Der Nominativ ist den Akkusativ sein Tod

Ich weiß gar nicht, ob es von dem sicken Mann, der „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ schrieb, inzwischen auch ein Buch zum Thema „Der Nominativ ist den Akkusativ sein Tod“ gibt. Wenn nicht, würde es Zeit. Es gibt da so Beispiele wie „Weil ich in ein Ball treten kann, bin noch lange kein Fussballer“ oder …. „Morgen geh ich in ein Tempel, um zu meditieren“. Im Internet liest man solche „Irrtümer“ ständig, was mich zugegebenermaßen beängstigt. Was ist bloß aus dem vierten Fall geworden?!

Macht euch aber kein Stress deswegen, das wird schon wieder.

Aber wehe, der Herr Bastian (habe in meiner frühen TV-Jugend ja von einem ganz anderen Gleichnamigen geträumt, nämlich „dem Bastian“, Idol meiner schlaflos früh- und spätpubertären Nächte, ach), klaut jetzt von mir, dann werde ich böse.

Ich mach mir jetzt ein Tee.

Veröffentlicht unter Alltägliches/Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 14 Kommentare

Spätherbst

Wie oft habe ich schon den Alten Friedhof in Freiburg fotografiert und Bilder darüber veröffentlicht? Ich weiß es nicht. Dieser Ort ist einfach zu schön und besonders. Am meisten reizen mich die Besuche im Herbst und im Winter, obwohl es genau die Jahreszeiten sind, die ich am wenigsten mag. Doch vor allem im Oktober und November ist das Licht immer so bezaubernd.

K1024_2018_11180012a

Vorgestern gab es hier die erste Frostnacht, worauf ein strahlend schöner Sonnentag folgte, da musste ich einfach raus.

K1024_2018_11180020

Das stets jahreszeitgemäß geschmückte Grab der schönen Caroline Christine Walter gehört immer zu meinen Zielen.

Doch wie so oft hatte ich auch diesmal das Gefühl, dass da auch sonst jemand am Werke ist – sicher derselbe unbekannte Grabschmücker –, der eine Freude daran hat, auch andere Grabsteine zu dekorieren, quasi beiläufig, so wie Fotografen es lieben. Wie auch immer, dankeschön, es wirkt! Eine frische oder verwelkte Rose hier, ein Kränzchen oder eine verschrumpelte Frucht da, alles passt.

K1024_2018_11180058

Manchmal ist es aber auch einfach nur die mehr oder weniger gestaltete Natur, die das Bühnenbild stellt.

Veröffentlicht unter Fotoimpressionen, Freiburg und Umgebung, Stimmungsbilder, Momentaufnahmen | Verschlagwortet mit , , , , | 8 Kommentare

Sizilien, erste Annäherung

Sizilien ist nochmal ganz anders als das Süditalien des Festlands. Die berühmten Bauruinen gibt es dort in noch größerem Ausmaß als im restlichen Mezzogiorno, sie verschandeln die Landschaft quasi überall. Aber wenn man es schafft, das Hässliche auszublenden oder den süditalienischen Blick einzunehmen (einfach nur das Schöne sehen, über die Piazza spazieren – fare la passeggiata und una bella figura), ist alles gut. Dann und nicht nur dann kommen die außergewöhnlichen Barockstädte im Südosten zum Zuge, doch dazu später. Für heute sollen es ein paar alltägliche Impressionen tun, ganz normale Eindrücke, Straßenbilder sozusagen.

Übrigens, drei Kilometer von unserem Ferienort entfernt starben vor fünf Jahren elf Bootsflüchtlinge. Das erzählte uns Peppe, der Mann der Verwalterin unseres Ferienhauses. Peppe ist 100 Prozent Sizilianer, wie er sagte, geboren in Modica, aufgewachsen dort und in Noto. Wir waren uns einig über die Fluchtursachen, die Schuld auch und vor allem der westlichen Industrieländer, das kriegte ich mit meinem Italienisch gerade so noch hin, schwitz, ungewohntes Thema, und das tat gut, das Verstehen, das doch universell ist.

