Unworte in diesen Zeiten

Öffnungsdiskussionsorgie (die Kanzlerin)

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Die 17. Woche, 2020

Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.
(Voltaire)

Es ist leichter, Menschen zum Narren zu halten, als sie davon zu überzeugen, dass sie zum Narren gehalten werden.
(Marc Twain)

Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird.
(Gustave Le Bon ((1841 – 1931), franz. Arzt und Soziologe, Begründer der Massenpsychologie)

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Abstand halten, virtuell

WordPress ist für mich ein Forum, um schöne Bilder und Reiseerinnerungen, diverse Gedanken und Gefühle zu Themen aller Art auszudrücken und auch meine Meinung zu Entwicklungen in Gesellschaft und Politik zu äußern. Mit Letzterem bzw. meiner persönlichen Einschätzung gehöre ich vor allem in der derzeitigen Situation offensichtlich einer Minderheit an und fühle mich ein wenig wie ein Alien oder wie der einsame Rufer in der Wüste. Ich möchte mir aber später nicht nachsagen lassen müssen, mich nicht mit Kritik zu Wort gemeldet zu haben und ich will mich selbst noch im Spiegel ansehen können. Doch nun ist es für mich erstmal genug hier, ich habe fertig. Daher beschließe ich gegen den aktuellen Trend ab jetzt einen virtuellen „Shutdown“ und konzentriere mich zumindest für eine Weile nur noch auf das richtige Leben mit realen Menschen. Für meine seelische Gesundheit, ich brauche das, um bei Kräften zu bleiben. Also, macht’s gut. Sorry, dass ich auf eventuelle Kommentare nicht mehr antworte.

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Schöne neue Welt

https://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/appell-von-messner-und-co-aeltere-sollen-freiwillig-laenger-zu-hause-bleiben

Einen größeren Schwachsinn habe ich selten gelesen, selbst in diesen Zeiten. Wenn Menschen ab 70 nicht zuhause bleiben, „den Jüngeren zuliebe“, kommt es also zum wirtschaftlichen und finanziellen Kollaps und „die Zukunft der nachfolgenden Generationen (wird) gefährdet“? Eine nähere Erklärung dafür fehlt und es dürfte auch keine nachvollziehbare geben. Welches Hirn hat sich das ausgedacht und was steckt wirklich dahinter? Wie auch immer, die Alten – ob fit oder nicht – sollen gefälligst weiter allein zuhause und in den Pflegeheimen bleiben, die sterben dann schon aus Kummer und Einsamkeit, damit werden Rentenkosten gespart und es fällt nicht so auf, dass das Pflegesystem schon lange marode ist. Prima.

Auch das derzeit viel genannte Argument, die Jungen sollten sich nicht zusammenrotten, um die Alten nicht zu infizieren, ist nur ein Scheinargument. Es ging nie um die Alten und den Menschen an sich, es ging nur darum, nicht offenlegen zu müssen, dass auch in den Krankenhäusern Notstand herrscht (an Geräten mangelt es aber wohl nicht, es ist auch jetzt nur jedes zweite Intensivbett belegt), hierzulande vor allem wegen Personalmangels, aber auch weil man zuletzt unter unserem prominentesten Bankkaufmann, pardon, Gesundheitsminister, Spahn an allen Enden gespart hat – zulasten der Patienten. Manchmal blitzte die Wahrheit aber doch durch und lässt sich nicht mehr leugnen.

Doch das blöde Volk lässt sich ja zurzeit alles gefallen, sich die Eigenverantwortung und jegliche Freiheit nehmen, applaudiert auch noch, viele wollen, dass die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote noch verlängert werden oder sind sogar für Verschärfungen. Was sagte kürzlich mein Lieblingsarzt: Unter Hitler ging es nicht so schnell wie heute, dass sich die Massen derart protest- und kritiklos unterwerfen. Totalitären Regimen sind derzeit Tür und Tor geöffnet und das offenbar weltweit. Das funktioniert ganz prima und zwar durch Angst. Ich bin selbst nicht frei davon, die Verwirrpolitik zwischen Verharmlosung und Panikmache ist auch bei mir nicht ohne Spuren geblieben und ich mache mir Sorgen um mein Immunsystem, da ich seit Anfang des Jahres schon zweimal ziemlich erkältet war und plötzlich gilt man ja schon ab 60 als alt und höchst gefährdet. Die „jungen Alten“ sind wie weggefegt, die waren gestern, heute sind sie nur noch Risiko und stören irgendwie den Betrieb.

