Ferienhausfreuden: Sei kein Frosch!

Ein quietschgrüner Frosch, gleich am ersten Morgen im Schlafzimmer des Ferienhauses aufgefunden, kann mich nicht schrecken. In Südfrankreich, selbst an der Küste, verirren sich schon manche Viecher und lassen sich in menschlichen Behausungen nieder. Wir scheuchten das putzige Tier auf den Balkon, wo es alsbald, nach zwei, drei riesengroßen Sprüngen mit langen Kunstpausen dazwischen, in einem Wasserabflussloch verschwand.

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Schön, dann die ersten Momente auf der Terrasse unter südlicher Sonne oder besser im Schatten zu genießen! In der Ferne winkt und glitzert das Meer, so dass sofort Urlaubsstimmung aufkommt. Da verstummt man schon mal und glotzt nur blöd vor sich hin.

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Ganze Schmetterlingsrudel taumeln und tanzen in einem blühenden Busch umher, Bienen summen munter auch noch Mitte Oktober, vereinzelte Hummeln brummen dazwischen. Riesige glänzende schwarze Käfer, die sich am liebsten in meinem Haar niederlassen, nähern sich dröhnend und fliegen mich ständig an, immer nur mich, wie falsch programmierte Drohnen, so dass ich öfter mal unfreiwillig hysterisch kreischen muss und mit einem herausgestoßenen „MACH DAS WEG!!!“ den Reisebegleiter bemühe. Eine braune Zikade, die sich ebenfalls aus der Luft anpirscht, landet ebenfalls auf mir, so dass ich hektisch aufspringe, die Tasse Roibushtee auf dem Tischchen umstoße und den hellblauweiß gestreiften Bezug der Liegestuhlauflage versaue. Natur ist doch was Schönes. Und immer wieder diese herrliche Stille, die durch die Insekten nicht gestört, sondern erst bewusst wird.

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Aber wir sind ja nicht allein auf der Welt. Im Ferienhaus nebenan, so vernehmen wir deutlich, wohnen auch Deutsche, wer hätte das gedacht, nicht alle sind auf Mallorca oder an der Costa del Sol. Die Dame des Hauses beliebt, auf der Terrasse zu telefonieren, sie telefoniert oft und laut. Obwohl die Häuser ein ordentlicher Abstand trennt und eine sehr große dichte Hecke, muss man mithören, was sie so bewegt und mitteilt.

Aha, offenbar spricht sie gerade mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber, anscheinend Chefarzt in der Klinik, in der sie – nun im „Ruhe“stand – früher tätig war. Nach langem Reden und dem Aufrufen vieler Erinnerungen endet sie mit den Worten: „Es war eine sehr schöne Zeit, ein sehr schöner Lebensabschnitt, es war mir immer eine große Freude, mit und unter Ihnen zu arbeiten!“ HIHI! Ihr neben ihr sitzender Gatte, der mehr Diskretion an den Tag legt und leiser ist, weiß das sicher bis heute nicht. Mein Reisebegleiter und ich gucken uns an und fangen an zu prusten, ich muss einen Moment die Terrasse verlassen.

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Die Adressaten der anderen Telefonate bleiben im Unklaren. Die Madame drückt sich ansonsten sehr gewählt aus und spricht wie gedruckt, da wirkt nichts natürlich, aber alles (ge)wichtig. Einem anderen Ende der Leitung schwatzt sie furchtbar lange monologisierend die Ohren voll und verabschiedet sich mit einer Drohung: „Ich werde Sie auf jeden Fall besuchen, wenn ich in der Nähe bin, das verspreche ich Ihnen.“ Diese Dame zu Besuch zu haben, ist unvorstellbar und gliche einer Strafe, wie wir finden, schon wieder Pruster erstickend. Wieder jemand anderem berichtet sie: „Wir sitzen hier  gerade in unserem Eigentum! Wir sind seit zwei Wochen (Anfang Oktober) hier und bleiben bis Dezember!“ Ach so.

