Leben sieht anders aus

Nun sind auch katholische Geistliche Verschwörungstheoretiker geworden. Wer hätte das gedacht. Jeder, der sich Gedanken macht um die Unverhältnismäßigkeit der Anti-Corona-Maßnahmen angesichts der tatsächlichen Auswirkungen, der sich wundert bis empört über den Shut- oder Lockdown und die sozialen, psychischen und wirtschaftlichen Folgen der Bevölkerung, kleiner Unternehmen und Selbstständiger, wird ja schon lange als Spinner, AfD-Anhänger, Populist oder eben Verschwörungstheoretiker diffamiert.

Die Regierung und Leitmedien haben aber offenbar begriffen, dass sie mit ihren bisherigen Diffamierungen nicht länger glaubhaft sind. Daher versuchen sie nun den nächsten Schritt: Sie holen sich Auftrags-Psychologen her, die in den Nachrichten der verbliebenen dummen Schafherde zu erklären zu versuchen, dass es eben doch nicht nur Rechte sind, sondern auch Linke (aber die sind ja genauso böse) und sogar andere intelligente Menschen, ja, ach, Akademiker, die zu Verschwörungstheoretikern würden. Warum? Na, erstens seien Akademiker auch nicht immer schlau (was natürlich stimmt, das ist wohl unbestritten), doch sie hätten es ja auch gern einfach, sie bevorzugten einfache Antworten auf komplexe Zusammenhänge. Spätestens hier darf gelacht werden. Als sei es nicht genau umgekehrt! Plumper und peinlicher geht es kaum noch. Aber immer noch wirkt die Gehirnwäsche, denn Merkel und Co stehen hoch im Kurs, höher als vorher. Es ist sogar schon so weit, dass mehr Menschen dieses Jahr lieber auf ihren Urlaub verzichten als ihn anzutreten, selbst wenn sie dürften. Angststarre.

Die sogenannte neue Normalität, wenn sie wie angedroht wirklich noch lange dauert, wäre für mich persönlich kaum noch lebenswert. So habe ich mir meine letzten Jahrzehnte oder Jahre wahrlich nicht vorgestellt.

Begründet wird die Freiheitsberaubung mal von Verdoppelungszahlen, mal vom Reproduktionsfaktor, mal von 50 Infizierten je 100 000 Einwohner pro Woche. Mal mit dem Schutz der Alten (der ja gerade durch die Maßnahmen ad absurdum geführt wurde und die Politik überhaupt nicht interessiert), dann von der Überlastung des Gesundheitssystems (das hier trotz Runtersparen nicht eingetreten ist), mal von…, ja, was ist denn aktuell der Grund, uns alle weiterhin unserer Freiheiten zu berauben anstatt die Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen wirklich zu schützen, ihnen aber auch ihre persönliche Entscheidungsfreiheit wiederzugeben, ihre Selbstverantwortung, auch allen anderen Gefährdeten?

Warum waren Obduktionen so lange von RKI unerwünscht, warum gibt es keine bundesweit repräsentativen Studien über Infektionsraten, tatsächlich Erkrankten und an Corona Verstorbenen? Warum dürfen die hochbezahlten Kicker sich weiter nahekommen, kleine Kinder aber nicht zusammen auf dem Bolzplatz spielen? Was macht das überhaupt mit der Entwicklung von Kindern, wenn sie die meisten ihrer Mitmenschen nur maskiert sehen? Sie brauchen doch die mimische Interaktion, sollen die alle Autisten oder Kaspar Hausers werden? Es ließen sich noch zig Beispiele anführen für dieses Absurdistan, das aber ja nicht nur in Deutschland herrscht.