Auch das Denunziantentum feiert fröhliche Wiederkehr, es gibt wieder Blockwarte oder selbst ernannte IMs, die misstrauisch beobachten, wie oft der Nachbar das Haus verlässt (sicher unnötig, denn man soll doch gefälligst zuhause bleiben, was auch die junge Generation eifrig in ihren Twitter- und Instagramposts propagiert – ob sie „danach“ wieder in alle Welt ausschwirrt, um die instagramtauglichsten Sehenswürdigkeiten restlos totzufotografieren und die Natur zu zerstören oder ob sie auf Omas Balkon Urlaub macht und Geranien ablichtet?). Sonne, frische Luft und Bewegung sind aber mit das beste, um die Widerstandskraft zu stärken, dazu soziale Kontakte, richtige Nähe, nicht nur virtuelle. Meine Lieblingsnachbarin umarmte ich immer, doch nun weicht man gegenseitig zurück und findet es komisch, gehorcht jedoch. Aber Masken sollte man ja bisher trotz der Gefahr, jeder Vorbeilaufende sei eine potenziell tödliche Infektionsschleuder oder man selbst könne eine sein, nicht tragen (na, weil es keine gab, jetzt dürfen sie auch zur deutschen Kultur gehören und sogar selbstgenäht werden, wie neckisch). Ich habe mich schon selbst kopfschüttelnd dabei ertappt, dass ich auf dem Schulhof nebenan, der auch Spiel- und Sportplatz ist und nicht geschlossen wurde, Menschen zählte. Was, die sind ja zu dritt oder zu viert und augenscheinlich keine Familie? Na, vielleicht eine WG. Weg mit diesem Gedanken, das ist doch krank!

Zum Glück bin ich noch in der Lage, in den Normalmodus zurückschalten und meine eigenen Gedanken zu hinterfragen, was das Leben nicht einfacher macht. Die Mehrheit scheint das schon längst nicht mehr zu tun und richtet sich gemütlich ein (sicher aber nicht die Familien in beengten Wohnverhältnissen) in der Freiheitsbeschneidung und dem blinden Glauben an die neue Regierung aus Bankkaufmann, Tierarzt und Virologen (der fleißig öffentlich politische Ratschläge gibt und im gleichen Atemzug sagt, er sei aber Wissenschaftler), über denen die Kanzlerin mit ihrer schlaffen „Alternativlosigkeit“ thront und keine anderen Experten zu Wort kommen lässt – von Psychologen, Soziologen und Ethikern ganz zu schweigen, werden doch selbst die Epidemiologen nicht gehört. Warum auch noch echte demokratische Politik machen im letzten Jahr des blutleeren visionslosen Aussitzens.

A propos Gemütlichkeit: Die Burdas, Hopps und Messners, die die Alten einsperren wollen, spüren die dem Volk auferlegten Beschränkungen selbst eh nicht, sie haben ihre Villen und Burgen, weitläufige Gärten und Pools zum Verlustieren und ihr Hauspersonal und Beziehungen, über die sie sich locker das Gourmet-Menü ihrer Lieblingssterneköche frei Haus liefern lassen können.

Anlass zum Umdenken?

Dass die Corona-Krise auch ihr Gutes hat, wird dieser Tage häufig berichtet, gern auch von Menschen, die von den Auswirkungen wenig betroffen sind, die keinen Job, kein Geschäft und keine Aufträge verlieren, sondern die lediglich mal mit dem Homeoffice Bekanntschaft machen oder Zwangsferien von der Uni haben. Ja, es stimmt, es gibt weniger Lärm, die Luft ist reiner, keine Kondensstreifen von Flugzeugen am Himmel, leere Autobahnen, weniger Abgase, keine überfüllten Städte und Reiseziele, weniger Konsumrausch, teilweise auch eine neue Solidariatät und Hilfsbereitschaft. Das alles sehe ich auch. Aber sich allein auf die positiven Dinge zu stürzen oder zu stützen finde ich naiv. Und auch den Glauben daran, dass wir das alles nach der „Krise“, die ja eine von der Regierung selbstgemachte und bewusst herbeigeführte ist und die nicht vom Himmel fiel, hübsch so beibehalten. Ich denke schon, dass viele Menschen/Bürger ihr Verhalten dauerhalft ändern werden, weil sie sich der Zusammenhänge der großen Dinge bewusster geworden sind und Prioritäten neu setzen werden. Andere wie die vielen Fernreisenden und Kreuzfahrtschifftouristen werden ihr Verhalten vermutlich ändern, weil sie Angst haben, in einem anderen Land oder Hafen festzusitzen. Auch gut. Doch nun kommt das Aber: Es wäre wohl kindisch zu glauben, dass auch Wirtschaft und Politik die gleichen Schlüsse daraus ziehen und sich fundamental ändern werden. Vielleicht steuert man in manchen Auswüchsen der Globalisierung ein wenig um (Medikamente nur billig in China und Indien herstellen zu lassen, hat sich jetzt zum Beispiel als ungünstig erwiesen). Aber gerade nach der Krise wird die Wirtschaft nach noch mehr Wachstum gieren und darüber den Preis dafür vergessen und die Politik hat gelernt, welche Macht sie hat und wie das Volk spurt. Die angeblich anonymen Handytracking-Daten, die so viele Menschen blauäugig bereit sind erfassen zu lassen, sind nur der Anfang, sie legen den Grundstein für noch mehr Überwachung und Kontrolle. Wer das nicht glaubt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Weitere Zwangsimpfungen werden sicher auch folgen.