Den Herrschaften gehört das Haus also, zumindest das Erdgeschoss, oben wohnen belgische Urlauber, ein Paar, das sich zu benehmen weiß und nicht die Umwelt mit verbaler Verschmutzung belastet. Aber nun wissen wir auch endlich, wem dieses etwas aus dem Rahmen fallende Terrassengrundstück gehört und wundern uns nicht mehr, denn…

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während die holländischen Eigentümer unseres Ferienhäuschens es zu unserer Freude eher natürlich lieben (wie auch die französischen Hausbesitzer ringsum), wilden Wein ranken lassen, zahlreiche Büsche gepflanzt haben…

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… und Wildpflanzen wie der blauen Trichterwinde erlauben, über das Mäuerchen zu lugen und es zu umschlingen und auf’s Grundstück einzudringen und sich mit den „Edelpflanzen“ zu vermischen,

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herrscht nebenan eine kahle Ordnung, die ich in der gesamten wunderschönen Anlage noch nicht gesehen habe.

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Die geflieste Terrasse ist klinisch rein, obwohl es sich doch hier nicht um einen OP handelt, aber man könnte sie leicht mit einem Wisch desinfizieren. Allein ein paar stachelige Kakteen, die ja weder Laub fallenlassen können noch sich schnell ausbreiten, sorgfältig zu einem Kreis angeordnet, schmücken den Ort, der eher wie ein Hubschrauberlandeplatz aussieht. Neben der Terrasse heller Kies, fein geharkt. Keine Pflanze. Das Grundstücksmäuerchen, hinter dem die Pampa beginnt, besser die wunderschöne Landschaft des Cap Lardier, wird von jedem Grün freigehalten. Die einzige „Dekoration“ sind Lampen, die die aseptische Mauer samt Kies des Abends erhellen. Der Herr war darüber hinaus oft mit der Schere unterwegs, zum auch noch den Rest zu begradigen, während bei “uns” alles munter-lauschig wuchern durfte.

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Aus einem unerfindlichen Grund wurde es nebenan am zweiten Tag leiser, Madame telefonierte mit gemäßigter Lautstärke und auch nicht mehr stundenlang, so dass wir unsere Ruhe hatten

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Dafür kamen täglich Telefonanrufe und so bemerkten wir, dass ein Festnetzanschluss im Haus war, das Telefon stand irgendwie unauffällig hinter Kaffeemaschine und Wasserkocher. Wie immer nach starken Regengüssen oder Sturm erreichten uns Anrufe stark besorgter und sehr hilfsbereiter Firmen, die nach dem Hausdach und dessen Dichte schauen wollten. Auch Vertreter von Banken und Versicherungen riefen an. Sie lassen sich jedoch sofort abwimmeln, wenn sie erfahren, dass nicht der Eigentümer am Apparat ist. Soviel Telefonwerbung bekomme ich in Deutschland in einem Jahr!

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Ein Anruf war besonders skurril, ich weiß gar nicht mehr, was für ein Anliegen dieser Monsieur hatte, ursprünglich. Jedenfalls wollte er gar nicht auflegen und verlängerte das Gespräch, meine Stimme oder irgendwas hatte es ihm offensichtlich angetan. Es war ihm auch egal, dass ich nur als Touristin dort war und mir das Haus nicht gehört. Schließlich fragte er “Vous êtes mariée?” (ob ich verheiratet sei). Oups! Ich fragte, warum er dies frage, woraufhin er erwiderte, na ja, er sei vielleicht gerade auf der Suche… Hallo, quel dragueur, na diese Franzosen, tststs. Selbst als ich sagte, verheiratet zu sein, ließ er nicht locker, wollte wissen, wo genau ich bin, wie lange ich bleibe und warf seinen ganzen Esprit in die Waagschale. Er hat mich wirklich zum Lachen gebracht, er war zu witzig und charmant und überhaupt nicht anrüchig. Die nächsten Tage klingelte das Telefon noch öfter, immer war gerade mein Reisebegleiter in der Nähe und nahm ab – doch es meldete sich niemand… Überhaupt gucken und flirten die Franzosen ja sehr viel häufiger und besser als die Deutschen, schenken einer Frau ein Lächeln oder auch mal ein Wort, so dass alles viel beschwingter und leichter ist als hier. Jedenfalls wird frau dort wahrgenommen, ähnlich wie in Italien. Hier kriegen selbst die allerschönsten Frauen oft keinen Blick ab, wie ich hörte. Diese Kröte muss frau schlucken, wenn sie in Deutschland lebt.

