Haben’s mal a Lümple?

Direkt vor meinem Urlaub hatte ich die ganze Woche einen Maler auf dem Balkon, musste vorher alle Pflanzen und Möbel etc. ins Treppenhaus und ins Wohnzimmer wuchten und hatte von meinem heimischen Schreibtisch aus die ganze Zeit das Geschehen im Auge (das sind die Nachteile des Homeoffice). Der Maler, Bruder des Vermieters, hat leider die Angewohnheit, nonstop Selbstgespräche zu führen. Ich konnte auch die Balkontür nicht schließen, weil er und bisweilen auch der Vermieter selbst ständig raus- und reinliefen. Echt tolle Arbeitsbedingungen für mich, die ich eh schon lange urlaubsüberreif war. Auch für den armen Maler, dessen Arbeitsergebnisse laufend von seinem Bruder kontrolliert und meist kritisiert werden. Es gab immer was auszubessern, was der Maler mir gegenüber dann aber als eigene Erkenntnis darstellte, doch ich hatte vorher schon den Bruder lamentieren gehört. Nicht einfach, solche geschwisterlichen oder überhaupt Abhängigkeitsverhältnisse.

Haben Sie mal a Lümple? Häh? Na, a Läpple. Ach so. Das waren wenigstens noch Dialoge. Aber der Maler spricht, ächzt und stöhnt auch ohne Kommunikationspartner den ganzen Tag lang. Er kommentiert alles, was er tut, sieht und denkt. Seine Frau ist gerade zur Kur, wie er mir erzählte. Ob sie mal Erholung von seinem Geplapper braucht? Das hält ja keiner aus! Ah, das Stängle muss i noch streiche. Gleich muss ich noch einmal schleife. Was mach ich mit der Farb? Muss noch a Eimer hole. Stöhn, ächz.

Zurück aus dem Urlaub, bekam ich einen Schock. Immer noch das Gerüst vor der Nase nach immerhin zwei Wochen. Dazu ein Schemel, ein Farbeimer, eine Abdeckplane, genannt Teppich, auf dem Balkon. Ich war stinksauer. Denn der Vermieter hatte extra mit meinem Balkon begonnen, weil ich verreisen wollte. In den zwei Wochen war allerdings kaum etwas geschehen. Der Regen. Ah ja? Meine Nachbarn, die die Blumen gossen, erzählten etwas anderes. Immerhin schafften wir es, zwei Stühle hinzustellen, um den warmen Abend auf dem Balkon zu verbringen und vor drei Tagen durfte ich alles wieder einrichten.

Aber die Außenbrüstung muss nochmal gestrichen werden (zweifarbige Lamellen sind angeblich schicker, sieht nur keiner, doch dass die Miete wegen solch normaler Schönheitsarbeiten erhöht wird, wurde mir schon angekündigt) und über und unter mir ist auch nicht alles fertig. Weil der Maler sich einen Hitzschlag oder Sonnenstich geholt hatte bei der Arbeit, war er letzte Woche krankgeschrieben und kam erst heute wieder. Während ich morgens um acht nichtsahnend vor mich hin arbeitete, sah ich aus dem Augenwinkel erst eine Hand auf dem Balkongeländer, dann zwei – gab’s nicht mal so einen Horrorfilm? -, dann Oberkörper und Kopf und da war er wieder. Er turnte dann über das Gestängle auf das Brettle des Gerüstles etwas oberhalb meines Balkons und da er – ist 63 – vorzeitig in Rente gehen will, wie er mir mitteilte, und Rücken hat und Knie und alles, mache ich die Augen zu, konzentriere ich mich auf die Geräusche und hoffe, er schafft es. Dort sitzt, hockt oder steht er nun wahlweise, turnt zwischendurch wieder zurück, stöhnt, betrachtet mit angewinkelten Ellbogen meine Balkonkästen (ob die Halterungen die frisch gestrichenen Stängle nicht beschädige?) und ergeht sich auch nach dem Sonnenstichle weiter in langen Selbstgesprächle.

Da ich vorsichtshalber die Markise etwas runtergelassen habe, bis zum nächsten Gerüststängle, sehe ich ihn nicht, wenn er auf dem oberen Brettle steht, nur, wenn er dort sitzt. Und er sieht mich auch nicht.

Keine Sorge, der Mann da oben lebt! Aber ich habe schon letzte Woche Vorhängle angebracht und hocke nun meist im verdunkelten Zimmer. Das Fenster kann ich wegen des Gesabble auch nicht öffnen. Schöner Sommer, schöne Nachurlaubszeitle. Aber auch irgendwie zum lache, gell. Grad kann i mal durchschnaufe, weisch, der Mann hat Feierabend.