Was sagte der grüne badenwürttembergische Ministerpräsident Kretschmann vorgestern: „Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein.“ Wie ermunternd! Das hat er menschlich genau richtig gemacht, der Mann, damit unterscheidet er sich keinesfalls von dem Bundesregierungsquartett. So macht man die Bürger noch kleiner und zwingt sie moralisch in die Knie. Am Ende sollen sie gefälligst froh sein, dass sie überhaupt noch leben. Denn eines stimmt ja: Die meisten, das Fußvolk wird es treffen. Für sie wird kein Geld da sein nach Kurzarbeit und Entlassung. Erstaunlich, wo doch plötzlich Milliarden Euro aus dem Nichts kamen, um die großen Unternehmen (und Banken, mal wieder?) zu retten. Da kann man doch auch noch ein paar Scheine mehr drucken oder aus dem Hut zaubern, für die braven folgsamen Bürger. Oder etwa nicht? Die Regierung jedenfalls hat den Shutdown gewollt, ganz offensichtlich ohne Angst um die deutsche Wirtschaft. Die wird überleben, sonst wäre diese Entscheidung niemals getroffen worden. Bluten müssen nur die Kleinen, womit sich der Trend der letzten Jahrzehnte seit Schröders Agenda 2010 fortsetzt. Ist doch praktisch.

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Extrapost zu Covid19

Bei Gerda entdeckt.

GERDA KAZAKOU

Wer immer sich ernsthaft (und kritisch) mit der gegenwärtigen Pandemie-Krise auseinandersetzt, sollte die laufend aktualisierten Daten und Berichte von Swizz Propaganda Research studieren, und zwar „deutsche updates“ von unten (die neuesten Einträge) nach oben lesend. Hinterher wirst du dich an den Kopf greifen und fragen: was ist hier eigentlich los?

Wer lieber nicht beunruhigt werden will und es ausreichend findet, den Anweisungen von Herrn Spahn, Herrn Drosten und anderen Experten zu folgen, sollte die Finger davon lassen.

https://swprs.org/2020/04/05/professor-wittkowski-on-covid19/

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So ganz kann ich’s doch nicht lassen

Soso, in Ermangelung billiger Lohnarbeiter aus Polen, Rumänien und Bulgarien sollen jetzt also Asylbewerber und Arbeitslose die deutschen Felder bestellen und die Spargel- und Erdbeer- und werweißwasnoch-Ernte einbringen. Da sieht man wieder, wer die modernen Sklaven sind.

Warum schickt man nicht die Schüler raus, die nun nicht mehr ihre schicken Fridays-for-Future-Demos abhalten dürfen? Nun haben sie nicht nur freitags Zeit, sondern noch viel mehr, denn Online-Unterricht und Hausaufgaben dauern nicht den ganzen Tag. Wenn sie sich wirklich für den Planeten einsetzen, dürfte das mehr beinhalten als den Kampf um eine CO²-Reduktion, die es ja nun so nebenbei auch gibt. Also, Ärmel hochgekrempelt und Gemüse säen, pflanzen, ernten. Hej, hej, ihr Gretas (ach, die eine hat sich ja vielleicht selbst infiziert), ihr seid jung, frisch, kräftig, gesund. Wenigstens einen (Frei)Tag die Woche könnt ihr doch, oder? Ach nee, es sind ja meist Bourgoisie-Sprösslinge und die interessieren soziale Fragen nicht wirklich.

Aber, wie angekündigt: Ich antworte derzeit nicht auf eure Kommentare.

