Braten nur mit Bläschen

Merkwürdigkeiten aus dem Alltag

Die Deutschen wissen nicht mehr, wann ihr Bratfett heiß ist. Sie können mit Öl, Butter, (Butter)Schmalz nichts mehr anfangen, können nicht mehr sehen, hören und riechen, sondern brauchen spezielle Bläschenindikatoren eines seltsamen Kunstprodukts aus der Flasche. So sagt es jedenfalls die Werbung.

Werbung, damals hieß sie noch Reklame, spielte auch zu Loriot-Zeiten schon eine Rolle, auch zu Bratfett:

http://www.ipernity.com/doc/rasch2000/11632356

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Wie wäre Venedig im November…

Des mots inspirés par des photos de Venise accompagné d’un poême d’Anne Faucher sur Facebook (angeregt von Venedig-Fotos und Worten der Facebook-Freundin Anne Faucher):

Portes mi-closes
Portes indécises
Sur un canal, une vie

Derrière les façades fanées
Persistent pour toujours
Les mystères
Ainsi que les secrets
Importants ou pas
Dans l’ancien palais
Au sol de marbre
Et ailleurs
Peuplé de fantômes
D’histoires
Et leurs ombres
Aux ailes qui battent
Inlassablement
Pour éviter la chute finale
Vie étrange
Ville mystérieuse
D’un autre monde
Que tu es
Que même le carnaval
Ne peut pas
Démasquer
En ce mois
Si nébuleux.

Venedig

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Pixartix: Geheimnis

Und vorgestern wieder bei Pixartix zum Thema Geheimnis. Aber, pssst, nicht weitersagen!

http://pixartix.wordpress.com/2014/11/21/geheimnis-18-pssst/

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Unruh

Zeit bringt Rat
Erhoff ich mir
Dummes Geschwätz
Heilt alte Wunden
Vielleicht doch
Die Zeit tut not
Sie gibt den Takt vor
Und vergeht
Bin rastlos
Ratlos nicht allein
Oh Ungeduld
Zu zäh
Zu schnell
Dreht sich das Rädchen
Ich will Zeiger überspringen
Vielleicht
Für den
Der warten kann
Zeigt sich
Im Lauf der Zeit
Die Wahrheit
Oder die Unruh
Bleibt ganz steh’n
Und nimmt dem Rad
Den letzten Schwung
Wie Hoffnungsschimmer
So dass  kein Kuckuck mehr
Lugt aus dem Türchen.

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Geheimnis

Nun mach ich mal wieder mit beim wunderschönen Foto-Projekt Pixartix von Sofasophia und Irgendlink, die auch andere Namen haben, wie ihr sehen werdet, wenn ihr auf den Link klickt. Diesmal geht es um das Bildthema „Geheimnis“, was ja schon allerlei Assoziationen hervorruft.

Mein aktueller Fotobeitrag heißt „Pfützengeheimnis“. Guckst du unter http://pixartix.wordpress.com/…/geheimnis-16-pfutzengeheim…/

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Die 47. Woche, 2014

Feilt nicht zu sehr, das nachträgliche Erhaschenwollen unendlicher Feinheiten beeinträchtigt nur den ersten Entwurf; auf diese Weise laßt ihr die glühende Lava erkalten, und euer schäumendes Blut wird zu Stein.

(Paul Gauguin)

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Stromboli

Manche tanzen
Unbekümmert
Glühend-rot
Auf den Vulkanen
Selbst krebste ich
Zu oft
Da unten
Auf dem
Ascheregen
Jetzt möcht ich lieber
Wieder
Lava sein
Euch glühen lassen
Und verbrennen.

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Die 46. Woche, 2014

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
(Albert Einstein)

Klar nennt man Ideen, die dasselbe Maß an Verwirrung haben wie unser eigener Geist. (Marcel Proust)

Wenn die Konfusion vornehm tut, dann nennt sie sich Synthese.
(Ulrich Erckenbrecht)

Sich im Kreise zu drehen, sollte als Chance genutzt werden, Dinge von Anfang an neu zu ordnen.
(Damaris Wieser)

Mich wundert’s wie Hohn, daß uns die Götter keinen Platz gegeben, von wo man ruhig, ohne Konfusion, betrachten könnte Sterne, Menschen, Leben…
(Lord George Gordon Noel Byron)

Kniehang
Ich wollte, ich wär’ eine Fledermaus,
Eine ganz verluschte, verlauste,
Dann hing ich mich früh in ein Warenhaus
Und flederte nachts und mauste,
Daß es Herrn Silberstein grauste.
Denn Meterflaus, Fliedermus, Fledermaus -
(Es geht nicht mehr; mein Verstand läuft aus).
(Joachim Ringelnatz)

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Die 45. Woche, 2014

Novemberherbstmüdigkeit

November: Kein Schatten, keine Sonne, keine Schmetterlinge, keine Bienen, kein Obst, keine Blumen, keine Blätter, keine Knospen. (Thomas Hood)

Der Herbst ist die Jahreszeit, in der die Natur die Seite umblättert. (Pavel Kosorin)

Was ist schon der eiserne Wille gegen bleierne Müdigkeit. (Klaus Klages)

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Die 44. (Kehr)Woche, 2014

Passend zum Herbst und fallenden Blättern: Zitate zum Thema “Enttäuschung”

Der Glaube an das Gute im Menschen ist der Ursprung vieler Enttäuschungen.
(Gerhard Uhlenbruck)

Die Enttäuschung ist die Tochter der Illusion.
(Dominik Buchwald)

Eine Ent-täuschung ist nichts anderes als die Aufhebung einer Täuschung.
(Marc Buchmüller)

Ent-Täuschung
= frei von Täuschung
= frei von selbstgebauten Erwartungen
= frei von selbsterdachten Bildern
= frei von Illusionen
= frei von Projektionen
(Anita Ludwig)

Enttäuschung
Wer hat eigentlich wen enttäuscht?
Das Trugbild den Unwissenden?
Der Träumer seine Illusionen?
Oder eine Realität die andere?
(Thomas Wehner)

Manchmal erfährt man Enttäuschungen nicht weil man alles richtig gemacht, sondern weil der andere alles falsch gemacht hat.
(Florian Rüde)

Die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit ist mit Enttäuschungen überbevölkert.
(Ernst Ferstl)

Enttäuschung, tödliche Wunde oder Heilschmerz?
(Manfred Hinrich)

Enttäuschungen bedeuten inneres Wachstum, sagen Stoiker in gelassener Ruhe – dass sie aber die Herzen hart machen, verschweigen sie geflissentlich.
(Wilhelm Vogel)

Enttäuschung: Schnee auf der Seele.
(Gerd W. Heyse)

Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren. (Mark Twain)

Die Enttäuschung gibt dem Menschen die Kraft zu Dingen, die er niemals tun wollte. (Gerrit Donat)

Zu sehn, wie etwas stirbt tut weh
auch wenn es zu erwarten war
auch Blätter, die ich fallen seh
tun weh – jedes Jahr …
(Jörn Pfennig)

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