Deutsche Medien informieren nicht mehr, sie betreiben Meinungsmache

Der „Spiegel“ soll kürzlich selbst einmal gesagt haben, dass er künftig nur noch Meinungsjournalismu machen will. Er macht es schon. Wie (meist) alle anderen Mainstreammedien hierzulande auch. Das ist nun wahrlich nicht die Aufgabe von Journalisten, vor allem, wenn sie sich alle auf die gleiche Meinung eingeschworen haben, nur der Regierungslinie folgen und die Rezipienten keinerlei Mehrwert von ihren „Nachrichten“ haben. Und das hat schon lange vor Corona angefangen.

Zum Thema fand ich gerade einen passenden Artikel:

Im Text befindet sich auch ein Link hierher:

https://www.rationalgalerie.de/home/die-reichstags-sturm-inszenierung

Ehrlich gesagt konnte ich mich selbst von Anfang an des Eindrucks nicht erwehren, dass da am 29. August in Berlin etwas inszeniert worden war und fühle mich nun damit bestätigt. Es war aber auch einfach zu plump (wenngleich von den meisten genauso geglaubt): Da gibt es die Bannmeile vorm Reichstag, in der Demonstrationen untersagt sind. Aber genau dort durften sich die vermeintlichen Reichsbürger (waren es wirklich Nazis mit Sonderrechten,, wurden sie gar herbestellt oder waren es nur „verkleidete“ Agitatoren – wer weiß das heute schon noch) fahnenschwenkend und bildwirksam versammeln – ihre Demo war genehmigt! Und genau dort hatte Berlin nur drei Polizisten platziert, die sich der gefährlichen „Stürmer“ erwehren mussten, worauf sie dann in allen Medien als „tapfer“ bezeichnet wurden. Die Sprache wird auch immer infantiler und primitiver, aber anscheinend kann man das heute so machen mit den Bürgern.

Hier geht politisch und medial immer mehr den Bach runter.

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Berlin und Ansichten der Wahrheit

Ein Blick auf die Darstellung der Demonstration und deren Bedingungen am Samstag jenseits der Leitmedien kann erhellend wirken:

https://www.rubikon.news/artikel/massiver-verfassungsbruch

Auf Youtube finden sich zudem mehrere Videos der Kundgebung, zum Beispiel von Querdenken selbst. Dort kann man sehen, wie die Veranstalter beständig für eine ruhige Atmosphäre sorgten und wie diszipliniert und bewundernswert gelassen die Demonstrationsteilnehmer selbst dann blieben, als die Polizei sie unrechtmäßig und perfide einen Großteil über Stunden eingekesselt und am Weitergehen gehindert hat, bis kein Mindestabstand mehr möglich war. Die Provokation hat nicht gewirkt.

Und die Nazis, die angeblich den Reichstag stürmen wollten, haben nun wirklich nichts mit der friedlichen Bewegung zu tun. Doch in den Medien wird diesmal hauptsächlich auf sie abgehoben – diesmal sprachen sie weniger von Spinnern und Verschwörungstheoretikern, sondern fokussierten sich ausschließlich auf die rechte Szene. Wie heuchlerisch. Bei den NSU-Verbrechen und auch sonst oft haben sie weggeschaut. Im Übrigen: Sollen friedliche Demonstranten zuhause bleiben und auf ihre rechtmäßige Meinungsäußerung verzichten, weil auch Rechte die Gelegenheit nutzen, sich zu zeigen? Nein, dann müssten sie stumm und unsichtbar werden. Dann wäre fast jede Demonstration unmöglich. Beim G9-Gipfel in Hamburg geschah seitens der Medien aber ja Ähnliches: Man packte alle Demonstranten in eine Schublade mit den gewalttätigen, diesmal „linken“, Autonomen. Kritik an der Politik ist offenbar nicht erwünscht und das wirft ein sehr schlechtes Licht auf die Meinungsfreiheit und Demokratie. Warum kann der Staat kritische Fragen und Meinungen nicht mehr aushalten? Diese Frage stellt sich.

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Die 35. Woche, 2020

Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben. Dazu brauchen wir einen harten Geist und ein weiches Herz. Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur suchen wir sie zu wenig.