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Aus der Zeit gefallen

Dass heute Nacht die Uhr um eine Stunde vorgestellt wird, auf Sommerzeit, darauf musste ich heute erst aufmerksam gemacht werden. Zeitumstellung. Sonst denke ich immer daran oder bekomme es mit und sei es durch die Nachrichten. Die Zeit und selbst die Jahreszeiten sind in diesen Zeiten aber nicht mehr, was sie waren. Alles vergeht in einem eigenen Tempo, das nicht mehr greifbar ist und sich jeglicher Maßstäbe entzieht. Ist es wirklich schon so weit? Was ist ein Tag, was eine Woche? Und was ist darüber hinaus? Was überhaupt wird umgestellt? Nur wenn man rausschaut, bekommt man noch ein Gefühl von (Jahres)zeit, was aber irgendwie nicht passend erscheint.

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Möge sich jeder selbst ein Bild machen

https://www.rubikon.news/artikel/vollig-unverhaltnismassig

Beitragsfoto (CCO): pexels.com

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Wie wird das alles enden?

Ich finde, wenn die Leitmedien, das RKI, unsere Star-Virulogen und die Politik schon alle mit einer Zunge sprechen, braucht es Gegenöffentlichkeit. Die Diffamierung jeglicher Menschen, die zu den uns stündlich präsentierten Zahlen von Infizierten und Toten auch einmal Fragen stellen, halte ich für bedenklich. Die Keulen „Verschwörungstheoretiker“, , „Fake News“, „verantwortungslos“ und „Spinner“ werden allzu schnell geschwungen.

Fakt ist, dass nun viele von uns in Angst leben, man uns aber gleichzeitig Schutzmasken verwehrt. In allen anderen Ländern sieht man Menschen mit Masken, nur bei uns so gut wie gar nicht. Das passt nicht zu den Beschränkungen des öffentlichen Lebens, zur verordneten sozialen Isolation, denn wenn das Virus so hochgefährlich ist, gehört es zur Fürsorgepflicht des Staates, uns nicht nur Verbote zu erteilen und unserer persönliche Freiheit massiv zu beschneiden, sondern auch, uns Bürger vor Ansteckung zu schützen (von Ärzten und Pflegepersonal mal ganz abgesehen, auch sie stehen unversorgt da und das ist ein Skandal).

Stattdessen wagen es Politiker zu sagen, ein Mundnasenschutz würde nicht zur deutschen Kultur passen (erinnert mich ans Vermummungsverbot) und Herr Drosten behauptet, die Masken würden zwar etwas nützen, wenn sie von Infizierten getragen werden, aber nicht, wenn die Gesunden sie zum eigenen Schutz tragen. Hallo?! Entweder schützen sie oder nicht. So ein Quark, es geht doch nur darum, dass es Deutschland verpennt hat, sich rechtzeitig genügend Masken zu sichern und offenbar auch jetzt noch nicht in der Lage ist, welche herzustellen. Aber das ist nur einer von mehreren Widersprüchen.

Interessante Links zu Corona

https://www.rubikon.news/artikel/die-desinformations-pandemie

https://www.rubikon.news/artikel/der-corona-rebell

Ein Schweizer Arzt zu Covid-19

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Grippewellen-sind-der-Tod-fuer-ein-Plus-an-Lebenszeit-314284.html
Hier geht es zwar vor allem darum, die Zahl der Grippeimpfungen zu erhöhen, aber interessant ist die Anzahl der Toten durch die jährliche Grippewelle, die aber nie eine Schlagzeile wert war.

Noch zur Situation in Italien, auch wenn es in den letzten 10 Minuten des Interviews mit Wodarg (zweiter Link oben) unter anderem auch kurz darum geht:

https://www.corriere.it/salute/speciali/2014/influenza/notizie/influenza-ogni-anno-italia-piu-7mila-morti-complicanze-55192e18-83a9-11e5-8754-dc886b8dbd7a.shtml?refresh_ce-cp

Für die, die des Italienischen nicht mächtig sind: In dem Artikel von November 2015! geht es um die alljährlich vielen Grippekranken und Toten, vor allem in der älteren Bevölkerung, und um die Impfmüdigkeit.

Der Epidemologe Rezza vom Istituto superiore di sanità (Gesundheitsinstitut) sagt unter anderem:

«Ogni anno si verificano diverse centinaia di morti attribuite direttamente all’influenza, ma stimiamo anche che 7-8 mila persone muoiano per conseguenze e complicanze di questa infezione»

Jedes Jahr gibt es mehrere hundert Todesfälle, die direkt auf die Grippe zurückzuführen sind, aber wir schätzen, dass 7-8.000 Menschen an den Folgen und Komplikationen dieser Infektion sterben.“

In dem Artikel kritisiert Rezza vor allem die niedrige Impfrate älterer Menschen.