Und, überhaupt: Was nützen Masken und ein 1,5- oder 2-Meter-Abstand, wenn doch die Viren angeblich eine Wolke bis zu vier Metern bilden und sich überall verteilen können (die Politiker und die TV-Talkrundenteilnehmer sitzen alle maskenlos-unbeschwert zu mehreren zusammen und fürchten sich nicht, warum bloß?). Es dient wohl dazu, das Volk in Angst und in Schach zu halten und zu demütigen. Alles sieht anders aus draußen, wie in einem Science-Fiction-Film. Und hat sich der Reproduktionsfaktor nicht schon wieder erhöht? Oh ja, also, liebe Leute, bald müsst ihr wieder alle zuhause bleiben! Weg mit den Lockerungsdränglern! Oh, sie zeigen schon wieder Särge (bekannterweise auch falsche, aus ehemals griechischen Flüchtlingslagern) und Beatmungsgeräte! Die beliebtesten Schlagzeilen dieser Monate: Corona hat die Welt weiter fest im Griff! Die Zahl der Infizierten steigt weiter weltweit an! Die Krise ist noch lange nicht vorbei! Die zweite Welle kommt bestimmt! Schon mal überlegt, was die Panikmache und die ausgelöste Angst mit dem Immunsystem der Menschen macht? Und, sollte sich das Virus nicht bald verflüchtigen, sondern in mutierter Form wieder auftauchen (wie auch andere Corona- und Influenzaviren), werden wir künftig etwa alle in Quarantäne leben, möglichst ganzjährig, für immer? Warum sollten wir das selbst bei den schlimmsten Grippe- und Noroviruswellen nicht? Ein Impfstoff für das gegenwärtig zirkulierende Corona-Virus würde zur nächsten Saison eh nichts nützen, das wissen Wissenschaftler – und trotzdem…

Interessant auch, was jetzt so nebenbei rauskommt. In Schlachthöfen arbeiten viele billige Sklaven aus Rumänien, die in engen unhygienischen Sammelunterkünften zusammengepfercht sind. Wusste ich bis dato gar nicht. Also auch hier wird am Personal gespart, wundern tut’s mich dann doch nicht. Überhaupt scheint sich das Virus vor allem bei Massenveranstaltungen (dem lange genehmigten Karneval wie auch in Fußballstadien, bei vielen Menschen in Kneipen, auf Kreuzfahrtschiffen etc.) zu verbreiten, ebenso wie in Heimen (Alte, Flüchtlinge), wo man auf engem Raum lebt. Also sorgt hier vor, unternehmt was, bitte schützt die gefährdeten Menschen, ohne sie zu isolieren, gebt ihnen bessere Lebensbedingungen und beraubt nicht alle Bürger ihrer Grundrechte und Freiheiten.

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23 Antworten zu Leben sieht anders aus

  1. Publicviewer schreibt:

    Die Pfaffen waren doch von Anbegin an Verschwörer und das nicht nur theoretisch!
    Nur mal so nebenbei bemerkt…

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  2. aquasdemarco schreibt:

    Ich fühle mich meiner Freiheiten nicht beraubt und kann und darf das in Namen meiner Teenager auch so weitergeben, ebenso für meine zum Glück noch lebende Mutter.
    Aber es ist sinnvoll in einem sachlichen Diskurs über die Maßnahmen zu bleiben, ich finde es geschieht gerade auf unterschiedliche Art und Weise, siehe dein Posting, Demonstrationen etc.
    Mit lieben Grüßen aus OWL
    André

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  3. Publicviewer schreibt:

    Ja, schon klar, in vorauseilendem Gehorsam…. meine Fresse ist das ernüchternd. 😦

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  4. gkazakou schreibt:

    Liebe Ute, lass dich ja nicht runterkriegen. Ich selbst habe beschlossen, dass die Epidemie vorbei ist. Basta. Darin bin ich mir mit etlichen durchaus ernstzunehmenden Köpfen einig. Es ist ein Auslaufmodell. Ich hoffe, das kommt in möglichst vielen Herzen und Köpfen an, trotz Maskenpflicht, Abstandsregeln und Angstmongerei. Manchmal (immer seltener) lese ich noch Artikel zum Thema. Heute im Rubikon gibts einiges. zB
    https://www.rubikon.news/artikel/krieg-gegen-einen-joker Liebe Grüße!

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  5. kormoranflug schreibt:

    Der Kirche und den Pfarrern habe ich noch nie geglaubt. Als Ministrant habe ich zuviel gesehen. Warum sollte ich rubikon glauben? Hier bedankt sich Die Linke mit auf den Gehsteig gesprühten Parolen bei Russland für die Befreiung. Waren sie nicht 25Jahre unter der Führung von Russland an der Macht und haben das Land in die Isolation und Pleite geführt?