(Sophie Scholl)

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Das Game zur Corona-Krise

Die zu den sogenannten „Qualitätsmedien“ gehörenden Sender ARD und ZDF haben sich mit einem Corona-Computerspiel für Kinder einen Klopfer geleistet, der an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten ist:

https://www.reitschuster.de/post/%C3%B6ffentlich-rechtliche-hassrede-150-punkte-pro-zerquetschtem-kind

Hier der direkte Link zum Werbe-Trailer (der Link ist aber auch oben im Text enthalten):

Dass die Gesellschaft immer mehr abstumpft und aggressiver wird, auch durch gewaltlastige Computerspiele, ist bekannt. Aber wie können ausgerechnet die Öffentlich-Rechtlichen auf die Idee kommen, so etwas unsäglich Menschenverachtendes zu produzieren für die Zielgruppe Kinder? Okay, damit sollen die Kleinen „subtil“ manipuliert werden, schon klar. Und dafür soll man den Anstalten noch Gebühren zahlen?! Ich finde, man müsste Klage einreichen – gegen die Gewaltverherrlichung und die GEZ-Gebühren. Ehrlich gesagt bin ich einfach nur fassungslos. Ich dachte erst, das sei Satire…

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Corona-Untersuchungsausschuss

Für alle, die sich zu Corona eine eigene Meinung bilden möchten, hier einige Sitzungen des von vier Anwälten initiierten und geleiteten Corona-Untersuchungsausschusses. Es sind meist drei- bis fünfstündige Videos mit Wissenschaftlern, Ärzten und anderen ausgewiesenen Experten sowie manchmal auch von der Krise Betroffenen. Wegen der Länge und auch der Inhalte handelt es sich nicht gerade um leichtverdauliche, aber sehr informative, nachdenkenswerte, erhellende Kost, die keineswegs langweilig ist. Ich lerne dabei viel dazu und manchmal fallen mir fast die Augen aus dem Kopf. Ich liste hier nur die aktuellsten Videos auf, die ersten ebenso sehenswerten Folgen 1 bis 5 lassen sich durch entsprechende Stichworteingabe auf Oval Media leicht finden. Und es wird noch weitergehen.

  1. Sitzung, Die Lage der Kinder
    https://www.youtube.com/watch?v=LDxCUBBrms8
    (Die Kinder sind meiner Meinung nach noch viel zu wenig im Fokus)

  2. Sitzung, Nützen die Masken oder schaden sie?
    https://www.youtube.com/watch?v=3NgjZBU3DDw&t=9521s
  1. Sitzung, Die Rolle der Medien
    https://www.youtube.com/watch?v=OJgbKALMG0Q&t=4434s

  2. Sitzung, Gefährlichkeit des Virus, Behandlung der Krankheit, Impfung als Ausweg?
    https://www.youtube.com/watch?v=Dc-IIK7ICEw&t=5071s
  1. Sitzung, Datenschutz – 1 Million Genoms, Gesundheits-ID, Tracking-App
    https://www.youtube.com/watch?v=0lR3xf1Z_qg

  2. Sitzung, Fehlanreize im System, Die Rolle der Medien II
    https://www.youtube.com/watch?v=tFbMTjolN7g&t=2134s
    (Diesen Teil finde ich besonders interessant, weil aufgezeigt wird, dass unser Gesundheitssystem eher ein Krankheitssystem ist und dass Ärzte ebenso wie Wissenschaftler nicht frei sind, sondern von Pharmaunternehmen etc. beeinflusst werden und es geht – natürlich – um Geld. So erhielten Krankenhäuser während der Hochphase der Corona-Infektionen zum Beispiel mehr Geld, wenn sie „Covid 19“ als Diagnose angaben und wenn sie Beatmungsgeräte einsetzten, die sich im Nachhinein meist als unwirksam und sogar für viele Patienten tödlich erwiesen haben.)

  3. Sitzung, Mittelstand in der Krise, Staatsverschuldung, Pandemiegewinnler
    https://www.youtube.com/watch?v=ODCCjbbo2ik&t=1s

Nun ergänze ich doch noch die vorherigen Sitzungen, damit ihr nicht suchen müsst:

  1. Sitzung, Lernen vom Untersuchungsausschuss Schweinegrippe
    https://corona-ausschuss.de/sitzung1/
  2. Sitzung, Die Lage der Menschen in den Pflegeheimen
    https://www.youtube.com/watch?v=8qLEDryjahg&t=147s
  3. Sitzung, Bergamo – was war da los?
    https://www.youtube.com/watch?v=vWkCSht8_bE,
  4. Sitzung, Der DrostenTest, die Immunität und die zweite Welle
    https://www.youtube.com/watch?v=pKllldIiMpI&t=4725s
  5. Sitzung, Die Lage der kleinen Unternehmer und Selbständigen
    https://www.youtube.com/watch?v=qIaIDAv2DXE