K1024_2018_09260013a

Die folgenden Bilder schnappte ich auf in Scicli, Modica, Ragusa Ibla und Noto, in Sampieri, Marina di Ragusa und Marina di Modica:

Originales Stadtleben oder am Meer, da wo die getrennten Männer leben, wie wir erfuhren.

Fast immer war das Meer zu wild zum Schwimmen. Und lauter als die dröhnende Baustelle plus der Schulhoflärm hier zuhause, trotzdem schlaffördernder.

DeutscheTouristen, die es überall gibt (nein, nicht mal in Freiburg habe ich solche Hundekutschen gesehen), gab es selbst im südöstlichsten Zipfel Siziliens und das im Herbst. Von den hier harmlos erscheinenden Wellen des Medicanes ganz zu schweigen. Und die stets präsente Mulltonnenvielfalt stört nun auch so manches Fotomotiv im Süden. Tja, das nennt man Fortschritt…

K1024_2018_09290057a

Dafür konnten wir dort zu unserem Erstaunen eine bretonische Galette essen. Da hatte sich ein Bretone eine Marktlücke erobert und in Marina di Ragusa eine Crêperie eröffnet mit Cidre aus dem Val de Rance und so. Schräg. Wegen akuter Bretagne-Sehnsucht und des Duftes kehrten wir dort spontan ein, obwohl es doch ein wenig pervers war… Egal, hat sich gelohnt. Antipasti, Pasta und Fisch gab’s  vorher und später noch zur Genüge und zum Vergnügen. Für die fremdelnden Sizilianer gab’s Galettes mit Kirschtomaten (ein halbes Pfund ist immer auf allen Gerichten), wahlweise auch getrockneten Tomaten, Oliven und den sizilianischen Käsesorten Provola, Cacciocavallo und natürlich all den hellen weißen Sorten. Schmeckte nicht schlecht, der Region angepasst. Ich bestellte übrigens reflexartig auf Französisch: Je voudrais une galette complète… 😦  Die Bedienung nahm’s mit Humor.

Klar kam auch gerade ein frisches Brautpaar aus dem Dom von Ragusa Ibla und drehte seine obligatorische passeggiata, der Mann mit stolzgeschwellter Brust und auch zu gern für ein Foto posierend.

2018_10060021s

Das Gezuckerte ist überhaupt sehr zu empfehlen, all die Spezereien mit Mandelkern und Pistazien, vom gelato ganz abzusehen, das es auch mit Weingeschmack gab. Wie sagen die Loriot-Familien immer: Wir kommen wieder! Ja, vielleicht, vermutlich, mit Ausdehnungen des Radius(ses?).

Die Parkplätze in den engen Altstädten fanden wir übrigens (natürlich hatte der Reisebegleiter kein Auto mit Navi gebucht) meistens spontan und zufällig. Und das mitgeführte Tomtom – darüber will ich jetzt lieber nicht reden, was nicht nur am Tomtom lag… Aber gehört es auf Sizilien nicht dazu, temperamentvoll zu diskutieren?

Veröffentlicht unter Reiseimpressionen, Sizilien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Kriegsspiele

Da mir selbst momentan die Zeit und die Worte fehlen, einen Artikel darüber zu schreiben, was mich gerade politisch am allermeisten bewegt und ängstigt, lasse ich andere sprechen:

https://neue-debatte.com/2018/09/11/ein-putsch-jagt-den-anderen/

https://www.nachdenkseiten.de/?p=45930

https://gerdakazakou.com/2018/09/11/11-9-das-grosse-spiel-spitzt-sich-zu-was-tun-sag-nein/

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2018/09/11/nichteinmischung-nichteinmischung-nichteinmischung-nichteinmischung-nicht-einmischen/

Macht- und einflusslos fühle ich mich, aber wenigstens möchte ich auf diese Weise meine Meinung sagen zu dem, was gerade in der Welt geschieht.

