Und was ist mit euch?

Ich war und bin ja schon immer daran interessiert zu wissen, wie andere Menschen denken und diskutiere auch gern mit ihnen.

Hier in meinem Blog bekomme ich ja seit meinen kritischen Beiträgen zu den Corona-Maßnahmen und zu den darüber hinausgehenden Entwicklungen kaum noch Resonanz. Nicht wenige von euch klicken noch drauf, schweigen dann aber (oder ergehen sich in Anspielungen). Warum eigentlich? Sagt doch mal, was ihr denkt.

Findet ihr alles richtig, was in Deutschland und auch weltweit geschieht? Im Namen der sogenannten Pandemie? Teilt ihr die Meinungen von Politik und Medien? Fühlt ihr euch gut, seid ihr zuversichtlich? Was sind eure Sorgen, wovor habt ihr Angst? Wie stellt ihr euch eure Zukunft vor, unsere Zukunft, die eurer Kinder?

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50 Antworten zu Und was ist mit euch?

  1. hannahbuchholz schreibt:

    Also ich habe über dieses Thema –Corona und all die unsinnigen und teilweise oder sagen wir mal größtenteils vollkommen irrsinnigen und haarsträubenden Maßnahmen sowie auch über die Hintergründe, die ich zu diesem Thema recherchiert habe (Klaus Schwab, B&M Gates, „Gain-of-funktion“-Forschung etc pp ) unzählige Gedichte geschrieben, auf die ich allerdings auch wenig Resonanz und für die ich ein sehr spärliches Feedback bekommen habe (und mitunter natürlich auch erboste und ab und zu auch ausgesprochen gehässige Kommentare… ; )
    Nun widme ich mich – nach fast zwei Jahren des Kampfes – endlich auch wieder anderen, schöneren Themen, weil dieses Thema mich langsam innerlich zerfressen und auch meine Gesundheit beeinträchtigt hat, oder sagen wir mal, die intensive Beschäftigung mit diesem Thema sowie auch die späte Einsicht, dass man niemandem die Augen öffnen kann, der sie nicht öffnen möchte.
    Liebe Grüße, Hannah
    PS Das Schweigen der Mehrheit meiner LeserInnen zu meinen Gedichten über das Thema Corona-Politik hat mich auch sehr lange beschäftigt, zumal viele dieser LeserInnen sich zu den Gedichten, die andere Themen betreffen, ja durchaus oft und gerne äußern.
    Auf meine gezielten Nachfragen hin erhielt ich oft die Antwort, die LeserInnen seien Corona-Müde.
    Ich glaube, bei vielen Menschen ist aber auch eine kognitive Dissonanz im Spiel – und die kann auch müde machen, ja, die kann geistig einschläfernd wirken und so wirkt sie auch sehr oft.
    PPS Auch wenn ich derzeit nur noch wenig über diese für mich sehr belastenden Themen schreibe, so lade ich doch immer wieder Beiträge dazu hoch, z.B. von Radio München, ich kann hier ja nachher mal den einen oder anderen kritischen Beitrag verlinken.

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    • mikesch1234 schreibt:

      Ja, viele sind müde …
      auch von den Kritikerinnen … das spüre ich ja selbst.
      Überlege mir immer wieder: was will ich denn eigentlich für den „Rest of my life“??
      Inzwischen weiß ich: es ist nicht viel … und doch soooo viel:
      wohnen, essen, Freundschaften pflegen, die halten, zusammen essen, sitzen, feiern, singen, beten, nachdenken, austauschen …
      Reisen, das dachte ich früher, mache ich später … mir fehlt es gar nicht …
      Meine alte Mutter erinnert sich an ihre frühen Reisen …
      Wenn ich ihr heute, sie ist 88, erzähle, dass sie mit 70 in Ägypten war, fragt sie nur: „Woher weißt Du das?“ und hat alles vergessen. Kann mir nichts mehr davon erzählen. Es war zu spät in ihrem Leben, irgendwann gelingt es nicht mehr, neue Erinnerungen, Erlebnisse dauerhaft zu speichern …
      Von allem, auch vom Reisen, gibt es ein Zuviel!
      Ich will ein kleines Maß finden, liebe Menschen besuchen ab und an, dann und wann … Briefe schreiben …
      GENÜGSAM leben versuchen
      Es ist genug! Von dem Erlebten zehren …

      Ich träume davon, ein Buch zu schreiben … literarisch, autobiographisch, christlich, feministisch, anarchistisch, ökologisch, menschenfreundlich …

      Ach ja, ach , ach …

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    • rotewelt schreibt:

      Danke für deinen Kommentar, Hannah. Auch Gedichte sind eine Möglichkeit, das Thema zu verarbeiten. Aber ich sehe, du hast ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich. Ich bin nach zwei Jahren auch müde und auch ich habe erst spät eingesehen, dass es keinen Zweck hat zu versuchen, andere Menschen aufzuklären. Überhaupt habe ich zwei Jahre lang fast meine ganze Freizeit geopfert, um mich zu informieren, habe Studien und verschiedene Meinungen gelesen etc.. Und ich habe mich selbst darüber ein wenig vernachlässigt. Ich habe nun beschlossen, das zu ändern. Meine Sorgen werden weiter bestehen und ich werde weiter darüber schreiben (aber nicht in diesem Blog, den werde ich auf Eis legen), aber ich werde mich auch wieder um mich selber kümmern und versuchen, mich auch wieder anderen, schöneren Dingen zuzuwenden, Das mit dem Schweigen… Ich sehe ja auch hier, dass jetzt die, die bisher geschwiegen haben, weiter schweigen. Entweder sehen sie alles anders, wollen das aber nicht äußern, oder stimmen teilweise still zu oder aber sie wollen das alles einfach nicht hören und nicht an sich heranlassen. So erlebe ich es zum Beispiel auch bei meiner Schwester. Spreche ich das Thema an, verstummt sie, da kommt gar nichts. Das haben mir schon mehrere Menschen berichtet – ein Phänomen, das ich bisher nicht kannte. Alles Gute dir!

