Gegen das Ohnmachtsgefühl, für Verantwortung

Ich habe zwei Petitionen unterzeichnet, weil es – außer meine Meinung gegen alle Widerstände und Diffamierungen zu äußern – das einzige ist, was ich tun kann und mir ein wenig hilft, das Gefühl der Hilflosigkeit zu bekämpfen und auch zu zeigen, dass ich mich als Bürgerin mitverantwortlich für die Gemeinschaft fühle. Beide Petitionen habe ich erst gestern – zufällig – entdeckt.

https://www.openpetition.de/petition/online/fuehren-sie-die-baseline-studie-durch-wir-brauchen-endlich-saubere-corona-daten

https://www.openpetition.de/petition/online/sofortige-aufhebung-aller-in-der-corona-krise-verfuegten-einschraenkungen-buergerlicher-freiheiten

Aber ich befürchte, die nötigen 100.000 Unterschriften kommen nicht rechtzeitig zusammen.

Sogar Wolfgang Schäuble gibt jedoch mittlerweile zu bedenken, dass bei all den Einschränkungen neben den wirtschaftlichen auch die psychischen und sozialen Folgen bedacht werden sollten. Ich persönlich manche mir die meisten Sorgen um die Kinder und die alten Menschen. Kinder fühlen sich mittlerweile schuldig, weil ihnen suggeriert wird, sie könnten ihren Großeltern den Tod bringen, stufen Nähe und Kontakt als bedrohlich ein (Auf dem Bürgersteig: „Mama, da kommt ein Mensch entgegen!“- nicht ausgedacht, muss die Quelle wiederfinden) und man nimmt ihnen genau das, was sie für ihre körperliche und seelische Entwicklung brauchen. Das sind zum Teil traumatische Erfahrungen und ich mag nicht daran denken, was das für das Aufwachsen dieser Generation und die Gesellschaft bedeutet. Und die alten Menschen, die man doch vorgibt zu schützen, lässt man in diesen Zeiten noch mehr vereinsamen als sowieso schon. Hier auch Erfahrungen aus der Pflegebranche:

Besonders interessant sind die Erfahrungen einiger Pflegender, die aus dem Kommentaren hervorgehen.

Vielleicht zeigt sich ja von Regierungsseite schon ein zartes Pflänzchen des Umdenkens…:

„Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Coronakrise geworben. In einer Regierungsbefragung im Bundestag sagte er heute, „dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten“.

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik – und vielleicht auch darüber hinaus – hätten in so kurzer Zeit unter solchen Umständen und Unwägbarkeiten mit dem Wissen, das verfügbar sei, „so tiefgreifende Entscheidungen“ getroffen werden müssen. Er sei immer „neidisch auf alle, die schon immer alles gewusst hätten.“

In den vergangenen Wochen hätten alle viel dazugelernt über das Virus und Folgen von Entscheidungen, sagte Spahn. Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und selbst für Virologen und Wissenschaft eine Phase kommen, in der man im Nachhinein feststellen werde, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe und noch etwas korrigieren oder nachsteuern müsse. Dies finde er in einer Zeit wie dieser „vergleichsweise normal“.
(gefunden in: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112192/Spahn-wirbt-um-Verstaendnis-fuer-schwierige-Entscheidungen-in-der-Coronakrise)

Ob es sich nun um ein Einsehen von Fehlern handelt oder nur dem zunehmenden, wenn auch noch recht leisen, Murren in der Bevölkerung zu schulden ist (die abwertend „Lockerungsdrängler“ genannt werden)? Egal.

Wie auch immer, der Kurs der deutschen Regierung (von anderen Ländern will ich hier gar nicht sprechen) scheint mir ohne Plan zu sein, voller Widersprüche und Merkwürdigkeiten, davon die letzte: Ab morgen herrscht bundesweit Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln (wer keine Maske hat, hat sie sich gefälligst irgendwie selbst zu fabrizieren), aber bereits seit Anfang dieser Woche dürfen fast alle Geschäfte wieder geöffnet haben und die Menschen sich dort maskenlos tummeln und ihre Viren verbreiten. Von der Wirkung der selbstgebastelten Masken und der gegenwärtig tatsächlich noch bestehenden Gefahr mal abgesehen: Ist das – um eines meiner „Lieblingswörter“ anzuführen, zielführend? Nein, es ist absurd. Wäre es, wenn schon, denn nicht genau in umgekehrter Reihenfolge sinnvoll gewesen? Ich kann über die Entscheidungen nur noch den Kopf schütteln, inzwischen muss ich sogar manchmal vor mich hin lachen. Schilda – verkehrte Welt.

Möge sich jeder sein Urteil bilden:

https://www.heise.de/tp/features/Von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-Begruendung-der-Corona-Massnahmen-4709563.html?seite=all

Ach ja, dass der Gatte der Kanzlerin, Joachim Sauer, der Leopoldina angehört, die sich aber gerade sowieso nicht gerade durch Fachkompetenz auszeichnet, dürfte sicher zu den vernachlässigenswerten Fakten gehören.

Und wer noch Bock auf vermeintliche Verschwörer hat:


Ich schätze Rüdiger Dahlke, auch wenn ich sein Postulat der fleischlosen Ernährung nicht teile, wohl aber natürlich seine Kritik gegen die schlimmen Tierhaltungsbedingungen.

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