Wie wird das ausgehen?

Ein Artikel zum Obrigkeitsdenken der Deutschen, auch und vor allem in diesen Zeiten.

https://www.rubikon.news/artikel/die-gehorsamsfalle

Wie gehorsam die Menschen hierzulande sind, auch und gerade die angehenden Akademiker, habe ich täglich vor Augen. Im Haus gegenüber wohnen nur Studenten (in Eigentumswohnungen, also schon eine privilegierte Gruppe). Wenn sie das Haus verlassen, dann meist mit FFP2-Maske, ob beim Gehen, Joggen oder Radfahren. Ganz freiwilllig, in einer wenig frequentierten Straße. Vielleicht traue ich mich mal, sie zu fragen, warum sie das tun.

Ich vermute aber, dass ihre Antworten keine großartigen neuen Erkenntnisse bringen würden. Gestern las ich in Kommentaren unter einem Youtube-Artikel von einigen Studenten, dass sie ihre täglichen Informationen ausschlließlich aus der Tagesschau beziehen. Ansonsten beschäftigen sie sich lieber mit Netflix und ihren Smartphone-Nachrichten. Das hat mich dann – trotz aller Vorurteile gegenüber der oberflächlichen Instagram-Generation – doch noch ein wenig schockiert. Diese jungen Menschen, die einmal „höhere“ Posten einnehmen wollen, berufen sich also nur auf das, was ihnen die Regierungsmedien tagtäglich eintrichtern, und glauben das bedingungslos (was aber ja auch wieder passt…). Dabei hatte keine Generation zuvor soviele Möglichkeiten, sich ein breites Spektrum an Informationen zu beschaffen, dem Internet sei Dank. Keiner kann sich dort besser und selbstverständlicher bewegen als diese jungen Menschen, aber ihr geistiger Horizont ist trotzdem beschränkt (und ja, natürlich gibt es Ausnahmen). Ich werde immer sprachloser.

Von der Jugend ist derzeit jedenfalls nichts zu erwarten, wenn es um die Verteidigung und Rückeroberung der Grundrechte geht. Die meisten rebellieren weder, dass sie den Uni-Hörsaal nach einem Jahr Studium noch nicht von innen gesehen und ihre Profs und Kommilitonen noch nicht persönlich kennengelernt haben, noch darüber, dass man ihnen ihre schicken Instagram-Reisen und Fotos verwehrt. Denn zuhause allein vor Zoom zu hocken und danach allein auf dem Sofa rumhängen ist doch cool, oder? Und so solidarisch!

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