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      • hannahbuchholz schreibt:

        Danke dir für deine Antwort, liebe…
        hm, liebe rotewelt klingt seltsam, wie ist denn eigentlich dein Name, wenn ich fragen darf…? Und verlinkst du hier vielleicht einen link zu deinem neuen Blog, wenn du diesen Blog hier auf Eis legst…?
        Das würde mich sehr freuen…. und mit Sicherheit nicht nur mich…!
        Jedenfalls finde ich es sehr gut und richtig und wichtig, dass wir uns nun wieder mehr um uns selbst kümmern… denn anderenfalls macht uns dieses Thema unter Umständen noch ernsthaft krank… und die spärliche bzw teilweise sogar ganz ausbleibende Resonanz macht es natürlich auch nicht gerade besser.
        Ja, und dieses Verstummen, das du da am Beispiel deiner Schwester beschreibst… dazu fällt mir auch noch einiges ein, aber dazu ein andermal, gerne bald, mehr…
        Viele liebe Grüße und einen schönen Abend dir… von Hannah

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        • hannahbuchholz schreibt:

          Oh, ich bin heute wirklich ein Schussel, entschuldige bitte, liebe Ute.
          Das mit dem Namen in meinem Kommentar oben kannst du gerne löschen, wenn du magst. Heute bin ich so müde und heute gibt es so viel , worüber ich nachdenken muss
          und schon nachgedacht und geschrieben habe…. und ich bin einfach nur müde, müde, müde…

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          • rotewelt schreibt:

            Kein Problem, wir sind doch alle müde!

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          • mikesch1234 schreibt:

            war heute auch nur müde und habe abgehangen … Videos angehört im Bett und dazu gestrickt … mehr nicht … bisschen was gegessen, viel getrunken …
            Ja, viele sind verstummt … nur eine ist da noch, die mich ab und an „angarstet“ und erschrickt … ich melde mich bei ihr aber nicht mehr, weil sinnlos … und den Verstummten schicke ich ab und an mal was Nettes, Lustiges oder Besinnliches, Spirituelles … aber bloß nix zu „C“ und zu „I“ !!!
            Liebe Grüße, HIltrud

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        • rotewelt schreibt:

          Ute heiße ich! 🙂 Ja, liebe Hannah, wir müssen uns selbst schützen und können nicht nur kämpfen und das mit wenig Resonanz. Momentan habe ich viel um die Ohren, daher weiß ich noch nicht genau, wie ich den neuen Blog gestalte. Nur: DAS Thema ausblenden wird wohl nicht funktionieren, aber ich werde es anders verarbeiten. Ich überlege noch, ob ich den neuen Blog, wenn er denn mal steht und ein Artikel fertig ist (das wird noch dauern, denke ich) hier verlinke oder Interessierten den Link schicke. Und ob ich überhaupt noch Kommentare und Likes zulasse – wie gesagt, es gibt Einiges zu überdenken.
          Liebe Grüße und dir auch einen schönen Abend!

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          • hannahbuchholz schreibt:

            Danke schön, dir auch, liebe Ute.
            Übrigens, vielleicht sollten wir, die wir uns hier austauschen, uns alle mal persönlich treffen, das könnte sehr nett und auch spannend werden, oder…?
            Nur so eine Idee…. so und jetzt fallen mir wirklich die Augen zu.
            Gute Nacht, liebe Ute, liebe Hiltrud (und wer immer sonst noch mitliest)…. von Hannah

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          • rotewelt schreibt:

            Danke, Hannah! Hiltrud hat es ja auch schon vorgeschlagen, sich mal persönlich zu treffen, vielleicht schaffen wir das ja mal! Bonne nuit!

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  2. Ulli schreibt:

    Ich habe mich schon recht bald aus den Diskussionen zurückgezogen. Zum einen weil mir der Ton nicht gefiel, in dem sie geführt wurden, zum anderen, weil jede=r einfach nur Recht haben wollte. Skeptisch war ich allerdings von Anfang an, was von offizieller Seite verbreitet wurde, auch konnte ich nicht akzeptieren, dass kritische Wissenschaftler=innen gesperrt wurden und vergrößerten meine Skepsis gegenüber der Mainstreammeinung.
    Gerne habe ich deine kritischen Beiträge zum Thema gelesen, meist aber schweigend, nur likend. Zwischenzeitlich gab es auch Zeiten, in denen ich gar nichts mehr dazu lesen, sehen oder hören wollte, ich fand das Ganze nur noch ermüdend und zermürbend, das hat sich mittlerweile wieder verändert, nur mein Schweigen nicht.
    Ich freue mich sehr leise, dass ganz langsam die Dialogbereitschaft wächst. Vielleicht haben jetzt ja doch einige begriffen, dass es darum geht alle Positionen zuzulassen und dass nicht jeder Mensch, die, der sich nicht impfen lassen will, stante pedes ein Nazi, ein Schwurbler, ein Verleugner ist.
    Die Politik allerdings finde ich nach wie vor unsäglich.
    Herzliche Grüße
    Ulli

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    • rotewelt schreibt:

      Danke für deine Worte und Einschätzung der Politik, Ulli. Ja, die Verunglimpfung von Skeptikern und Menschen, die sich die Spritze nicht geben lassen wollen, ist wirklich erschreckend. Als zermürbend empfinde ich das Ganze auch oft und mehrmals habe ich versucht, mich zurückzuziehen und hier zurückzuhalten, doch es ist mir bisher im Unterschied zu dir nicht gelungen. Nun ist aber – endlich – der Punkt erreicht, auch aufgrund der Reaktionen hier, das heißt vor allem der Nicht-Reaktionen. Irgendwann muss man einsehen, dass man sich umsonst verausgabt hat – auch wenn ich das eigentlich schon lange begriffen habe. Herzliche Grüße zurück und gute Erholung bzw. Besserung, Ute

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  3. gkazakou schreibt:

    Was soll ich sagen, Ute? Ich habe ja von Anfang an auf meine Weise das Geschehen kommentiert, teils künstlerisch-anspielend, teils durch Teilung von Recherchen und Ansichten anderer, teils auch, insbesondere in Kommentaren, immer auch wieder direkt stellungnehmend Ich habe immer auch eine starke Resonannanz auf diese Art von Einträgen und Kommentaren erhallen, zustimmend, differenzierend oder scharf ablehnend, manchmal auch mit üblen Unterstellungen beleidigend. Die starke Reaktion freute mich jedenfalls . Nie aber sagte jemand: nun habe ich etwas dazugelernt, nun sehe ich die Dinge in einem anderen Licht. Vielleicht wäre das auch zu viel verlangt.