Veröffentlicht unter Alltägliches/Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Die 36. Woche, 2018

Frühling, Sommer und dahinter
gleich der Herbst und bald der Winter –
ach, verehrteste Mamsell,
mit dem Leben geht es schnell.
(Wilhelm Busch)

Eigentlich ist alles soso,
heute traurig, morgen froh,
Frühling, Sommer, Herbst und Winter,
ach es ist nicht viel dahinter.
(Theodor Fontane)

Den Frühling habe ich verpasst, im Sommer hatte ich keine Zeit, der Herbst brachte mir die Angst vor dem Winter, im Winter träume ich vom Frühling.
(Stefan Rogal)

Wenn ihr ein Jahr gelebt und den Wechsel der Jahreszeiten erlebt habt: Winter, Frühling, Sommer, Herbst, dann habt ihr alles gesehen und nichts Neues werdet ihr mehr erblicken.
(Michel de Montaigne)

K1024_2018_09060009

Gestrige Notiz vom Wegesrand, gesehen an der Dreisam (die nicht mehr so ausgetrocknet ist wie vor ein paar Wochen) bei Freiburg Richtung Kirchzarten. Endlich war mal entspanntes Radfahren möglich, zwischen Gluthitze und Regen. Nur, warum setzt sich die junge Frau an dieses schönes Fleckchen Erde, um auf ihr Smartphone zu schauen? Ein lieber Mitleser gab den Tipp,  das Bild „Einsam an der Dreisam“ zu nennen, finde ich passend, danke!

Selbst finde ich, dass der Sommer ein richtiger Sommer war, endlich mal wieder, lang und warm, aber dann doch meist zu heiß und schwül (wenn auch nicht so schlimm wie 2003) und ich ihn deshalb gar nicht wirklich mitgekriegt habe (abgesehen von den immerhin zwei Wochen in Apulien im Juni), was ich jetzt sehr bedaure. Wochenlang arbeiten in der abgedunkelten Wohnung (das hat man nun vom Freiberuflerdasein im sogenannten Home Office ohne Klimaanlage), keine nächtliche Abkühlung, schlechter Schlaf, Erschöpfung. Die letzten Wochen wenigstens schulfrei nebenan und zwischendurch sogar zwei Wochen Bauferien an der Großbaustelle gegenüber. Die Presslufthammer, Rüttler & Co sind schon wieder in Betrieb und am Montag kommen die brüllenden und kreischenden Schüler zurück. Noch zwei Tage die Ruhe genießen. Doch Melancholie schwingt mit.

Veröffentlicht unter Aphorismus der Woche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 15 Kommentare

Die 35. Woche, 2018

Obwohl heute erst (schon, ganz plötzlich) September ist, fühlt es sich an wie Oktober. Jacke, Tuch, Stiefeletten.

Vorgestern Temperatursturz von über zehn Grad innerhalb eines Tages. Seitdem Schwarzwaldausläufer wolkennebelverhangen bis ins Tal. Kastanien- und anderes gebräuntes Laub bedeckt die Straßen, bevor die Früchte reif sind. Luft riecht anders, wenn auch noch nicht ganz nach Herbst. Aber man spürt ihn. Fühle mich wie mittendrin.

Menschenkleidung (wieder) überwiegend grau-braun-dunkel. Sicher bin ich zu farbig-rot mit meiner Hose, meinem Schal und der Tasche.

Aber wohl doch genug Signal für ein älteres Paar, er im Rollstuhl, sie an dessen Steuer. Wobei ich ja immer und in jedem Land nach dem Weg gefragt werde, selbst auf Friedhöfen. Sie fragen mich durcheinander nach dem nächsten Café und zeigen dabei in entgegengesetzte Richtungen. Ich kann zwei Cafés aufzählen, eines garantiert rollstuhltauglich und am nächsten gelegen, doch ausgerechnet dorthin wollen sie nicht, will sie nicht. Was er will, wird nicht klar. Er hat keine Chance, sich zu artikulieren. Das zweite Café hat leider ein paar Stufen. Mir fällt das Café des noch näherliegenden Hotels (ebenerdig) ein, der gute Espresso eines italienischen Ladens, vor dem man zumindest draußen sitzen kann, fast ebenso nah, doch nichts überzeugt die Frau. Für das nächste müssten sie nur eine Ampel überqueren. Das ist ihr erst recht zuviel. „Dann gehen wir halt wieder nach Hause“, sagt sie, während ich ihrem leicht verwirrt erscheinenden, doch sehr wachäugigen Mann anmerke, dass er doch gern irgendwo einkehren würde. Er hat aber nichts zu sagen, wird übertönt. Sie wollen genau da vorbeigehen, wo das erstgenannte Café liegt, das sie aber nicht besuchen will. Ich bin nicht schlau aus ihnen geworden. Warum hat sie mich überhaupt gefragt?