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Schöne Zusammenfassung

Ein Student hat sich die Mühe gemacht, die wichtigsten Fakten zu Corona zusammenzutragen und gibt eine für jeden verständliche Übersicht:

https://corona-transition.org/die-zerstorung-des-corona-hypes-in-59-minuten

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Corona-Untersuchungsausschuss

Es tut sich etwas. Nun wird unter Einbeziehung mehrerer Wissenschaftler untersucht, ob die Anti-Corona-Maßnahmen von Maskenpflicht bis Lockdown juristisch haltbar sind. Die etablierten Medien berichten darüber kaum.

https://www.rubikon.news/artikel/der-corona-untersuchungsausschuss

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Kein Zurück

Shutdown – ach nein, shut up, befahl meine Englischlehrerin Fräulein Beinke immer etwas rüde, wenn es in der Klasse zu laut war.

Lockdown – gib dich bloß keinen (Freiheits)Verlockungen hin. Lautet die allgegenwärtige Warnung.

Südfrankreich war schön. In zwei Wochen nur einmal Maske getragen in einer Parfümerie, aus Rücksicht auf die Verkäuferinnen, die das wohl lieber hatten, ich wäre aber auch so reingekommen. Ansonsten Maskenpause, denn die Dinger sind dort nur in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben. Wie gut das tat. Atmen können. Sich wieder frei und normal fühlen. Eine „neue Normalität“ will ich nicht, sie ist menschenfeindlich. Und schützt niemanden.

Und nun wollen sie die lächerliche Maskerade in Deutschland bundesweit weiter fortsetzen, na prima. Es gibt ja auch kein Zurück mehr ohne Gesichtsverlust – nur mit Maske, haha. Ich bin dafür, dass die Verantwortlichen die Masken fallen lassen, vom RKI über Drosten, Spahn, Söder, den armen Willi, pardon, Karl Lauterbach bis zu Mutti. Fleißiger als sonst Hände gewaschen und Abstand gehalten habe ich übrigens schon immer in der Grippesaison, bin nämlich ein klein wenig hypochondrisch, so allgemein. Und ich brauche dafür auch keine ständig wiederholten elterlichen Ratschläge mehr, bin ja schon groß.

Nun war Corona also, wie schon Wodarg, Bhakdi und andere Wissenschaftler bereits am Anfang der von der WHO zur Pandemie erklärten Atemwegsinfektion vermuteten, nicht schlimmer als eine Grippewelle. Und die Kurve war in allen Ländern ähnlich, ob mit oder ohne Lockdown. Und der Höchststand der Infektionen schon vor dem Lockdown vorbei. Tja. Doch die Mehrheit der Bürger will das nicht sehen und beharrt auf ihrem Glauben an Regierung und Hilfsmedien, die ja auch weiterhin ihre Litaneien inklusive Drohungen vor zweiten und dritten Wellen aufsagen. Schließlich darf nicht sein, was nicht sein kann, denkt der Gutgläubige, ganz so, wie es ihm suggeriert wird. Der Gedanke, betrogen worden zu sein, ist für viele wohl schlimmer als alles andere, da brechen Gewissheiten zusammen, eine ganze Welt, das macht noch mehr Angst als dieses Virus. Und ja, ich weiß, wovon ich rede, brauchte meine Zeit. Na ja, zum Glück sind die Gedanken noch frei, zumindest wenn man sie nicht öffentlich äußert. Ich nehme mir die Freiheit trotzdem und mittlerweile verzweifle ich nicht mehr darüber, ein Gedankenaußenseiter zu sein. Es ist, wie es ist.

Hier – unter anderem – ein paar Fakten, aber nicht von den bestellten „Faktencheckern“ (woher kriegen sie bloß all die fachfremden Praktikanten und bezahlen sie wenigstens gut?). Vorsicht, lang und womöglich zum Teil verstörend.

https://www.rubikon.news/artikel/wir-streiken

https://multipolar-magazin.de/artikel/das-schweigen-der-viren
Auch einige Kommentare sind recht informativ.

Auf der Wodarg-Seite gibt es auch eine Zusammenstellung von Artikeln anderer Autoren:
https://www.wodarg.com/fremde-federn/

https://www.rubikon.news/artikel/die-propaganda-pandemie

Einen schönen Sommer wünsche ich. Trotzdem.

Wake up. Wofür auch immer.

Und nein, ich diskutiere nicht mehr, ich bin auch müde von allem und streike ein wenig. Kommentare sind dennoch selbstverständlich gern gesehen, auch von jenen, die meine Einschätzung nicht teilen. Denn es interessiert mich immer, wie andere denken.