    Selbst informiere ich mich laufend, immer noch und oft viele Stunden lang, über all das, was man zu dem Thema lesen kann – wobei nur ein geringer Teil sich unmittelbar auf die Erkrankung und deren Bekämpfung sowie die Impfschäden bezieht. Meistens geht ja um die aus dem Gleis gelaufene politische Kultur, die Korruption, die geheimen Agenden, die sich dahinter verbergen und die Geldinteressen, die sich an die Epidemie angehängt haben.
    Oft wird die Frage aufgeworfen, ob man mit Nazis und Antisemiten gemeinsame Sache machen darf. Für mich ist besonders dieser letzte Punkt zermürbend, denn es ist ja tatsächlich so, dass sich solche Geisteshaltungen im Feld des Protestes tummeln. Und es ist schwer erträglich, dass ausgerechnet die konservativ bis extrem rechts eingestellten Menschen sich zu Vorkämpfern von Freiheitsrechten und Demokratie machen. Darin zeigt sich für mich das totale Versagen der gesellschaftlichen Institutionen: dass sie diesen Kräften die Opposition überließen und sich zu Fürsprechern von Entmündigung, Kontaktverboten,Zwangsimpfungen, Maskenfetisch, faktisch damit auch von weltweiten Konzerninteressen und Herrschaftseliten gemacht haben. Wir alle haben es ja empfunden, wie sich das demokratische Spektrum in diesen zwei Jahren verschoben und verengt hat, wie sich diejenigen, die wir für Gleichgesinnte gehalten hatten, auf einmal auf der Gegenseite befanden, und die, mit denen wir wirklich nichts gemein zu haben meinten, neben uns standen.
    Umso dankbarer bin ich den relativ wenigen freundlichen kompetenten Menschen, die sich dennoch trauten, das Wort zu ergreifen, und sich nicht scheuten, als man ihnen allerlei Etikette anklebte, sie auch beruflich fertig machte und sie faktisch zu Outlaws erklärte. Ohne sie wären wir verloren. Und langsam wächst auch das Verständnis der Vielen: Sie gehen auf die Straße, gehen spazieren, suchen ihren Mut zusammen und kommen aus ihren Mäuselöchern hervor, sie lernen sich untereinander kennen, fühlen sich verstanden und menschlich akzeptiert. Da wächst etwas Schönes heran, und wenn die anderen nicht mit heftigsten Mitteln totsprühen, was da heranwächst, dann können wir Hoffnung fassen.

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    • mikesch1234 schreibt:

      Ich habe mir viele Deiner Beiträge ausgedruckt … ich lese hier gern mit … in meinem eigenen Blog poste ich auch etwas ab und zu … bei der Hannah lese ich auch mit und auch bei der Gerda … bin schon 64 … und wurstele mich so durch … sehne mich nach lautem Lachen und meiner alten Ungezwungenheit … spontanen Umarmungen und Küssen … nach Zwanglosigkeit … ob wir wohl jemals wieder irgendwo irgendwie zwanglos zusammen kommen werden??

      Habe seit 2015 bis 2021 im Krankenhaus gearbeitet – in der Seelsorge … und habe bis zu meinem Ausscheiden beobachtet, wieviel „fake“ auch dort war … die leeren Betten, die extra freimemachten, leer stehenden Corona-Betten … die wenigen Covid-Patientinnen …

      schon 2 Tage nach dem es in 2020 losgegangen war hatte ich die Zahlen recherchiert …
      in unserm Land sterben täglich 2600 Menschen, das ist „normal“ … und wir kamen keinen Tag drüber, sondern blieben immer drunter … also, dachte ich mir, da stimmt was nicht!!

      recherchiere viel, habe im Laufe der Zeit viele kritische Geister gefunden, Anarchistinnen, Libertäre, Linke, Künstlerinnen, Freidenskämpfer, Literatinnen, Feministinnen … ein paar wenige – leider – Theologinnen (wofür ich irgendwie sehr schäme) …

      Verschwörungstheorien interessieren mich nicht … ich sehe ja, was passiert, wie wenig Aufschrei es aus Berlin etc. dazu gibt … denke mir dann: aha, das soll also passieren … wir sollen ab jetzt hübsch fein zuhause bleiben … alles am besten bestellen … und Kultur auch nur aus der Flimmerkiste …

      … das nun auch noch Kriegstrommeln angeschlagen werden, beunruhigt mich sehr … möchte ich doch meine Füße auf den Weg des Friedens richten … wie bisher immer schon …

      Das ganze framing ins rechte Milieu lässt mich ziemlich kalt … die Leute, die mich kennen, wissen eigentlich, dass das für mich nicht passt … dass ich immer gegen rechts war und auch noch bin …
      Schade, dass niemand auf den Gedanken kommt, die paar Rechten könnten bei Spaziergängen und Demos sich bei der Masse der Normalos, Ökos und Linken mal „anstecken“ 😉 bzw. was abgucken …
      Denen sagt niemand: ach, Du bist mit linken Spinnern spazieren gegangen!!