Veröffentlicht unter Alltägliches/Allgemeines | 15 Kommentare

Hintergründe oder: Was wäre, wenn…

Ein Kommentar zu den Ereignissen in Chemnitz, den ich nur unterschreiben kann:

https://form7.wordpress.com/2018/08/31/chemnitz-und-der-casino-kapitalismus/

Veröffentlicht unter Alltägliches/Allgemeines | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Eleganza italiana

K800_IMG_1746a

Keine Shorts, keine freien Oberkörper auf offener Straße. Die meisten tragen sogar geschlossene Lederschuhe, Socken und Hemden statt Shirts. Ältere süditalienische Männer an einem ihrer typischen kommunikativen Versammlungsplätze, vor einigen Jahren gesehen in Alghero, Sardinien, in glühender Sommerhitze (es war erst Juni, doch so heiß wie dieses Jahr hier im Juli/August). Aber zu den wunderschönen Oleanderbäumen würde ja auch nichts anderes passen.

Vielleicht sorgte ja zwischendurch ein Zitroneneis für Abkühlung.

Veröffentlicht unter Alltägliches/Allgemeines | 9 Kommentare

Heißer Sommer

Vor kurzem las ich hier von „Saetze & Schaetze“ einen Beitrag (ach nee, man muss ja jetzt Eintrag sagen wegen der DSGVO) über das Buch „Heißer Sommer“ von Uwe Timm, das ich Mitte der 70er auch verschlungen hatte. Leider war es mir wegen irgendwelcher Askimet-Dingens nicht vergönnt zu kommentieren. Wie auch immer, ich sehe heute auch Parallelen und das nicht wegen der äußeren Hitze, nur geht heute kaum jemand auf die Straße und wenn, meistens die Rechten. Dabei würde es wieder Zeit. Aber angeblich ist ja im reichen Deutschland alles in Ordnung (fragt sich nur, wo der Reichtum steckt bzw. wer davon profitiert), es ist nur zu heiß. Heute gab es erstmals Erfrischung, doch die war auch nur ein kurzes Intermezzo, wieder habe ich 26 Grad in der Bude – immerhin nicht die 29 Grad der letzten Tage und Nächte.

Nachdem nebenan auf dem wegen der Ferien verlassenen Schulhof die Stadtgärtner ihre elektrischen Heckenscheren wieder ausgeschaltet haben, erfreue ich mich gegenüber auf der Straßenseite meiner Wohnung anderer Geräusche. Momentan halten sich etwas Baulärm von der Großbaustelle und Schlagergeräusche vom Altenpflegeheim direkt daneben fast die Waage. Die Musik ist sogar lauter, die Bauarbeiter scheinen sich schon auf den Feierabend einzustimmen, doch morgen früh spätestens um sieben werden sie wieder alle Anwohner aus dem Schlaf reißen.

„Comment ça va?“, Wie geht’s,  unterhält ein Alleindarsteller mit Playback-Musik die alten Leute, die auf Stühlen im Halbkreis im Freien sitzen und andächtig lauschen, manche der wenigen überlebenden Männer haben zur Feier des Tages – sicher das jährliche Sommerfest – sogar Anzüge angezogen. Dazwischen die weißgewandeten Schwestern. Comme ci, comme ça, singt der für mich leider unsichtbare Interpret – so lala also. Ich kannte den Schlager gar nicht, nun lese ich, dass es sich um einen bekannten zweisprachiger Popsong der niederländischen Boygroup The Shorts aus dem Jahr 1983 handelt, abwechselnd auf Französisch und Deutsch gesungen, très chic. Zu der Zeit habe ich andere Musik gehört. Das Lied handelt von einem Holländer, der sich in Paris in ein französisches Mädchen verliebt hat. Der Schlager, von etwas Akkordeon unterlegt, hat den typischen Mitklatsch-heile-Welt-Rhythmus. Nun ist „Bella, bella Marie“ dran, mit Roy Black versinkt die Sonne  hinter den imaginären Fischern im imaginären Meer bei Capri – offenbar ein Sehnsuchtslied der alten Damen, die auf Kommando mitsingen. Die Bauarbeiter mit Blick auf die Szenerie haben vor Schreck ihre Werkzeuge weggelegt.