    Zum nächsten Gespräch am 24. August sind eingeladen Regierungsvertreter, Behördenmitarbeiter, Sachverständige der Regierung, Testhersteller, Medienvertreter etc.. Am Ende der 13. Sitzung (s. Video) gab der Ausschuss bekannt, dass u.a. Merkel, Drosten, Klaus Kleber und Wieler eingeladen waren. Wieler bzw. das RKI hat bereits abgesagt.

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Irgendwo an der Goëlo-Küste

(Von 2012, aufgefrischt wegen Bretagne-, Meeres- und Freiheitssehnsucht)

De la grisaille sans tristesse oder: Grau muss nicht trist sein

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Der Anreisetag war heiß gewesen, der erste Urlaubstag gemischt und am dritten beschlossen die Wolken, der Sonne fast gänzlich den Durchblick zu verweigern. Trotzdem war ich gut drauf, war ich doch der Canicule, der unerträglichen Hitze in Deutschland entronnen. Eine Hitze, bei der man in seiner abgedunkelten Wohnung verharrt und den Sommer erst abends als solchen nutzt. Hier, an der Küste des Goëlo im nordbretonischen Département Côtes d’Armor, konnte ich raus, atmen, mich bewegen.

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Die Goëlo-Küste zieht sich von Saint Brieuc bis Paimpol, der Hauptstadt des Goëlo, und der Île de Bréhat. Der Sage nach haben im Goëlo Meer, Küste und Land einen Liebespakt geschlossen. Hier taucht, im Rhythmus der Gezeiten, das Armor, das Meer, mit jeder Flut tief in das Argoat, das Land, ein. Bei Ebbe zieht sich das Meer sehr weit zurück, um dann erneut mit manchmal gewaltigen Brechern zurückzukehren, die Buchten einzunehmen und gegen die Felsen zu schlagen. Armor und Argoat verbinden sich friedlich, sind sich treu und dann streiten sie sich wieder. Immer im Wechsel und nie ohne Leidenschaft, eingetaucht in dramatisch wechselndes Licht. Dieses Stück Meerland machte unter anderem Pierre Loti mit seinen Roman „Islandfischer“ bekannt. Und der Künstler Eugène Boudin, einer der ersten Freiluftmaler und Wegbereiter der Impressionisten, fing die Landschaft mit dem Pinsel ein.

Von Plouha aus fuhr ich wie üblich die kleinsten Seitenstraßen, bis es nicht weiterging. In der nahen Ferne sah ich das Meer, während ich auf dem feuchten Erdboden oder über Gras den alten Zöllnerpfad Richtung einer dicht bewachsenen Felsnase nahm. Der Boden gab leicht nach, meine Schritte bekamen einen federnden Akzent. C’est tonique, ça! Ich grüßte meine ewigen Wegbegleiter, die stoischen Kühe, während ich sie passierte.

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Die Wärme der letzten Tage schwang noch nach, der ab und zu vom grauen Himmel kommende Crachin, der bretonische Spuckregen, war wie eine kleine Erfrischung. Meine Jacke hatte ich nur um die Taille geschlungen, zum Wärmen brauchte ich sie nicht und das bisschen Feuchtigkeit auf der Haut war wie ein Vaporisateur der natürlichen Art, meerluftgeschwängert. Manche kaufen so etwas in Flaschen.

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Nun führte der Sentier des Douaniers ein kleines Stückchen bergan. Ich ging zügig, auch beim Aufwärtsgehen, weil es mich spüren ließ, dass meine Beinmuskeln noch lebten nach den anstrengenden letzten Tagen, dem fehlenden Sport der letzten Zeit. Ich war noch am Leben, hatte noch Kraft. Gerade als mich das dunkle feuchte Grün der Hügelkuppe empfing, intensivierte sich der Sprühregen und ich suchte Schutz unter einem einladend ausladenden Baum.

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Es roch nach Erde und Pflanzen. Stille, die feinen Regentropfen hinterließen keine Tonspur. Allein auf der Welt war ich. Na ja, auf jeden Fall hier.

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Außer mir kam wohl niemand auf die Idee, bei diesem Wetter auf Küstenwegen jenseits der ausgeschilderten Routen spazierenzugehen. Ich drang ein wenig tiefer ins Dickicht.