      Habe das letzte Jahr genutzt, ganz viel Christa Wolf zu lesen. Kassandra, mehrmals, auch immer wieder als Hörbuch im Auto bei den wöchentlichen Fahrten zu meiner Mutter … und natürlich vor allem die Kindheitsmuster … Christa W. war 17, als ihr – nach der Flucht – eine neue Lehrerin eröffnete, „sie habe die letzten 12 Jahre in einer Diktatur gelebt … und ich hatte es gar nicht gemerkt!“
      Ja, die mit dem Strom schwimmen und alle Maßnahmen toll finden, merken es auch nicht. Die dagegen angehen, wie auch immer, wie mutig oder auch weniger mutig, die merken es, die bekommen es schnell zu spüren …

      Gott sei Dank habe ich meine Clownin-Ausbildung, sodass es mir meist gelingt, mich in den Humor zu retten, sodass dann alle ins Lachen kommen …

      Mach weiter so … mach, was Du kannst, was Dir wichtig ist … und wenn Du nur ein paar Menschen stützt und vielleicht noch weniger anregst, mal wieder den Verstand zu gebrauchen …
      Bei Gerald Hüther habe ich gelernt, das permanente Angst-Duschen das Gehirn zutiefst verseuchen und klares Denken unmöglich macht!

      Ich schaue keine Talkshows, keine Serien und auch keine Nachrichten, höre kein Radio.

      Die Tageszeitung blättere ich durch, notiere mir die Toten mit Geburtsjahr. Es sind deutlich mehr als früher! (lese seit meinem 10. Lebensjahr täglich die Sterbeanzeigen – mein Vater las die Zeitung von vorne, ich von hinten!, so hatten wir beide zu lesen …!)

      Ich recherchiere viel, nicht mit google, es gibt andere gute Suchmaschinen, und stelle meine eigenen Fragen.

      Vielleicht können wir ja mal was zusammen machen, wir0 DU und Deine Leserinnen? Lauter fitte Menschen !!!
      Alles Liebe, Herzlichst, Gruß und Kuss und dicke Umarmung!!!

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      • rotewelt schreibt:

        Hiltrud, noch so eine, die ständig recherchiert und sich sozusagen die Augen wund liest, danke dir für deinen Kommentar und deine auch beruflichen Erfahrungen und an deinem Interesse an meinem Blog. Ich denke, dass Blogger wie wir uns eher gegenseitig stützen als andere wirklich zum Nachdenken zu bewegen, aber das ist schon sehr viel wert, gerade wenn man sich in der Position einer diskriminierten Minderheit befindet! Meine Beobachtung ist auch, dass viele Menschen es gar nicht merken, was hier geschieht, in welche totalitäre Richtung wir uns bewegen. Oder sie gewöhnen sich schnell daran und finden es hilfreich, wenn sie keine eigenen Entscheidungen mehr treffen müssen. Diese Menschen fühlen sich auch in Unfreiheit wohler, sie wollen keine Eigenverantwortung – ein Betriff, der nun auch zur Floskel des Jahres gewählt wurde, wie passend…
        Ich wünsche mir auch wieder mehr Nähe, Lachen und Unbekümmerheit und habe aber selbst auch dazu beigetragen, dass mir das fehlt, weil ich mich viel zu exzessiv in das C-Thema reingegraben und mich fast ständig damit beschäftigt habe. Das tut mir nicht gut, daher werde ich mich jetzt wieder mehr um mich selbst kümmern. Freut mich, dir dass dir deine Clown-Ausbildung dabei hilft, den Humor nicht zu verlieren! 😉 Ich bin übrigens etwa in deinem Alter. Ich muss mich noch entschuldigen, dass ich deine Blog-Beiträge – und das gilt auch für andere – hier gar nicht, kaum oder nicht mehr gelesen habe, ich hatte schlicht keine Muße mehr dafür, weil ich so tief im eigenen Kram steckte.
        Hier werde ich aus verschiedenen Gründen nicht weiterschreiben (dazu werde ich noch einen Extra-Beitrag veröffentlichen), aber ich werde einen neuen Blog eröffnen und neu anfangen. Dir auch alles Liebe und lass dich nicht unterkriegen! Herzliche Grüße, Ute

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    • Daniel D. schreibt:

      Zitat: „wie sich diejenigen, die wir für Gleichgesinnte gehalten hatten, auf einmal auf der Gegenseite befanden, und die, mit denen wir wirklich nichts gemein zu haben meinten, neben uns standen.“

      Ja, das ist schon seltsam.
      Es zeigt, daß man die Menschen bei einer eher ideologischen Herangehensweise schnell einmal falsch beurteilt.
      Man muß wohl jeden einzeln mit allen Facetten beurteilen, sonst erkennt man letztlich nicht wirklich Freund oder Gegner.

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      • rotewelt schreibt:

        Ja, ich muss auch sagen, dass ich noch nie soviel über Menschen gelernt habe wie in den letzten zwei Jahren. Es waren zum Teil bittere Erkenntnisse, aber letztlich haben sie doch die Augen geöffnet und plötzlich sieht man auch frühere Freunde in einem anderen Licht und muss zugeben, dass es bei manchen vielleicht nie so richtig passte. Genau, ideologisches Herangehen bringt nichts, vielleicht helfen uns die neuen Erkenntnisse ja, unvoreingenommener auf Menschen zuzugehen.

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    • rotewelt schreibt:

      Ich bin auch froh und dankbar, Gerda, dass du und einige andere immer wieder das Wort ergreifen, ihre Meinung zum Geschehen sagen und ihre Sorgen äußern. Es hilft einem, nicht ganz zu verzagen und sich nicht so allein zu fühlen. Einige aggressive Reaktionen darauf sind unschön, sagen aber auch viel. Das, was du zu den Rechten sagst, sehe ich auch so: Die untätige Opposition, die man gar nicht mal mehr als solche bezeichnen kann, hat ihnen das Feld überlassen, aber die Verantwortung dafür wollen sie nicht übernehmen. Ich war bisher auf keiner Demo und keinem Spaziergang, aber überall ist es smöglich, dass sich Menschen anschließen, derern Ansichten man nun gar nicht teilt, man wird das nicht verhindern können. Deshalb darauf zu verzichten, halte ich für unklug, denn dann würde es gar keine Demos mehr geben. Die Spaziergänger und Demos grenzen sich aber auch deutlich davon ab und die, die stören, sind eher die schwarz vermummten jungen Menschen in Kapuzen, die friedliche Demonstranten beschimpfen, gern auch als Nazis. Aber sie machen sich im Grunde nur lächerlich, denn die Öffentlichkeit hat wohl begriffen, dass es sich bei überwiegenden Mehrheit der Demonstranten bei Menschen aus der Mitte der Gesellschaft handelt, die hier ihre Meinung kundtun. Etwas Zuversicht keimt bei mir auch auf, wenn ich sehe, was sich hier tut und ich hoffe sehr, dass das nicht durch hereingeschleuste Krawallmacher wieder zerstört wird.