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Political Correctness und Autorität

Hier ein Artikel, den ich gut finde und der Gedanken ausdrückt, die ich mir vage so ähnlich seit einigen Jahren mache (also vor Corona-Zeiten, doch auch und gerade jetzt zeigt sich ja, was seit längerem geschieht in Sachen Meinungsbildung und -äußerung bzw. deren Verbot), aber nicht voll durchdacht habe und auch nicht so auf den Punkt hätte bringen können:

https://www.rubikon.news/artikel/die-neuen-autoritaren-2

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WordPress-Probleme

Kurz in eigener Sache: Seit mindestens Mitte Mai habe ich fast keine Benachrichtigungen über Kommentare und Likes zu meinen Artikeln und auch nur wenige über neue Artikel anderer Blogger erhalten. Ich wunderte mich schon, dass so viele verstummt sind und nichts mehr schreiben und dachte, ihr seid gerade alle mit euch selbst beschäftigt. Ich lese momentan ja auch sehr wenig hier.

Nun fand ich gerade seitenweise Nachrichten im Spam-Ordner. Also wundert euch bitte nicht, warum ich auch nicht geantwortet habe. Nun muss ich mir erstmal einen Überblick verschaffen. Bis demnächst!

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In den Sand gesetzt

Manche Bilder gleichen sich doch sehr:

https://www.rubikon.news/artikel/gefahrlicher-virus-wahn

Auch die Briten haben offenbar ihren Drosten. Vermutlich wird es auch in anderen Ländern wie Italien oder Spanien so sein. Da verlässt sich die Regierung auf einen Virologen, der sich nachweislich schon einmal fundamental geirrt hat (beim deutschen Haus- und Hofvirulogen war es die Schweinegrippe, hat man wohl vergessen…). Ob da das Peter-Prinzip wirkt? Hat man die höchste Stufe seiner Unfähigkeit erreicht, darf man noch weiter aufsteigen? Egal, der Mann war mir von Anfang an suspekt, als ich das Fachliche noch nicht mal am Rande erfassen konnte. Ich glaube, es war von Anfang an der Eindruck, dass es Herrn Drosten vollkommen an Empathie mangelt. Egal, noch mehr Aufmerksamkeit sollte man solchen „Wissenschaftlern“, die sich zudem täglich widersprechen und offensichtlich sowieso nicht „neutral“ sind, besser gar nicht widmen.

Da am Anfang der sogenannten Pandemie und noch viel später keine Obduktionen von angeblich durch Covid-19 Verstorbenen stattfanden, weil das RKI das explizit nicht wünschte und offenbar nicht an mehr Wissen/Aufklärung über die Infektion interessiert war, und weil auch noch lange danach viele Verstorbene ohne jeglichen Test (dessen Ergebnisse ohnehin von einigen Wissenschaftlern angezweifelt werden) einfach so als Corona-Tote eingestuft wurden, wird es unmöglich sein, am Ende valide statistische Daten darüber zu bekommen, wer denn nun wirklich an Covid-19 gestorben ist und wer nicht. Die „strengen“ Regierungen werden also weiter verbreiten, es habe nur an den verordneten Maßnahmen gelegen, dass sie „es geschafft haben“, dass die Infektionszahlen zurückgingen. Auch die große Mehrheit der Bevölkerung wird das so sehen, nun glücklich und dankbar, sich mal wieder einen Zentimeter mehr bewegen zu dürfen und selbst das eigentlich noch gar nicht will – aus Angst. Angst blendet bekanntermaßen den Verstand und die Kritikfähigkeit aus und schreit nur nach Sicherheit, die sich hier wohl auch wegen der Kollateralschäden nur als eine vermeintliche erweist.

Ja, auch ich war anfangs von Angst und Panik gebeutelt und ich habe die deutsche Regierung kritisiert, als sie noch munter Karnevals-, Fußball- und andere Großveranstaltungen zugelassen hat, dazu stehe ich heute noch, denn zu dem Zeitpunkt wusste man noch zu wenig über das Virus und nun zeigt sich anscheinend, dass vor allem langer Kontakt mit vielen Menschen auf engem Raum die Verbreitung des Virus fördert. Doch ich informierte mich aufgrund vieler Widersprüche von Anfang an aus Neugier auch über die Einschätzungen vieler anderer Wissenschaftler (ja, ziemlich zeitintensiv) und nachdem man aus offiziellen Statistiken (auch von WHO und RKI) ablesen konnte, dass die Erkrankungswelle in allen Ländern die gleiche Kurve nimmt (allenfalls zeitversetzt), ob mit oder ohne strengen oder gemäßigten Lockdown, man aber ausgerechnet mit dem Rückgang der Zahl der „Infizierten“ (besser derer, bei denen der PCR-Test positiv ausfiel) die harten Beschränkungen der ganzen Bevölkerung erließ und gleichzeitig ausgerechnet die Gefährdeten nicht beschützte, war mir klar, dass hier etwas fundamental falsch gemacht wurde und wird. Denn wer stirbt denn vor allem an oder mit Covid-19 oder im Zuge der Kontaktverbote?