Dort waren Erdlöcher…

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und Höhlen, die in Bunkerruinen führten.

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Überall an der Küste diese Betonmahnmale, die an den Feind erinnern, und an die Rettung. Und aufs Heute Bezug nehmen.

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Gute Verstecke geben die Bunker immer noch ab, wenn man sich hineinwagt ins modrige Bemooste, Befarnte und sicher auch von diverser Kleinfauna besiedelte Unerwartbare.

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Lieber riskierte ich nur Blicke und ging weiter bis fast ans Ende dieser Art Halbinsel, erreichte den höchsten Punkt und gewann fast einen 180-Grad-Blick auf die Küste links und rechts neben mir.

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Ein Boot näherte sich und blieb dann regungslos stehen. Der Mann darauf sah zu mir hoch. Ich wandte mich um und wieder den Bäumen zu.

Was der Mann wohl bei dieser grauen See mit dem Boot vorhatte? Es war kein Fischerboot, sondern nur eine kleine Schaluppe. Wenn ich nicht auf einen Zweig trat, war auch ich lautlos, wie dieser Tag, mit meinen Turnschuhen auf dem dichten Velours.

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Elfenhaft wand ich mich unter Zweigen hindurch. Ein Zauberwald, in dem es sogar Fische gab,

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merkwürdige Ast- und Wurzelgebilde,

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geschlungen, verschlungen, zwischen Manierismus und Surrealismus und irgendwie giacomettihaft,

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und andere Formen.

In den Blattdachleerstellen trafen mich ein paar Tropfen. Würde ich es bemerken, wenn ich doch nicht allein wäre? Vielleicht hatte sich jemand in einer der Bunkerhöhlen versteckt. Aber warum? Es müsste schon ein Gesuchter sein. Doch wieso sollte er mir gefährlich werden, ich bräuchte ihn ja nicht zu verraten. Diese Luft, was war in der Luft außer Wasser und einer Spur Salz? Und wenn mir plötzlich jemand entgegenkäme, der genauso durchs Unterholz streicht wie ich, auf Samtpfoten quasi. Was wäre dann? Es käme drauf an. Merlin, ein Pirat – es patroullieren ja keine Zöllner mehr auf den Pfaden, die mögliche Piraten ausfindig machen könnten –, ein Ritter, ein Jäger, ein Wildhüter… Nun, ich bin nicht aus gutem englischem Hause, was aber ja auch keine zwingende Voraussetzung wäre. Spannend wäre das. Vielleicht. In dieser Luft. Jetzt. Côtes d’Amor, Côtes d’Amour. Eigentlich sind Lustgärten angelegt, doch das hier waren keine heiteren Rabatten, hier herrschte eher das Ungezähmte.

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Alles leicht morbide, die Liebeslauben in die Tiefe statt in die Höhe gebaut. Aufregend unheimlich. Gemacht für leidenschaftliche Melancholie, für melancholische Leidenschaft.

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Nachdem ich genug hatte vom Zauberwald und seinen Winkeln, machte ich mich auf den Rückweg. Kaum verließ ich das Gehölz, nahm ich einen Mann wahr. Ein Wanderhüne, das mittelblonde Haar vom Regen leicht derangiert. Er stand halb mit dem Rücken, halb seitlich rechts vor mir am Rand des Wäldchens, mit Rucksack und diversen umgehängten Kleidungsstücken für den bretonischen Allwetterzwiebellook. Den Blick schwer vertieft in seine Wanderkarte. Zu gezähmt für eine Passion nach Art des Goëlo. Unbemerkt schwebte ich an ihm vorbei und nahm noch einen Meerblick mit.

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Haben’s mal a Lümple?

Direkt vor meinem Urlaub hatte ich die ganze Woche einen Maler auf dem Balkon, musste vorher alle Pflanzen und Möbel etc. ins Treppenhaus und ins Wohnzimmer wuchten und hatte von meinem heimischen Schreibtisch aus die ganze Zeit das Geschehen im Auge (das sind die Nachteile des Homeoffice). Der Maler, Bruder des Vermieters, hat leider die Angewohnheit, nonstop Selbstgespräche zu führen. Ich konnte auch die Balkontür nicht schließen, weil er und bisweilen auch der Vermieter selbst ständig raus- und reinliefen. Echt tolle Arbeitsbedingungen für mich, die ich eh schon lange urlaubsüberreif war. Auch für den armen Maler, dessen Arbeitsergebnisse laufend von seinem Bruder kontrolliert und meist kritisiert werden. Es gab immer was auszubessern, was der Maler mir gegenüber dann aber als eigene Erkenntnis darstellte, doch ich hatte vorher schon den Bruder lamentieren gehört. Nicht einfach, solche geschwisterlichen oder überhaupt Abhängigkeitsverhältnisse.