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  4. hannahbuchholz schreibt:

    Liebe Gerda,
    also ich denke, das, was da derzeit heranwächst, läßt sich nicht totsprühen, das wird weiter(hin) wachsen und wachsen.
    Mit „das“ meine ich sowohl die zarten Pflänzchen des Widerstandes, die noch wachsen und stärker werden dürfen, als auch die schon stärkeren Pflanzen und Gewächse.
    Wir werden weiter wachsen und gemeinsam immer stärker werden… !! ❤
    Viele liebe Grüße, Hannah
    PS Über deinen Kommentar von vorhin freue ich mich – wie immer – sehr,
    aber leider spinnt meine Kommentarfunktion gerade mal wieder.
    Sobald sie wieder funktioniert, antworte ich dir gerne bei mir im Blog. ❤

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  5. Ich bin des Diskutierens und Kommentierens müde. Nach fast 30 Jahren der vergeblichen Versuche aufzuklären. Seitdem ich Mitte der 1990er Jahre das erste Mal eine eigene Domain bekam, teile ich unermüdlich Artikel, die Hintergründe beleuchten und auf merkwürdige Entwicklungen aufmerksam machen. Es gibt in meinem Leben eine klare Linie von den sogenannten Studentenunruhen der 1960er Jahre bis heute (und aus meinem desaströsen Geschichtswissen heraus behaupte ich, dass es sogar eine Linie aus der Kaiserzeit bis heute gibt – man schaue sich nur noch einmal Michael Hanekes „Das weiße Band“ an). Die Deutschen in ihrer großen Mehrheit waren und sind Untertanen, passiv aggressive Menschen und es kommt regelmäßig zu aktiven Ausbrüchen. Ich beobachte nur noch den Untergang und mache, was ich immer machte: Aufklären durch Teilen von Informationen jenseits des Mainstreams. – Und ich bin mir sicher: nichts, rein gar nichts ist, wie es scheint. Weder auf der Seite der Obrigkeitshörigen noch auf der Seite der Obrigkeitsskeptiker. Die Strippenzieher im Hintergrund spielen über Bande und planen auf Jahrzehnte, es ist ein undurchschaubares Spinnennetz, alles ist miteinander verwoben und jeder benutzt jeden (Literaturempfehlung: Im Spinnennetz der Geheimdienste von Patrik Baab, Robert E. Harkavy, Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet? – Vorweg: die Autoren lösen das Rätsel nicht. Aber, sie haben so viel recherchiert, das einem schwindlig wird, bei der Erkenntnis, wer mit wem verbandelt ist, wer wessen Geschäfte erledigt, wie es Organisationen in Organisationen in Organisationen gibt.).

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    • mikesch1234 schreibt:

      Ja, nichts ist es wie scheint.

      Schon seit längerem nehme ich es so wahr.
      Wenn ich in den Himmel schaue …
      Wenn ich Bäume sehe, Pflanzen, Seen, das Meer, die Natur … es wirkt wie Kulisse … es tut so, als sei alles in Ordnung, alles normal …
      Wenn ich mir die PolitikerInnen anschaue …
      2013, Bundestagswahl, Gespräch mit meiner 80jährigen Mutter über die Bundespolitikerinnen … ich sage ihr „die Frau Merkel, das ist eine gute Schauspielerin, sie beherrscht ihren Text, kann ihre Gesten und Bewegungen, alles gut einstudiert“, da lacht sie schallend los … und stimmt mir, als sie sich wieder eingekriegt hat, zu … „Du, was soll man bloß wählen???“
      Ach, ach, ach …

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    • rotewelt schreibt:

      Ich verstehe deine Müdigkeit (und auch die der anderen, bin selbst müde geworden), wusste aber nicht, dass du schon so lange aktiv bist und versuchst, Menschen zu informieren und aufzuklären. Doch du gibst nicht auf und teilst weiter deine Links – Respekt! Selber bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich damit aufhöre. Jemand fragte mich hier mal, ob ich auf einer Mission unterwegs sei. Das habe ich verneint, würde mich heute aber korrigieren wollen, denn anderen die Augen öffnen zu wollen, hat ja was von einer Mission, zumindest Aufabe, die man sich selbst stellt. Ich habe das alles gemacht, weil ich es quasi als meine Pflicht betrachtete und ich wollte selbst noch in den Spiegel schauen können. Nun mag ich nicht mehr, weil doch der Eindruck überwiegt, gegen Wände zu reden. Warum also die Mühe? Es kostet nur die eigene Kraft und meine brauche ich jetzt. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr sagen werde, was ich denke, aber ich werde nicht mehr für andere, die es nicht interessiert, auf andere Links und Studien etc. verlinken, ich werde niemanden mehr direkt ansprechen, der nicht angesprochen werden will, sondern eine andere Form finden.
      Was du zu den Hintergründen schreibst, so bin ich auch sicher, dass wir ganz viel noch nicht wissen, vieles wird uns sicher – auch den Obrigkeitsskeptikern – für immer verborgen bleiben. Und ja, die Strippenzieher haben einen langen Atem, es ist geradzu unheimlich, wie sie über Jahrzehnte (oder länger?) planen in dem Wissen, dass sie die Realisierung ihrer Projekte selbst nicht mehr erleben. „Die Deutschen in ihrer großen Mehrheit waren und sind Untertanen, passiv aggressive Menschen und es kommt regelmäßig zu aktiven Ausbrüchen.“ Das muss ich leider bestätigen. Es fällt mir schon seit Jahrzehnten auf (im Grunde seit ich die ersten Reisen ins Ausland gemacht habe) und das passiv oder latent Aggressive fand ich schon immer beängstigend. Jetzt manifestiert sich einiges davon, man kann es deutlich sehen. Danke für den Literaturtipp!