A propos Kröte (was für eine plumpe Überleitung, pardon, doch mir will keine andere einfallen!): Wir hatten da noch ein Erlebnis der besonderen Art… Während wir im Restaurant saßen, machten sich plötzlich auf der unteren Terrasse mehrere Angestellte des Hauses auf dem Boden zu schaffen. Bei näherem Hinsehen sahen wir, dass eine Kröte zwischen einem Baumstamm und den Holzbohlen der Terrasse eingeklemmt war. Der Hintern und die Hinterbeine lugten als Einziges hervor und boten einen grauenerregenden Anblick. Was für ein fettes hässliches Tier!

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Eine junge Frau, die ganz in der Nähe am Tisch saß, aber zum Glück mit dem Herumstochern in ihrem Salat schon fertig war, rief dauernd aus „C’est dégueulasse, comme c’est dégueullasse!“ Ich war hinundhergerissen zwischen Mitleid, Sorge um das Tier und Ekel, auch bei der Vorstellung, das Tier würde hier verwesen. Jedenfalls verging uns der Appetit und ich konnte meinen Teller nicht leeressen. Die Kellner versuchten, das Tier aus der Enge nach oben zu ziehen, doch das klappte nicht. Man wusste auch nicht, ob die Kröte noch lebte. Einer goss Wasser über sie, da begannen die Beinchen sich zu regen. Bisweilen zu fünft begannen die Männer eine Rettungsaktion. Ein elektrischer Schraubenzieher wurde besorgt, um das entscheidende Holzbrett zu lösen, doch dummerweise waren längst ein paar Schrauben kaputt und nicht mehr lösbar.

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Sogar ein Fleischermesser aus der Restaurantküche kam zum Einsatz. Als Hebel für das Brett. Nachdem mindestens eine halbe Stunde vergangen war, verschwanden die Helfer. Schließlich waren noch ein schwedisches älteres Paar und wir auf der Terrasse. Dann stand die Frau auf, von den zuversichtlichen Worten ihres Mannes begleitet „Sie ist Ärztin! Sie nimmt die Sache jetzt in die Hand.“ Sie schnappte sich das Geschirrtuch, das die männlichen Helfer schon benutzt hatten (sicher nicht nur wegen des Giftes, das die Hautdrüsen der Kröten absondern, sondern auch aus Abscheu, sie mit bloßen Händen zu berühren). Sie verfolgte eine andere Taktik: das Tier nicht zu ziehen, sondern es vorsichtig nach unten zu drücken. Das ging aber auch nicht. Also standen wir restlichen Drei auf und machten uns mit dem noch umherliegenden Werkzeug zu schaffen, versuchten mit Reservierungsschildchen von den Tischen und anderem Gerät das Brett zu lockern und zu heben und nach einiger Anstrengung gab es etwas mehr Luft zwischen Baum und Brett und die Kröte verschwand im Untergrund. Der Boden war hohl, doch es gab einen Ausgang, so dass das Tier dort nicht verenden musste. Operation gelungen. Und ganz ohne Betäubung. Erleichtert und lachend verabschiedeten wir uns und die Ärztin bedankte sich per Handschlag bei uns Assistenten für die gemeinsame länderübergreifende Rettungsaktion und die gute Teamarbeit. Als wir gingen, kam einer der Kellner zurück, der extra nach Hause gefahren war, um bessseres Werkzeug zu holen, aber froh war zu sehen, dass die Sache erledigt war. Als ich ihn eine Woche später nochmal auf das Abenteuer ansprach, meinte er mit leicht verzogenem Gesicht, ich solle dieses Thema bloß nicht mehr ansprechen..

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Bon appétit!

Seit diesem Erlebnis mochte ich das Geunke der Kröte in der Nähe unserer Terrasse nicht mehr so gern hören wie vorher. Komisch eigentlich. Am vorletzten Tag sah ich sie dann, unter der dichten Hecke zum anderen Nachbargrundstück. Sie war mindestens so groß und fett wie die Restaurantkröte, wie eine mittelgroße Schildkröte! Mich schauderte, noch sie hatte ich solch monströse Exemplare gesehen. Meinen Reisebegleiter schauderte noch mehr, er hatte sogar Angst, das Monster könnte direkt ins Wohnzimmer kriechen. Männer, hihi!

