Die 52. Woche, 2020

Diesmal konnte ich mich wieder nicht für ein Zitat entscheiden:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
(Immanuel Kant)

Die Menschheit ist so beschaffen, dass manche bei klarem Verstand bereit wären, ihre Jugend, ihren Körper, ihre Geliebten und Freunde, ihr Glück und noch vieles andere mehr auf dem Altar eines Wahnbildes zu opfern, das sie die Ewigkeit nennen.
(Amélie Nothomb)

Wenn man die Demokratie erst mal schützen muss, ist sie schon keine mehr.
(Elfriede Jelinek)

Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.
(Albert Camus)

Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich fügt und alles mitmacht.
(Sophie Scholl)

Das Werturteil gut oder böse ist aus der Welt verschwunden (…) Die menschlichen Empfindungen für Ethisches und Ästhetisches sind eng miteinander verwandt. Mit dem Schwinden des Gefühls für das Gute und das Böse schwindet auch der Sinn für das Schöne und das Hässliche. Die Welt wird rapide hässlicher.
(Konrad Lorenz)

Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie am Kragen hätte.
(Mephisto in Goethes „Faust“)

Weil ich mich nun zurückziehen möchte für den Rest des Jahres, kommen die Aphorismen der Woche zwei Tage zu früh, ich bitte um euer Verständnis. Ebenso dafür, dass ich hier keine Kommentare mehr zulasse, von denen mich zuletzt einige nur noch beleidigten und mir eine mir vollkommen fremde Gesinnung unterstellten. Das muss und will ich mir wirklich nicht mehr antun.

Die Zeiten werden, denke ich, unruhig bleiben. Ich wünsche euch allen, auch meinen Kritikern und Nicht(mehr)verstehern alles Gute fürs nächste Jahr.

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