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      • Zunächst lese ich die Artikel für mich selbst, das Teilen ist dann ein Nebeneffekt. Von Beginn an hatte ich nicht die Erwartung, damit die „Welt bewegen“ zu können; ich sagte mir, wenn auch nur eine Person etwas mit dem Verlinkten anfangen kann, habe ich schon etwas bewirkt. Das sollte so sein. Aber niemand sollte mehr sagen können, davon habe er nichts wissen können. Heute ist es ein Nicht-Wissen-Wollen, wenn jemand „davon“ nichts weiß. Damit meine ich nicht die Verschwörungstheorien, sondern allein, dass, was als Beweise oder Indizienketten bekannt ist, zu all der ‚Organisierten Kriminalität‘ weltweit (wie ich sie nenne).

        Ich begreife gerade in der aktuellen Lage, wie damals ein A. Hitler an die Macht kommen und sie missbrauchen konnte, wie die Menschen willfährig mitmachten anstatt Nein zu sagen.

        Die Evolution weiß, sich solcher Parasiten zu entledigen.

        Sie ist gerade dabei. Der Mensch ist nur ein weiterer Versuch und Irrtum der Evolution. In der Lebenszeit des Universums ist der Mensch noch nicht einmal eine Fußnote.

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        • rotewelt schreibt:

          Klar, verstehe, ich lese die Artikel auch für mich selbst, weil ich so umfassend wie möglich informieren möchte, das war schon immer so. Ich denke auch, dass sich niemand herausreden kann, nichts zu wissen – nicht in diesen Zeiten, denn das Internet macht es möglich, es ist nicht nur ein Tummelplatz von Idioten und Narzissten. Ich denke, diese Ignoranz beruht bei vielen nicht nur auf Gleichgültigkeit und Faulheit, sondern andere als die ihnen bekannten Wahrheiten würden sie schlicht überfordern, ihr heiles Weltbild würde zusammenberechen und deshalb wollen sie nichts wissen.
          Ich habe in den letzten zwei Jahren auch erstmals verstanden, wie Hitler damals an die Macht kommen konnte, mein ganzes Leben hatte ich mich gefragt, wie das sein konnte. Nun ist klar, was Propaganda anrichten kann, wenn sie auf einen fruchtbaren Nährboden trifft. Dass die Menschen nicht sehen können, auf welche Bahn sie wieder getrieben werden und sich das gefallen lassen oder gar mitmachen, ist erschreckend und ich habe auch schon öfter gesagt, dass ich den Eindruck habe, die Menschheit ist es anscheinend nicht wert, weiter zu existieren, die Zivilisation ist gerade dem Untergang geweiht, wenn es nicht doch noch eine Wende geben sollte.

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  6. rotewelt schreibt:

    Ganz lieben Dank für eure ausführlichen und offenen Kommentare, ich weiß das sehr zu schätzen und freue mich total darüber, Hannah, Gerda, Ulli, Bernd und Hiltrud (in der Reihenfolge eurer Kommentare ;-)). Ich werde eure Beiträge alle einzeln beantworten, wollte erst einmal abwarten und sammeln, was kommt. Was man aber – bisher – sagen kann, ist, dass ihr alle auch zu denen gehört, die sich viele Gedanken machen, bei einigen oft bis zu dem Punkt, dass es euch schadet (ich kenne das) und euch dann ausklinken müsst, um euch nicht selbst zu verlieren. Gerade gestern war ich wieder vollkommen hoffnungs, als ich an die Zukunft dachte, auch weil ich nicht verstehe, wie sich die Menschen so schnell so verändern konnten (oder waren sie immer so und ich habe es nicht gemerkt?), unter anderem auch deshalb dieses Posting. Das ich heute morgen eigentlich schon bereute. Doch nun bin ich froh darüber, denn ihr macht mir Mut!

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    • Daniel D. schreibt:

      Zitat:“auch weil ich nicht verstehe, wie sich die Menschen so schnell so verändern konnten (oder waren sie immer so und ich habe es nicht gemerkt?)“

      Es wird latent vorhanden gewesen sein. Und sie kehren es jetzt heraus, weil es zum Zeitgeist passt. Und vorher hat eben etwas anderes gepasst, was sie auch drauf haben.
      Viele sind halt gnadenlose Opportunisten.

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  7. Eric schreibt:

    Als Du vor einiger Zeit die von Menschen gemachte Klimaveränderung infrage stelltest, habe ich noch fachlich argumentiert.
    Später hat ein selbsternannter „Corona-Ausschuss“ sich viel Zeit genommen, zu belegen, dass Drosten keinen Doktortitel habe. Als ich ein offizielles Statement seiner Uni als Gegenposition postete, wolltest Du das lediglich „so stehen lassen“.
    Die „Reise“ ging bei Dir weiter und Du hast Dich m.E. immer mehr verschwörungslastigen Argumenten zugewandt. Dein Blick hat sich nach meinem Empfinden immer mehr verengt und ich habe Deine differenzierte Wahrnehmung vermisst.
    Die beiden Video-Links Ende letzter Woche fand ich niveaulos und zynisch: Wortfetzen wurden aus dem Zusammenhang gerissen und sollten wohl als überlegene Schenkelklopfer dienen – ein bekanntes Manipulationsmuster.
    Ja, es geht um Manipulation, um Macht. Hier insbesondere darum, wer die Deutungshoheit besitzt, um seine Ziele durchzusetzen.
    Ich halte es als Demokrat für einen großen Fehler, sich nicht auf allen Seiten zu informieren. Die „Leidmedien“, wie Du sie nennst, sind eben nicht durchweg konform und haben sich m.E. gerade in den letzten 12 Monaten erstaunlich entwickelt. Ein Blick in die politische Berichterstattung lohnt immer, insbesondere auch, um der Gefahr zu entgehen, sich einseitig zu informieren. Das ist übrigens der Grund, warum ich mich auch intensiv mit Argumenten der corona-kritischen Seite auseinandersetze.
    Ich habe viel mit Asien zu tun und bekomme mit, wie sich der Alltag z.B. in China abspielt. („Billyboy“ ist dort kein Thema und auch kein Klaus Schwab – wer hat eigentlich seine bisherige Intention im WEF verfolgt oder sein Buch gelesen?).
    Diese (tatsächliche) Diktatur bringt es fertig, riesige Bereiche zu isolieren und Menschen für Monate voneinander zu trennen. Betroffene können froh sein, wenn sie genug zu essen bekommen.
    Bei uns wird das (zugegeben nervige) Maskentragen schon als Eingriff in Grundrechte erlebt.
    Aber angenommen, es gibt tatsächlich ein Virus, das potentiell gefährlicher als z.B. eine (auch schon gefährliche) Grippe ist – eine Pandemie, wie sie schon immer ungefähr alle 100 Jahre in unserer Menschheitsgeschichte aufzuschlagen beliebt, eine Pandemie, die anfangs durch massenhafte Erstickungstodesfälle auf sich aufmerksam machte. Unsere Gesellschaft ist aufgrund von Nachlässigkeit und Sparmaßnahmen unvorbereitet (physisch und psychisch).
    Was macht dann die Politik? Selbstverständlich hat sie erstmal keinen Plan, läuft Amok und verliert sich in Aktivismus. Dass das nicht gerade eine gute Figur machen kann, ist logisch. Und eine solche Situation haben wir. Wer da mit Autorität nicht klar kommt, hat ein Problem.
    Deshalb kann ich auch den inzwischen viral gehenden Offenen Brief von Ehud Qimron gut „hören“, aber das heißt nicht, dass er die Verschwörungsmythen bestätigt.
    Auch jeder Einzelne kommt aus dem Lot, denn es gibt keine Blaupause für die Psyche. Dass Urängste durch eine Pandemie ausgelöst werden, hat sich insbesondere in der Anfangsphase gezeigt: Toilettenpapier war ausverkauft – Angst, die Kontrolle zu verlieren. Inzwischen wirken die Ängste subtiler. Unbewusst wird der große Feind im Außen gesucht („der große Plan“). Die Sehnsucht nach Solidarität steigt: ich bin nicht allein. Und so lässt man sich wieder und wieder bestätigen.
    Auch mich nerven die Maßnahmen, die Irrungen und Profilierungen unserer Politiker. Mich nerven die wirtschaftlichen Auswirkungen, von denen ich stark betroffen bin. Mich nervt, dass soziale Träger seit fast zwei Jahren nur eingeschränkt arbeiten können und viele am Rand Ihrer Existenz stehen. Mich nerven aber auch die narzisstischen Darstellungen selbsternannter Aufklärer im Netz.
    Da kann z.B. ein Wolf im Schafspelz durch Europa tingeln und behaupten, dass das (kommende?) Grundeinkommen nur dazu da sei, jeden Einzelnen unter Kontrolle zu bringen. Hat mal jemand ausgerechnet, was an der Corona-Skepsis verdient wird? Dass der Dunning-Kruger-Effekt einmal so massenhaft zutage tritt, hätte ich nicht erwartet.
    Das Paradoxe ist, dass gerade weil unpopuläre Maßnahmen ergriffen wurden, es bisher (in D) „nur“ 110.000 Tote gab.
    Aber dahinter einen globalen Plan zu sehen, halte ich für naiv und entbehrt jeglicher realpolitischen Grundlage. Es müssten sich Player unterschiedlichster Couleur plötzlich einig sein und ihre Interessen verwerfen zu Gunsten eines großen, übergeordneten Plans. Das soll klappen?
    Ja, es gibt den Trend zur Überwachung. Nicht weil es Teil eines großen Plans ist, sondern weil es schlicht möglich ist und damit Geld und Macht generierbar sind.
    Nochmal zur Deutungshoheit: die haben derzeit in manchen Kreisen wie schon oben erwähnt offenbar manipulative Protagonisten mit eigenen Kanälen übernommen. Sie werden einfach tausendfach weiterverlinkt. Kein Hinterfragen, keine Diskussion. Das ist auffällig.
    Vieles im derzeitigen Chaos ist unserer „famosen“ Politik und katastrophalen Maßnahmen-kommunikation geschuldet.
    Dennoch: es gibt dieses tückische Virus, das auf Samtpfoten daherkommt und ohne Vorwarnung bei vielen (nicht nur älteren) Menschen eine tödliche Wendung nehmen kann, wie ich selbst mehrfach erlebt habe. Ich bin überzeugt, dass wir nach wie vor der Wissenschaft trauen können (wenn sie zu Wort kommt und wer versteht, wie sie funktioniert, ist auch gefeit vor gezielter Desinformation). Selbst Rudolf Steiner hat zwar immer mal von „Geheimwissen“ geschwurbelt, jedoch die Wissenschaft nie ignoriert, im Gegenteil.

    In den letzten Monaten habe ich erlebt, dass Manipulation kein bloßes deutsches Phänomen ist. Das hat mich beruhigt. Die Mehrheit der Deutschen sind wach, reden miteinander.
    Aber gleichzeitig sehe ich, dass gebildete Menschen für surreale Erzählungen empfänglich sind. Das ist zwar überwiegend der menschlichen Psyche geschuldet aber neben der weltpolitischen Lage macht mir das wirklich Sorge.