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    • rotewelt schreibt:

      Man muss hier wohl zwischen alten und neuen Wahrheiten differenzieren. Nichts mehr scheint verlässlich in diesen Zeitenl

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    • rotewelt schreibt:

      Ich kann mir gut vorstellen, dass du als Ministrant zuviel gesehen hast und ich selbst bin nun gar keine Freundin der Kirche. Und du musst Rubikon ja nicht glauben. Die Linke wäre übrigens auch ncht meine Partei – ich sehe momentan gar keine für mich wählbare.

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  6. traeumerleswelt schreibt:

    Wir haben ja ab heute ein kleines Stückchen Freiheit, dürfen ohne Passierschein raus und das so oft wir wollen. Aber Gewässer jeder Art sind immernoch Sperrzone.
    Ein Thema, das die Gemüter bewegt ist die Grenzsperrung. Herr Seehofer möchte einfach nicht öffnen. Zumindest dürfen die Berufspendler ab heute wieder einkaufen in Deutschland.
    Es wäre wichtig zu öffnen, auch damit man wieder einmal seine Familie sehen könnte. Hat man keine pflegebedürftigen Eltern oder minderjährige Kinder ist das kein wichtiger Grund um über den Rhein zu dürfen. Wir sollten doch alle so mündig sein, um uns ausreichend zu schützen.
    Wir sind hier im Dreiländereck, Agglomération trois frontières wie es hier genannt wird.
    In Frankreich dürfen sich bis 10 Personen wieder treffen, in Deutschland Gruppen aus 2 Haushalten, wo ist da das Problem die Grenzen wieder zu öffnen ?
    Wegen dem Einkaufstourismus, vor dem der OB meiner Heimatstadt so Angst hat! Wohl kaum, hier gibt es alles zu kaufen.

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  7. rotewelt schreibt:

    Ja, zum Glück dürft ihr euch seit heute wieder etwas freier bewegen – aber nicht ans Wasser und selbst die Parks in den Städten bleiben ja noch geschlossen, was für ein Blödsinn, der Mensch braucht doch Grün und Natur. Die Grenze zur Schweiz ist ja auch noch dicht, die Menschen kommunizieren über die Grenzzäune – als hätte es Europa nie gegeben und als würden nur Ausländer das Virus einschleppen.

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  8. Christian schreibt:

    Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich hier einen eben veröffentlichten (Bezahl-)Artikel aus den DWN in voller Länge hier einstelle . ein Link wäre leider sinnlos. Also:

    Referent im Innenministerium: Das Corona-Virus ist ein globaler Fehlalarm
    11.05.2020 16:26

    Ein Referent des Bundesinnenministeriums behauptet in einem 93-seitigen geleakten Dokument, dass das aktuelle Corona-Virus auf einen „Fehlalarm“ zurückzuführen sei. Die Gefährlichkeit des Virus sei überschätzt worden.