In den 80ern habe ich lieber sowas gehört, heute auch noch:

Cosa sarà – ja, was wird sein.

Veröffentlicht unter Alltägliches/Allgemeines, Musik, Film, Theater, Bildende Kunst und mehr | 3 Kommentare

Sans visage, faceless, gesichtslos

Selbstverständlich kann man auch (Ab)Bilder von Menschen machen, ohne deren Gesichter zu zeigen, ohne sie „erkenntlich“ zu machen (ich benutze das mal im falschen Wortsinn). Das kam mir in den Sinn angesichts der neuen rechtlichen Bestimmungen nicht nur zur Fotografie (und ja, überhaupt, wie ist es in der Malerei oder Plastik, darf man einen realen Menschen noch – erkennbar – abbilden und dies der Öffentlichkeit zeigen? Fällt das noch unter Kunst?). All die berühmten Fotografen würden aber ja verhaftet werden, mäße man sie an der heutigen juristischen Lage. Straßenfotografie gäbe es nicht, tot, aus, finito.  Eugène Atget, Henri Cartier-Bresson, Robert Doisneau (der eh viele Bilder gestellt hat), Vivian Maier, Willy Ronis, und viele andere müssten ihre Fotos heute verstecken. Was äußerst bedauerlich wäre.

Nach wie vor finde ich es wichtig, den Menschen auf der Straße zu zeigen, auch von vorn, mit Gesicht, ohne ihn vorzuführen. Heute setzen sich aber ja sowieso die meisten freiwillig in Szene, machen ihre Selfies und zeigen sich „ungeschminkt“ der ganzen Welt, ganz freiwillig, ohne Bedenken und jede Scham verkaufen sie sich. Manche fallen dabei von Felsen und sterben oder lassen sich bei der sogenannten Kiki-Challenge (habe ich gerade zum erstenmal gelesen, weil mir das Stichwort „Osnabrück“, wo ich länger gelebt habe, untergekommen ist und da gab es auch so einen Fall) filmen. Dabei springen sie aus fahrenden Autos, um daneben auf der Straße nach einem bestimmten Song zu tanzen. Der/die eine oder andere wird dabei auch schon mal vom eigenen oder einem anderen Auto überfahren oder rennt gegen Pfähle. Sicher auch was für Influencer, weiß nur nicht, für welche Auftraggeber – na ja, mir fiele schon was ein…. Wie auch immer, das nennt man wohl Narzissmus. Komische Welt.

Weil aber trotz der ausufernden Selbstdarstellungen nun der Blick von außen so reglementiert wurde, habe ich mal ein paar „gesichtslose“ Bilder rausgekramt. Denn natürlich kann man Straßenszenen auch einfangen, ohne alles zu zeigen.

K1024_IMG_5691

Verdeckt, abgeschnitten, von hinten – es gibt viele Möglichkeiten.

K1024_Copy (1) of IMG_5761

K1024_Cru,roh,ungeschminkt

Zum Beispiel auch vage Spiegelbilder.

K1024_2011_05070357

Interessante Motive finden sich überall.

K1024_IMG_5788aa

Das Verschwommen-Diffuse gehört ebenfalls dazu.

Trotzdem.  Ich mag die Menschen auch weiterhin gern von vorne sehen. Gesichtsloser wird trotz oder wegen des Selfie-Wahns eh alles.

Veröffentlicht unter Fotoimpressionen, Musik, Film, Theater, Bildende Kunst und mehr | 6 Kommentare