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    • hannahbuchholz schreibt:

      Lieber Eric,
      deinen Kommentar finde ich interessant und ich würde gerne einiges dazu schreiben (obgleich sich deine Worte ja eigentlich nicht an mich direkt richten, aber vielleicht richten sie sich ja an uns alle, die wir hier schreiben…).
      Es gäbe viel zu deinem Kommentar anzumerken und zu schreiben, aber leider habe ich momentan nur wenig Zeit. Ich würde aber gerne zu bedenken geben, dass wir uns möglicherweise auf dem besten Weg zu einer Chinafizierung unserer Gesellschaft befinden. Ja, natürlich sind wir momentan noch nicht so weit, dass wir hier chinesische Verhältnisse hätten… aber hast du dich mal gefragt, was hier noch alles kommen wird, wenn es so weiter geht…?
      HIer gibt es einen, wie ich finde, hochinteressanten Beitrag zu diesem Thema:

      Herzliche Grüße, Hannah
      PS Hier, in diesem aufschlußreichen und spannenden Interview mit der Kulturanthropologin und Journalistin Aya Velaszques, geht es übrigens auch um die engen Verbindungen des Herrn Schwab (sowie auch seines Sohnes) nach China.
      Man kann aus dem, was Aya hier recherchiert und dargestellt hat, seine eigenen Schlüsse ziehen. Mein Schluss aus alledem ist, dass … ach, das würde jetzt hier zu weit führen, aber vielleicht magst du da ja mal reinschauen… oder irgendwer sonst hier in diesem Forum. Herzliche Grüße nochmal rundherum.

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    • rotewelt schreibt:

      Eric, ich habe eine Gemeinsamkeit gefunden: Auch du bist offenbar mit der gegenwärtigen Politik nicht einverstanden. Ansonsten gehen unsere Einschätzungen der Situation weit auseiander, aber das wusste ich ja bereits. Ich möchte auf deine Unterstellungen, ich würde mich nicht umfassend informieren, für Verschwörungstheorien und surreale Erzählungen empfänglich sein etc. nicht eingehen und es würde mir auch widerstreben, dir gegenüber in den gleichen vorwurfsvollen Tonfall zu verfallen. Was mich nur wundert: Als Demokrat müsstest du doch eher die Äußerungen von Scholz, Steinmeier & Co als zynisch empfinden. Danke für deinen Kommentar.

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      • hannahbuchholz schreibt:

        Wenn ich hier nochmal ganz kurz etwas einwerfen darf, ehe ich mich in den Feierabend und in die Falle verabschiede – ich glaube, es ist vollkommen egal, ob wir glauben, dass es hier eine Verschwörung gegeben hat und gibt (oder auch mehrere), oder ob wir einfach nur feststellen, dass das Momentum der Krise genutzt wurde und wird, um einen noch ausgeklügelteren Überwachungsstaat zu etablieren. Was hier geschieht und wie es geschieht sollte uns jedoch zu denken geben und wir sollten weiterhin versuchen, uns dagegen zu wehren – soweit unsere momentanen Kräfte dies eben zulassen.
        Und dass es hier in der Handhabung dieser so genannten Pandemie nicht um unsere Gesundheit geht, sollte mittleweile ja auch fast jedem klar geworden sein. Also Verschwörung hin oder her – dieses Framing von und mit den Worten Verschwörung, Verschwörungstheorie und Verschwörungstheoretiker nervt ohnehin… und es soll, denke ich, einfach nur davon ablenken, dass hier ungute Dinge etabliert werden, die uns allen einen erheblichen Schaden zufügen und weiterhin zufügen werden – und es, also dieses Framing und diese Terminologie soll meines Erachtens einfach nur
        die Menschen daran hindern, die Dinge zu hinterfragen – und erstaunlicherweise funktioniert das sogar ganz gut.
        Liebe Grüße in die Runde
        Hannah

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  8. hannahbuchholz schreibt:

    Ach und ganz kurz noch, zu dieser rhetorischen Frage, die du hier gestellt hast, lieber Eric:
    „Es müssten sich Player unterschiedlichster Couleur plötzlich einig sein und ihre Interessen verwerfen zu Gunsten eines großen, übergeordneten Plans. Das soll klappen?“
    Auch darauf geht Aya in diesem Interview ein, auf diese – mögliche – Interessenskonvergenz konkurriernder Staaten bzw Konzerne, die (aufgrund ihrer Finanzkraft und der daraus resultierenden Macht inzwischen) wie Staaten agieren (können).
    Und mal ganz abgesehen von diesem Interview hier: Mir fiel dazu spontan auch noch der Hitler-Stalin-Pakt ein; damals haben sich ja auch zwei Konkurrenten / Feinde aufgrund einer temporären Interessenskonvergenz zeitweise zusammen getan und zusammen geschlossen usw usf.
    Und auch dies war eine geradezu unglaublich anmutende „Zusammenarbeit“ und ein Pakt zweier Erzfeinde, nicht war…. ? – der aber entgegen jeglicher Wahrscheinlichkeit dennoch zustande kam.
    Ein Blick in die Geschichte zeigt uns doch, wie verrückt die Menschen seien können und wie perfide gerade die Menschen in Machtpositionen agieren können…

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  9. hannahbuchholz schreibt:

    Eigentlich genügen schon die ersten 15 Minuten des Interviews, da wird schon soviel zu Klaus Schwab und China gesagt, dass es wahrscheinlich einige Tage oder Wochen dauern wird, bis man alle diese Informationen verarbeitet hat… ; ) Aber dies nur noch kurz am Rande…. : )

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  10. sunflower22a schreibt:

    Du weisst, ich stimme dir zu, 100 %. Aber ich war jetzt 3 Wochen in Polen, in der Freiheit, und wollte nichts mehr lesen & schreiben über die verrückten Deutschen. Jetzt, ich bin wieder da, und ich beginne schon wieder melancholisch zu werden. Warum sind die Deutschen so verrückt???

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    • rotewelt schreibt:

      Sunflower, du musst dich nicht „rechtfertigen“, ich freue mich über deine Antwort. Und ich verstehe nur zu gut, wie es dir nach dem Aufenthalt fern der verrückten Deutschen ergeht! Ich war über Weihnachten auch im Ausland und hatte nach der Rückkehr das Gefühl, wir würde jemand mit der Keule auf den Kopf schlagen. Die Deutschen sind schon eine besondere Spezies, ich glaube, sie waren schon immer Untertanen und werden es ewig bleiben. Da bleibt nur die Flucht. Insofern wünsche ich dir alles Gute und wenn du hier bleibst, halt durch!

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  11. rotewelt schreibt:

    Aus unerfindlichem Grund sind meine Antworten auf einige eurer Kommentare verrutscht und stehen nun an verkehrter Stelle, tut mir leid.

    Gefällt 1 Person

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