    Deutsche Wirtschaftsnachrichten
    Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat rechnet in einem 93-seitigen Dokument unter Verwendung des BMI-Briefkopfes und der dienstlichen Kommunikationskanäle mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung ab. Das geleakte Dokument kann auf der Webseite „ichbinanderermeinung.de“ abgerufen werden. Der Verfasser des Dokuments stammt aus dem “Referat KM 4 Schutz kritischer Infrastrukturen”.
    Der Referent behauptet: “Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich – bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft – um mehr als um einen Fehlalarm handelt. Durch den neuen Virus bestand vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr für die Bevölkerung (Vergleichsgröße ist das übliche Sterbegeschehen in DEU). Es sterben an Corona im Wesentlichen die Menschen, die statistisch dieses Jahr sterben, weil sie am Ende ihres Lebens angekommen sind und ihr geschwächter Körper sich beliebiger zufälliger Alltagsbelastungen nicht mehr erwehren kann (darunter der etwa 150 derzeit im Umlauf befindlichen Viren). Die Gefährlichkeit von Covid-19 wurde überschätzt. (innerhalb eines Vierteljahres weltweit nicht mehr als 250.000 Todesfälle mit Covid-19, gegenüber 1,5 Mio. Toten während der Influenzawelle 2017/18). Die Gefahr ist offenkundig nicht größer als die vieler anderer Viren. Wir haben es aller Voraussicht nach mit einem über längere Zeit unerkannt gebliebenen globalen Fehlalarm zu tun – Dieses Analyseergebnis ist von KM 4 auf wissenschaftliche Plausibilität überprüft worden und widerspricht im Wesentlichen nicht den vom RKI vorgelegten Daten und Risikobewertungen.”
    Zum Problem, warum es zu diesem angeblichen Corona-Fehlalarm gekommen sein soll, führt der Referent des Bundesinnenministeriums aus: “Dass der mutmaßliche Fehlalarm über Wochen unentdeckt blieb, hat einen wesentlichen Grund darin, dass die geltenden Rahmenvorgaben zum Handeln des Krisenstabs und des Krisenmanagement in einer Pandemie keine geeigneten Detektionsinstrumente enthalten, die automatisch einen Alarm auslösen und den sofortigenAbbruch von Maßnahmen einleiten würden, sobald sich entweder eine Pandemiewarnung als Fehlalarm herausstellte oder abzusehen ist, dass die Kollateralschäden – und darunter insbesondere die Menschenleben vernichtenden Anteile – größer zu werden drohen, als das gesundheitliche und insbesondere das tödliche Potential der betrachteten Erkrankung ausmacht. “
    Der Referent warnt im Interesse des Staates: „Die Defizite und Fehlleistungen im Krisenmanagement haben in der Konsequenz zu einer Vermittlung von nicht stichhaltigen Informationen geführt und damit eine Desinformation der