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In der Nacht sahen wir die Hauskröte plötzlich im Mondlicht knapp neben unseren Stühlen vorbeischleichen (na, angeblich schreiten Kröten ja…), sie war quer über die Terrasse auf dem Weg ins Gebüsch und verschwand dort, von wo aus immer ihre Rufe ertönt waren.

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Doch wir sollten sie nicht mehr hören, die Abreise stand bevor und passend zum Abschied fielen auch an der Côte d’Azur die Blätter.

 

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Sternenstaub

Letztlich verliert sich jede Spur. Ob grob oder filigran. Was tun?

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Zähe Zeit

Koffer

Noch nicht ausgepackt

Gesammelte Energie

Verpufft

Kann nicht zehren

Von Bildern

Mich nicht rühren

Nur der Wind zaust leise

Vergilbende Blätter

Zeiger sind aus Blei.

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Die 43. Woche, 2014

Das Meer beruhigt, weil es sich bewegt.

(Jürgen K. Hultenreich)

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C’est
Avec un battement d’aile
Qu’il fait écho
À ce battement de cil
De l’ange
Aux ailes blanches
À la brise poétique
D’un message
Venu de loin
Les papillons de nuit
Laissent une fine poussière
Bruyante
C’est l’heure où tout renait
Et tout se meurt.

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Balance

Hingerissen
Versackt
Unterspült, überspült
Fast weg
Fern jedenfalls
Je cherche ma balance
Où est le fond?
Mes pieds
Ne le touchent
À peine
Que je trouve terrain
Le charme s’évanouit
Et avec lui toute la magie.

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Die 40. Woche, 2014

Diesmal Zitate zur Feigheit, die oft mit der Lüge oder dem Verschweigen einhergeht und bei der man sich fragt, ob sie aus Charakterschwäche, Egoismus, fehlender Empathie oder der mitfühlenden “Schonung” entspringt, ob sie zu den großen Lastern oder (Tod)sünden zählt, wobei ich das Religiöse dann doch lieber rauslassen möchte… Wie auch immer, ich glaube, jeder von uns war schon einmal feige…

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Der Feige droht nur, wo er sicher ist. (Johann Wolfgang von Goethe)

Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen. (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Jeder Jäger wird mal ein Hase. (Wilhelm Busch)

Feigheit, die Mutter aller Grausamkeit. (Michel de Montaigne)

Wo es an Löwenfell mangelt, muß man sich den Fuchspelz überziehen. (Gajus Julius Phaedrus)

Auch wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt der Hintern zu sehn. (Aus Japan)

Die Feigheit tarnt sich am liebsten als Vorsicht und Rücksicht. (Unbekannt )

Feigheit ist der verächtlichste Charakterzug des Menschen, zumal sie sich nur allzugern mit Lüge und Verleumdung paart. (Max Haushofer)

Die verdächtigste Feigheit ist jene vor dem Freunde. (Martin Gerhard Reisenberg)

Zu reden, ohne zu wissen, ist unklug. Zu wissen und zu schweigen, ist feige. (Han Fei-Tse, auch Han Fei Zi)

Dem toten Löwen versetzt der Esel einen Tritt. (Deutsches Sprichwort)

Den Feigling erwischt sein Geschick im Versteck. (Sprichwort)

Der Feige sieht zwar alles ein, bestreitet es aber vehement. (Julian Scharnau)

Da werfen sie, ohne sich zu schämen, Die Flinte gleich ins Korn hinein: Wo die Leute nur den Mut hernehmen So ungeheuer feige zu sein! (Paul von Heyse)

Es ist unklug, Feiglinge mit Schande zu strafen; denn achteten sie deren, so wären sie keine Feiglinge. Hier muß Tod die Strafe sein, weil sie ihn am meisten fürchten. (Jonathan Swift)

Es gibt so viel Mittel, den Gelegenheiten auszuweichen, bei denen man seine eigene Person wagen müßte, daß man die Welt tausendmal betrogen haben kann, bevor man sich in ein Wagestück eingelassen hat, und selbst dann, wenn man darin verflochten ist, weiß man für diesen Fall sein Spiel mit guter Miene und unerschrockenen Worten zu verdecken, obgleich einem das Herz im Innern zittert. (Michel de Montaigne)