Dass gerade im Norden Italiens soviele Menschen erkranken und sterben, hängt offenbar (genau wie in der chinesischen Region Hubai) unter anderem mit der dort immens hohen Luftverschmutzung zusammen (dass sie in der Lombardei so hoch ist, war mir vorher auch nicht klar und erschreckt mich), die die Lungenfunktion beeinträchtigt und damit, dass in Italien im Gegensatz zu Deutschland noch sehr viele junge – berufstätige und mobile – Menschen mit ihren Großeltern in einem Haushalt leben und diese daher leichter anstecken.

Bleibt seelisch und körperlich gesund in diesen Zeiten.

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Ausgang

Was bin ich froh, dass ich weiterhin spazierengehen darf, noch jedenfalls. Nicht dass ich mich sonst exzessiv an der frischen Luft betätigen würde, aber der Gedanke daran, es nicht mehr zu dürfen und die weltweite Situation überhaupt, hat mir schon Tränen in die Augen getrieben und siehe da, man schätzt seine bisherigen Freiheiten plötzlich mehr, selbst wenn man sie vorher nicht in vollem Ausmaß genutzt hat.

Vom Balkon aus sehe ich nebenan auf dem Schulhof drei junge Frauen, zwei jeweils auf einer Seite einer Bank, Bank, eine in größerem Abstand gegenüberstehend. Mehr als zwei Personen sind nicht mehr erlaubt… Ich hoffe doch, dass die Mehrheit der Menschen nun diszipliniert ist, sonst…

Selbst machte ich mittags bei strahlender Sonne, aber eisigem Nordwind einen kleinen Rundgang, auch, um mir ein Bild von der Leere zu machen.

Auf dem alten Friedhof saß fast auf jeder Bank ein Mensch – das ist selbst im Sommer nicht so. Kosten auch andere plötzlich ihre Möglichkeiten aus – aus Angst, diese könnten beschnitten werden? Ansonsten kommt üppig nur die Natur daher und das schmerzt mich in diesen Tagen. Ein komisches Gefühl auch, allen Menschen auszuweichen.

Im Stadtgarten kommen mir Polizisten entgegen und sehen mich streng an. Sie murmeln was von „Mindestabstand“ und ich weiß nicht, ob sie mich meinen. Jedenfalls kann ich nicht weiter an den Rand, während sie ausweichen könnten, mich aber stur und breit zu zweit passieren.

Ansonsten sieht man tatsächlich nur einzelne Menschen oder Zweiergruppen, man hält sich offenbar zumeist an die Regeln. Keine Ballspieler, nirgends.

So leer habe ich die Brücke bisher nie fotografieren können.

Dafür war der Graureiher wieder am Ententeich. Diesmal stand er nicht geschützt auf seiner Plattform in der Mitte des Gewässers. Die war offenbar entfernt worden, überhaupt sind die Gärtner schwer am Werk gewesen, denn es fehlte auch so einiges Buschwerk. Aufs Wesentliche reduziert. Wie alles momentan. Die Enten hingegen hatten wohl Angst, sich anzustecken, denn sie bettelten nicht nach Futter, sondern hielten sich heute vornehm zurück und waren so gut wie unsichtbar.

An den schönen Reiher aber bin ich noch nie so nah herangekommen. Er ignorierte mich redlich, während er wie immer statuenhaft seinen Blick stur auf den Teich oder in die Luft richtete, nur mal leicht einen Fuß hob oder kurz den Schnabel öffnete, wortlos.

Kurz bevor ich den Platz am Freiburger Münster betrat, nahm ich den vertrauten köstlichen Beruch der Langen Roten war. Doch es waren weniger Bratwurststände auf dem Markt als sonst und auch viel weniger Kunden. Kein Gedränge heute, keine kauenden Grüppchen. Ein Bild, das es sonst nicht einmal im kältesten Winter gibt.

A propos Gruppen: in der Nähe des Platzes, bei der Synagoge, scheinen sich alle Obdachlosen an einem Fleck zu versammeln. Selbst sie saßen und standen mindestens eineinhalb Meter voneinander entfernt, umgeben von ihren Habseligkeiten. Vielleicht nur eine zufällige Momentaufnahme.

Auf dem Heimweg passieren mich menschenleere Straßenbahnen – Geisterzüge.

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