    Bevölkerung ausgelöst. (Ein Vorwurf könnte lauten: Der Staat hat sich in der Coronakrise als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.).“
    Der angebliche Fehlalarm habe dazu geführt, dass die kritischen Infrastrukturen negativ beeinträchtigt wurden: “Kritische Infrastrukturen sind die überlebensnotwendigen Lebensadern moderner Gesellschaften. Bei den Kritischen Infrastrukturen ist in Folge der Schutzmaßnahmen die aktuelle Versorgungssicherheit nicht mehr wie gewohnt gegeben (bisher graduelle Reduktion der prinzipiellen Versorgungssicherheit, die sich z.B. in kommenden Belastungssituationen niederschlagen kann). Die Resilienz des hochkomplexenund stark interdependenten Gesamtsystems Kritischer Infrastrukturen ist gesunken. Unsere Gesellschaft lebt ab sofort mit einer gestiegenen Verletzlichkeit und höheren Ausfallrisiken von lebenswichtigen Infrastrukturen. Das kann fatale Folgen haben, falls auf dem inzwischen reduzierten Resilienzniveau von KRITIS eine wirklich gefährlichePandemie oder eine andere Bedrohung eintreten würde.”
    Der Referent wendet sich entschieden gegen die aktuellen staatlichen Eingriffe in die bürgerlichen Freiheiten: “Die Verhältnismäßigkeit von Eingriffen in Rechte vonz.B. Bürgern ist derzeit nicht gegeben, da staatlicherseits keine angemessene Abwägung mit den Folgen durchgeführt wurde. Das BVerfG fordert eine angemessene Abwägung von Maßnahmen mitnegativen Folgen (PSPP Urteil vom 5. Mai 2020). Die Lageberichte des Krisenstabs BMI-BMG und die Lagemitteilungen des Bundes an die Länder müssen daher ab sofort
    • eine angemessene Gefahrenanalyse und -bewertung vornehmen.
    • eine zusätzliche Abteilung mit aussagekräftige Datenüber Kollateralschäden enthalten (siehe z.B. Ausführungen in der Langfassung)
    • befreit werden von überflüssigen Daten und Informationen, die für die Gefahrenbewertung nicht erforderlich sind, weil siedie Übersicht erschweren.
    • Es müssten Kennzahlen gebildet und vorangestellt werden.
    • Es ist unverzüglich eine angemessene Gefahrenanalyse und –bewertung durchzuführen. Anderenfalls könnte der Staat für entstandene Schäden haftbar sein.”
    Die ergriffenen Schutzmaßnahmen hätten zu Kollateralschäden geführt: “Eine zentrale Erkenntnis aus allen bisherigen Studien, Übungen und Risikoanalysen ist, dass bei der Bekämpfung einer Pandemie stets Kollateralschäden entstehen (als Auswirkungen von ergriffenen Schutzmaßnahmen), und dass diese Kollateralschäden einer Pandemie bedeutend größer sein können, als der durch den Krankheitserreger erreichbare Schaden. Ein immer in Kauf zu nehmender Kollateralschaden hat dann das beste Aufwand-Nutzen-Verhältnis, wenn er nicht größer ist, als zur Erreichung eines Schutzziels mindestens erforderlich ist. Er hat dann das maximal schlechteste Aufwand-Nutzen-Verhältnis, wenn sich die ursprüngliche Warnung vor einem unbekannten Virus am Ende als übertriebenoder im Extremfall sogar als Fehlalarm herausstellt, denn dann besteht der Gesamtschaden der Pandemie ausschließlich aus dem völlig zweckfreien Kollateralschaden.”
    Dass es sich bei dem geleakten Dokument um ein authentisches Dokument handelt, belegt die Reaktion des Bundesinnenministeriums. In einer Mitteilung führt das Ministerium aus: “Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat hat in einem mehrseitigen Dokument unter Verwendung des BMI-Briefkopfes und der dienstlichen Kommunikationskanäle seine kritische Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung verbreitet. Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI (…) Es ist nicht akzeptabel und mit den allgemeinen Pflichten im öffentlichen Dienst nicht vereinbar, wenn private Meinungsäußerungen und Gedankensammlungen unter Verwendung behördlicher Symbole, z.B.: dem offizielle Briefkopf, verfasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise wird der Anschein erweckt, die Privatmeinung gebe die offizielle Auffassung einer Behörde wieder. Durch innerdienstliche Maßnahmen wurde zwischenzeitlich sichergestellt, dass der Verfasser des Schreibens nicht weiter den unzutreffenden Eindruck erwecken kann, er handele insoweit für oder im Namen des BMI. Die weitere Sachaufklärung erfolgt im Rahmen der dafür gegebenen Verfahren auf der Grundlage der einschlägigen Rechtsvorschriften.”
    Zu den Todesfällen führt der Referent aus: „a. Aufgrund Einschränkungen der Klinikverfügbarkeiten (und

    Behandlungsmöglichkeiten) verschobene oder abgesagte Operationen: Über alles betrachtet hatten wir im Jahr 2018 insgesamt ca. 17 Mio vollstationärer Patienten mit OPs. Das sind im Schnitt 1,4 Mio Patienten pro Monat. Im März und April wurden 90% aller notwendiger OPs verschoben bzw. nicht durchgeführt. Das heißt 2,5 Mio Menschen wurden in Folge der Regierungsmaßnahmen nicht versorgt. Also 2,5 Mio Patienten wurden in März und April 2020 nicht operiert, obwohl dies nötig gewesen wäre. Die voraussichtliche Sterberate lässtsich nicht seriös einzuschätzen; Vermutungen von Experten gehen von Zahlenzwischen unter 5.000 und bis zu 125.000 Patienten aus, die aufgrund der verschobenen OPs versterben

    werden/schon verstarben.
    b. Aufgrund Einschränkungen der Klinikverfügbarkeiten (und Behandlungsmöglichkeiten) verschobene oder abgesagte Folgebehandlungen von (z.B. an Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt) Erkrankten: Die negativen Wirkungen von unterbrochenen Versorgungsstrukturen bei Tumorpatienten, seien es Krebsnachsorge oder auch unterbrochene Krebsvorsorgeprogramme, wie beim Brustkrebs, liegen auf der Hand, denn diese Maßnahmen haben ja ihren Nutzen in langen Studien belegt und sind auf dieser Basis eingerichtet worden. Es ist auch hier von jährlichen Behandlungszahlen in Millionenhöhe auszugehen. In einem Teil der Fälle werden die Verfügbarkeitseinschränkungen der Kliniken ebenfalls zum vorzeitigen Versterben von Patienten führen. Eine Prognose dieses Effekts ist schwierig. Experten, die sich dazu äußerten,gingen von bis zu mehreren tausend zusätzlichen Toten aus, die bereits in März und April 2020 verstarben oder