Haben Sie mal a Lümple? Häh? Na, a Läpple. Ach so. Das waren wenigstens noch Dialoge. Aber der Maler spricht, ächzt und stöhnt auch ohne Kommunikationspartner den ganzen Tag lang. Er kommentiert alles, was er tut, sieht und denkt. Seine Frau ist gerade zur Kur, wie er mir erzählte. Ob sie mal Erholung von seinem Geplapper braucht? Das hält ja keiner aus! Ah, das Stängle muss i noch streiche. Gleich muss ich noch einmal schleife. Was mach ich mit der Farb? Muss noch a Eimer hole. Stöhn, ächz.

Zurück aus dem Urlaub, bekam ich einen Schock. Immer noch das Gerüst vor der Nase nach immerhin zwei Wochen. Dazu ein Schemel, ein Farbeimer, eine Abdeckplane, genannt Teppich, auf dem Balkon. Ich war stinksauer. Denn der Vermieter hatte extra mit meinem Balkon begonnen, weil ich verreisen wollte. In den zwei Wochen war allerdings kaum etwas geschehen. Der Regen. Ah ja? Meine Nachbarn, die die Blumen gossen, erzählten etwas anderes. Immerhin schafften wir es, zwei Stühle hinzustellen, um den warmen Abend auf dem Balkon zu verbringen und vor drei Tagen durfte ich alles wieder einrichten.

Aber die Außenbrüstung muss nochmal gestrichen werden (zweifarbige Lamellen sind angeblich schicker, sieht nur keiner, doch dass die Miete wegen solch normaler Schönheitsarbeiten erhöht wird, wurde mir schon angekündigt) und über und unter mir ist auch nicht alles fertig. Weil der Maler sich einen Hitzschlag oder Sonnenstich geholt hatte bei der Arbeit, war er letzte Woche krankgeschrieben und kam erst heute wieder. Während ich morgens um acht nichtsahnend vor mich hin arbeitete, sah ich aus dem Augenwinkel erst eine Hand auf dem Balkongeländer, dann zwei – gab’s nicht mal so einen Horrorfilm? -, dann Oberkörper und Kopf und da war er wieder. Er turnte dann über das Gestängle auf das Brettle des Gerüstles etwas oberhalb meines Balkons und da er – ist 63 – vorzeitig in Rente gehen will, wie er mir mitteilte, und Rücken hat und Knie und alles, mache ich die Augen zu, konzentriere ich mich auf die Geräusche und hoffe, er schafft es. Dort sitzt, hockt oder steht er nun wahlweise, turnt zwischendurch wieder zurück, stöhnt, betrachtet mit angewinkelten Ellbogen meine Balkonkästen (ob die Halterungen die frisch gestrichenen Stängle nicht beschädige?) und ergeht sich auch nach dem Sonnenstichle weiter in langen Selbstgesprächle.

Da ich vorsichtshalber die Markise etwas runtergelassen habe, bis zum nächsten Gerüststängle, sehe ich ihn nicht, wenn er auf dem oberen Brettle steht, nur, wenn er dort sitzt. Und er sieht mich auch nicht.

Keine Sorge, der Mann da oben lebt! Aber ich habe schon letzte Woche Vorhängle angebracht und hocke nun meist im verdunkelten Zimmer. Das Fenster kann ich wegen des Gesabble auch nicht öffnen. Schöner Sommer, schöne Nachurlaubszeitle. Aber auch irgendwie zum lache, gell. Grad kann i mal durchschnaufe, weisch, der Mann hat Feierabend.

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Corona-Untersuchungsausschuss

Es tut sich etwas. Nun wird unter Einbeziehung mehrerer Wissenschaftler untersucht, ob die Anti-Corona-Maßnahmen von Maskenpflicht bis Lockdown juristisch haltbar sind. Die etablierten Medien berichten darüber kaum.

https://www.rubikon.news/artikel/der-corona-untersuchungsausschuss

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Kein Zurück

Shutdown – ach nein, shut up, befahl meine Englischlehrerin Fräulein Beinke immer etwas rüde, wenn es in der Klasse zu laut war.

