten Maßnahmen, zufrieden mit ihnen, halte sie für sinnvoll und letztendlich für einen Mittelweg.
        Es gibt so einige Länder die ihre Maßnahmen jetzt auf den Stand der Bundesrepublik lockern.
        Kritik ist unerlässlich, Lösungen finden, Ideen haben allerdings ebenso. Beides bedingt oft einander.
        Ich empfinde es auch nicht so, dass meine Freiheitsrechte eingeschränkt sind.
        Heute war ich auf den Kesselbrink am Skatepark, dort übten zwei Mädchen mit ihren Boards, es kam ein Wagen vom Ordnungsamt und der Mitarbeiter sagte den Beide sehr freundlich, dass der Platz wegen der Epidemie gesperrt ist, es täte ihm leide und er hoffe das er bald wieder auf ist.
        Die Mädchen machten noch nen Witz und man sagte sich tschüss.
        Ich Empfand die Situation nich als Machtdemonstration, sondern der Mitarbeiter erklärte den Sachverhalt und den Grund.
        Ich habe es als positives Beispiel wahrgenommen.
        Ich bin auch dafür Läden mit gewissen distanziellen Schutzmaßnahmen wieder zu öffnen, allerdings mit Schulen und Kitas noch zu warten und die Einrichtungen gut vorbereiten.

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        • rotewelt schreibt:

          Freut mich für dich, dass du dich auch in diesen Zeiten gut und frei fühlst. Bei mir ist es nicht so und, ich kann es nur wiederholen: Jeder tickt eben anders, also jedem seine Einschätzung. Tatsächlich würde ich mir eine sozial gerechtere Gesellschaft/Welt wünschen, aber ich glaube kaum, dass die Regierung auf eine Petition meinerseits hören würde. 😉 Ich sehe die Politik und deren Verflechtung mit der Wirtschaft und vor allem den Einfluss der Finanzwelt eben kritisch. Wer das nicht tut, lebt sicher zufriedener. Ich hoffe, das Essen hat dir gemundet. Liebe Grüße, Ute

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          • aquasdemarco schreibt:

            Es gab spanischen, grünen Spargel mit deutschen Spinat und italienischen Spagetti.
            Inklusive Pesto und griechischen Ziegenkäse.
            Dazu ein westfälisches Malzbier👍

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          • aquasdemarco schreibt:

            Ich sehen diese Verflechtungen und hab öfter drüber geschrieben.
            Sie sind seit langer Zeit leider ein Teil dieser Welt.
            Ich kann nicht beurteilen, wie zufrieden der Eine oder Andere ist, oft spielen die Menschen ja eine Rolle.
            Ich bin froh zu leben, Dingen noch genießen zu können, ich bin dankbar für die schönen Dinge im Leben, um mich herum.
            Verklärt bin ich „leider“ nicht, dafür sind meine Antennen dummerweise von Geburt an zu gut eingestellt.

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      • aquasdemarco schreibt:

        So jetzt muss ich essen😄

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  4. cablee schreibt:

    Ich denke – und bitte nimm es mir nicht übel – du jammerst auf hohem Niveau. Das Gros der Deutschen hat zu essen, hat ein Dach über dem Kopf, kann sich bei Krankheit behandeln lassen, ohne sich bis an den Rest seines Lebens zu verschulden bzw. gar nicht erst einen Kredit für einen Arztbesuch zu bekommen (siehe in die schöne neue Welt…).
    Es werden Gelder locker gemacht für jeden, der danach schreit, vom Blumenladen bis zum Ergotherapeuten. Selbst einigen Obdachlosen werden, wenn auch nicht flächendeckend, Hotelzimmer zugestanden in dieser schweren Zeit. Es wird viel getan für Viele, immerhin sind wir 83 Millionen.

    Manch ein Schrottsortierer im Kongo, manche Näherin in Bangladesh würde vom Glauben abfallen, wenn er/sie lesen würde, dass es Deutsche gibt, die sich als blutende Kleinbürger fühlen und unser Gesundheitssystem „totgespart“ wähnen.

    Es wird immer Zustände geben, die verbessert werden können, aber deinen Pessimismus, deine Verbitterung, kann ich nicht teilen, schon gar nicht angesichts der deutschen Corona-Todeszahlen, wenn man sie mit dem Rest der (westlichen) Welt vergleicht.
    Ich bin heilfroh und auch dankbar, in Deutschland leben zu dürfen und nicht auf einer Schutthalde in Schwarzafrika oder einem Elendsviertel wer weiß wo auf der weiten Welt.
    Ich hoffe für dich, dass du bald wieder Licht am Ende des Tunnels siehst und ein bisschen mehr die positiven Seiten unseres/deines Daseins erkennen kannst.

    Liebe Grüße
    Gila

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    • rotewelt schreibt:

      Danke auch für deine Sicht der Dinge, Gila. Ich möchte das nicht näher kommentieren, sondern nur anmerken, dass jeder so denken darf, wie er will und dass es kritische Stimmenes momentan schwer haben. Manchen Beobachtern der aktuellen Entwicklung wurden schon die Websites gesperrt, Youtube-Videos gelöscht etc. Selbst fühle ich mich zum Glück nicht verbittert, denn das ist wirklich das letzte, was ich will. Ich lebe gern und möchte es noch lange, doch ich mache den Mund auf, wenn ich Unstimmigkeiten sehe, auch wenn ich dafür verurteilt werde. Den Afrika-Vergleich brauche ich nicht. Liebe Grüße zurück, Ute

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  5. cablee schreibt:

    Ehrlich gesagt, nach all der Kritik, die du in Sachen Wirtschaft, Politik, Gesundheitswesen, Finanzen, Datenschutz, Generationskonflikt… anzubringen hast, würde ich gerne lesen, was du GENAU geändert haben möchtest im Staate Deutschland. Und ob es Bereiche gibt, die du mit Wohlwollen betrachtest.

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  6. Jürgen EHRE schreibt:

    Et on espère de ne pas sortir du confinement, les pieds devant ! C’est pour RIRE ! 🙂

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