    noch versterben werden. c. Bei der Versorgung von Pflegebedürftigen(in DEU insgesamt 3,5 Mio. Menschen) sinkt aufgrund von staatlich verfügten Beschränkungen das Versorgungsniveau und die Versorgungsqualität (in Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten sowie bei privat / innerfamiliär durchgeführter Pflege). Da erwiesenermaßen das gute Pflegeniveau in DEU viele Menschen vor dem vorzeitigen Versterben bewahrt (das ist der Grund dafür, dass dafür so viel Geld aufgewendet wird), wird die im März und April 2020 erzwungene Niveauabsenkung vorzeitige Todesfällen ausgelöst haben. Bei 3,5 Mio. Pflegebedürftigen würdeeine zusätzliche Todesrate von einem Zehntel Prozent zusätzliche 3.500 Tote ausmachen. Ob es mehr oder weniger sind, ist mangels genauerer Schätzungen nicht bekannt. d. Zunahmen von Suiziden(bisher durchschn. 9.000 pro Jahr); Gründe für die Zunahme von Suiziden: langeandauernde erhebliche Beeinträchtigung aller Lebensbedingungen, die für psychisch instabile Persönlichkeiten kritisch werden können; aber auch mit zahlreichen Suiziden als Reaktion auf die wirtschaftliche Vernichtung von Existenzen ist zu rechnen; diverse Berufsgruppen, die sich ihrer

    Belastung durch die gesellschaftlichen und persönlichen Veränderungen und ihrer persönlichen (Mit)Verantwortung nicht gewachsen fühlen. e. Zusätzliche Todesfälle durch Herzinfarktund SchlaganfallÜber die letzten Jahre und Jahrzehnte wurden integrierte Konzepte entwickelt, die erfolgreich die Morbidität und Mortalität beeinflussthaben und darauf beruhen, dass

    möglichst frühzeitig (im Krankheitsverlauf), möglichst rasch (Zeit bis zur Versorgung) und möglichst kompetent eine Versorgung erfolgt. Diese inter-sektoralen/-disziplinären Ketten sind in vielfacher Weise geschädigt (ambulante Versorgung, Ressourcenentzug) und leiden auch maximal darunter, dassbedingt durch einseitige und übertriebene Informationspolitik die Betroffenen unberechtigter Weise Corona mehr als diese Erkrankungen fürchten und Warnzeichen unterdrücken und auch befürchten mit diesen Erkrankungen in der derzeitigen Corona-Fixierung im Krankenhaus nicht gut behandelt zu werden. In Konsequenz suchen derzeit viele Betroffene nicht/zu spät den Arzt auf, was bei diesen Erkrankungen erhöhte Morbidität, verschlechterte Rehabilitation und erhöhte Mortalität bedeutet.“

    Bin gespannt, wie die einschlägigen Stellen DARAUF reagieren … ;-))

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  9. rotewelt schreibt:

    Und noch ein weiterer Artikel zum Thema:
    https://www.rubikon.news/artikel/corona-gate-im-anflug
    Aber wie Spiegel & Co berichten: Es handelt sich ja lediglich um eine private Meinung…. Jau. Eigentlich zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre.

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  10. Christian schreibt:

    Mit ein paar Tagen Abstand sollte man fairerweise auch ein relativierendes Résummée
    zu dem o.a. Artikel lesen:
    https://www.focus.de/politik/deutschland/aufregung-im-innenministerium-mehr-tote-wegen-corona-regeln-was-hinter-den-thesen-aus-skandal-papier-steckt_id_11988245.html
    Die Lage bleit unübersichtlich …

    Gefällt 1 Person

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