Lockdown – gib dich bloß keinen (Freiheits)Verlockungen hin. Lautet die allgegenwärtige Warnung.

Südfrankreich war schön. In zwei Wochen nur einmal Maske getragen in einer Parfümerie, aus Rücksicht auf die Verkäuferinnen, die das wohl lieber hatten, ich wäre aber auch so reingekommen. Ansonsten Maskenpause, denn die Dinger sind dort nur in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben. Wie gut das tat. Atmen können. Sich wieder frei und normal fühlen. Eine „neue Normalität“ will ich nicht, sie ist menschenfeindlich. Und schützt niemanden.

Und nun wollen sie die lächerliche Maskerade in Deutschland bundesweit weiter fortsetzen, na prima. Es gibt ja auch kein Zurück mehr ohne Gesichtsverlust – nur mit Maske, haha. Ich bin dafür, dass die Verantwortlichen die Masken fallen lassen, vom RKI über Drosten, Spahn, Söder, den armen Willi, pardon, Karl Lauterbach bis zu Mutti. Fleißiger als sonst Hände gewaschen und Abstand gehalten habe ich übrigens schon immer in der Grippesaison, bin nämlich ein klein wenig hypochondrisch, so allgemein. Und ich brauche dafür auch keine ständig wiederholten elterlichen Ratschläge mehr, bin ja schon groß.

Nun war Corona also, wie schon Wodarg, Bhakdi und andere Wissenschaftler bereits am Anfang der von der WHO zur Pandemie erklärten Atemwegsinfektion vermuteten, nicht schlimmer als eine Grippewelle. Und die Kurve war in allen Ländern ähnlich, ob mit oder ohne Lockdown. Und der Höchststand der Infektionen schon vor dem Lockdown vorbei. Tja. Doch die Mehrheit der Bürger will das nicht sehen und beharrt auf ihrem Glauben an Regierung und Hilfsmedien, die ja auch weiterhin ihre Litaneien inklusive Drohungen vor zweiten und dritten Wellen aufsagen. Schließlich darf nicht sein, was nicht sein kann, denkt der Gutgläubige, ganz so, wie es ihm suggeriert wird. Der Gedanke, betrogen worden zu sein, ist für viele wohl schlimmer als alles andere, da brechen Gewissheiten zusammen, eine ganze Welt, das macht noch mehr Angst als dieses Virus. Und ja, ich weiß, wovon ich rede, brauchte meine Zeit. Na ja, zum Glück sind die Gedanken noch frei, zumindest wenn man sie nicht öffentlich äußert. Ich nehme mir die Freiheit trotzdem und mittlerweile verzweifle ich nicht mehr darüber, ein Gedankenaußenseiter zu sein. Es ist, wie es ist.

Hier – unter anderem – ein paar Fakten, aber nicht von den bestellten „Faktencheckern“ (woher kriegen sie bloß all die fachfremden Praktikanten und bezahlen sie wenigstens gut?). Vorsicht, lang und womöglich zum Teil verstörend.

https://www.rubikon.news/artikel/wir-streiken

https://multipolar-magazin.de/artikel/das-schweigen-der-viren
Auch einige Kommentare sind recht informativ.

Auf der Wodarg-Seite gibt es auch eine Zusammenstellung von Artikeln anderer Autoren:
https://www.wodarg.com/fremde-federn/

https://www.rubikon.news/artikel/die-propaganda-pandemie

Einen schönen Sommer wünsche ich. Trotzdem.

Wake up. Wofür auch immer.

Und nein, ich diskutiere nicht mehr, ich bin auch müde von allem und streike ein wenig. Kommentare sind dennoch selbstverständlich gern gesehen, auch von jenen, die meine Einschätzung nicht teilen. Denn es interessiert mich immer, wie andere denken.

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Political Correctness und Autorität

Hier ein Artikel, den ich gut finde und der Gedanken ausdrückt, die ich mir vage so ähnlich seit einigen Jahren mache (also vor Corona-Zeiten, doch auch und gerade jetzt zeigt sich ja, was seit längerem geschieht in Sachen Meinungsbildung und -äußerung bzw. deren Verbot), aber nicht voll durchdacht habe und auch nicht so auf den Punkt hätte bringen können:

https://www.rubikon.news/artikel/die-neuen-autoritaren-2

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