Leider gibt es Verhältnisse, wo der persönliche Mut zur Feigheit werden kann, wenn er selbstsüchtigen Wünschen Vorschub leistet, ohne die Gefahren in Erwägung zu ziehen, die er anderen bereitet. (Karl von Holtei)

Hol die Pest alle feigen Memmen und das Wetter obendrein. (William Shakespeare)

Der Feigling wird durch seine Ängste erpressbar. (Esther Klepgen)

War ich feige aus Müdigkeit? Oder war Feigheit der Grund meiner Müdigkeit? Wie auch immer: ich log. (Kurt Marti)

Wer feig ist, der ist auch grausam stets. (Johannes von Müller)

Frechheit ist fast immer die Maske der Feigheit. Der Mutige ist ruhig. (Otto von Leixner)

Es gibt nur eine Sünde: Feigheit. (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

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Les choses de la vie / Die Dinge des Lebens

Gestern mal wieder im TV gesehen: Les choses de la vie/Die Dinge des Lebens, einer meiner Lieblingsfilme, schrecklich schön, Musik inbegriffen, mit der grandiosen Romy Schneider und dem ebenso grandiosen Michel Piccoli (à ne pas oublier Lea Massari).

https://www.youtube.com/watch?v=2zFpmBhpLaw

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Bärig

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Chlorhuhn
Schweigen
HO-Lügen
Deutsche Bahn
Ausländermaut
Gaza-Vergessen
Peter-Prinzip
Hart-Mut Meh-Dorn
Verlogenheit
Wo-wer-eit(elt)
La valse de Valls
In obskuren Clubs
C’est pareil
Alles verschwindet
In schwarzen Löchern
Mutti Merkel
Will Sarko-Funès wiederhaben
Nicht den Pudding
Bundes-Ebola-(Ab)Wehr
Pharma-Versäumnisse weil unrentabel
Bis jetzt
Laufende Bänder ohne Gepäckstücke
Feigheit vor dem Herrn
Von-der-Leyen-Leiereien
La vie est belle.

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Die 39. Woche, 2014

Heute Zitate zum Schweigen… Manchmal muss man schweigen, es ist sogar gut, wenn man mal schweigen kann, den Mund halten. Vermutlich können die meisten Frauen weniger gut schweigen als Männer. Doch ist Schweigen nicht immer Gold oder tugendhaft oder friedlich, grabesstilles Schweigen kann auch fried(un)höflich oder sogar tödlich sein.

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Mit Schweigen ist im Unglück nichts getan. (Euripides)

Viele schweigen über den Takt hinaus. (Harald Schmid)

Die Unaufrichtigen kennen die Menschen am wenigsten; sie sind zu sehr darauf bedacht, sich zu verstecken. (Claude-Adrien Helvetius)

Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung. (Gilbert Keith Chesterton)

Das Schweigen ist eine furchtbare Waffe. (Marcel Proust)

Schweigen ist das wirkungsvollste und infamste aller Gifte. (Werner Friebel)

Das Schweigen schlägt tiefere Wunden als Worte es vermögen. (Anke Maggauer-Kirsche)

Es gibt Situationen, in denen Schweigen einem Verbrechen gleichkommt. (Birgit Ramlow)

Die Steigerung von Schweigen ist Verschweigen. (Siegfried Wache)

Man kann sich auch um Kopf und Kragen schweigen. (Peter E. Schumacher)

Mit Schweigen verrät man sich nicht. (Alter Spruch)

Mancher redet sich mit Schweigen raus. A. Michael Bussek

Wo Hähne krähen, da schweigen die Nachtigallen. (Aus Griechenland)

Die gründlichste Selbstdenunziation besteht zumeist in einem hartnäckigen Schweigen. (Martin Gerhard Reisenberg)

Eine Frau mit Schweigen bestrafen, heißt, sie sprachlos machen. (Manfred Poisel)

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Der Hirsch lebt auf dem Berg, aber sein Schicksal hängt in der Küche. So hängt auch mein Schicksal irgendwo. (Lü Bu We)

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