Was die Regierungen weltweit und nicht etwa das Virus in den letzten Monaten ausgelöst haben ab finanziellem, psychischen und physischen Elend,, wird lange nicht oder gar nicht wieder gutzumachen sein. Meinen Applaus haben sie nicht.

Im Übrigen verhalte ich mich selbst noch eher vorsichtig, meide Menschenansammlungen und gehe nicht in die Stadt, wie ich es auch sonst zu Grippezeiten tue. Dazu kommt, dass ich es anstrengend finde, längere Zeit eine Maske zu tragen.

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Die 22. Woche, 2020

Not ist der Vorwand für jede Einschränkung der menschlichen Freiheit. Sie ist das Argument der Tyrannen und das Glaubensbekenntnis der Sklaven.
(William Pitt der Jüngere)

Leute, die behaupten, Entscheidungen seien alternativlos, wollen damit nur ihr Handeln rechtfertigen, weil es bereits geschehen ist oder sie sich selbst in einem Zwang befinden, geplante Entscheidungen durchsetzen zu müssen. Und nur wenn diese Leute diesen Zusammenhang dereinst begreifen, besteht für sie noch Hoffnung.
(Christian Amann)

Die Dummheit ist immer mehrheitsfähig.
(Erhard Blanck)

Jeder Krieg wird unter den nichtigsten Vorwänden begonnen, aus guten Gründen weitergeführt und mit den verlogensten Ausreden beschlossen.
(Arthur Schnitzler)

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Die 21. Woche, 2020

Wenn die Hoffnung aufwacht, legt sich die Verzweiflung schlafen.
(Von den Malaien)

Die Angst hinkt, der Verstand geht, die Hoffnung fliegt.
(Aus Portugal)

Nichts hält die wahre Hoffnung auf. Sie fliegt mit Schwalbenflügeln.
(William Shakespeare)

Vor drei Wochen sah ich die ersten Mauersegler dieses Jahres, doch es waren nur wenige, höchstens sechs und ich war betrübt, fragte mich, warum es dieses Mal so wenige waren. Dann las ich, dass sie manchmal zeitversetzt anreisen und siehe da: Seit heute sind wieder „alle“ da, auch die Nachzügler, insgesamt so viele wie die letzten Jahre. Ich bin beruhigt und froh, wenn ich sie von meinem Balkon aus beobachte und ihre spitzen Schreie höre.

Das ist fast wie Sommer, auch wenn ich zeitlich dieses Jahr noch im Winter bin, allenfalls im Vorfrühling. Mir wurde bisher nicht warm. Heute trug ich erstmals in diesem Jahr Sandaletten. Auch durch die farblich abgstimmte Maske in Rot – bin halt Ästhetin trotz des Protests meinerseits – bekomme ich schlecht Luft, fühle mich in meiner Atmungsfreiheit eingeschränkt, ob mit oder ohne Futter. Ich komme auch nicht mit der Zeit zurecht, das ist nicht meine Welt. Obwohl ich dachte, dass 2020 ein gutes Jahr werden würde. Was für ein Irrtum! Nun hoffe ich aber bald auch auf mehr andere Nachrichten, die keine Horrorszenarien mehr melden und sich überhaupt mehr der Wahrheit widmen. Aber ich weiß, dass sie es schwer hat. Die Wahrheit. Die sowieso für jeden eine andere ist.

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in memoriam Hannah Ahrend

Anlässlich einer Ausstellung über Hannah Ahrend im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin ein paar Zitate der Philosophin, die zeitlos sind. Ich wünschte mir heute mehr mutige, eigenständig und -willig sowie frei(heitlich) denkende Menschen wie sie. Denn gerade ist jegliche Diskussion, jede abweichende Meinung zur Politik, jede Kritik unerwünscht und wird sogar diffamiert. Selbst Mitdenken ist nicht willkommen. Demokratie geht anders.

Einsicht in einen politischen Sachverhalt heißt nichts anderes, als die größtmögliche Übersicht über die möglichen Standorte und Standpunkte, aus denen der Sachverhalt gesehen und von denen her er beurteilt werden kann, zu gewinnen und präsent zu haben.

Die wirksamste Manipulation unseres Geistes zielt nicht darauf, bestimmte ideologische Überzeugungen in uns zu verankern, sondern darauf, uns der Befähigung zu berauben, überhaupt Überzeugungen auszubilden.

Will man die Menschen daran hindern, dass sie in Freiheit handeln, so muss man sie daran hindern, zu denken, zu wollen, herzustellen, weil offenbar all diese Tätigkeiten das Handeln und damit auch Freiheit in jedem, auch dem politischen Verstande implizieren.

Man könnte wohl sagen, dass die lebendige Menschlichkeit eines Menschen in dem Maße abnimmt, indem er auf das Denken verzichtet.

Man darf sich nicht ducken. Man muss sich wehren

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