Rumhängen

Heute ist Welthandtuchtag. Ich wusste bis gerade auch nicht, dass es das gibt. (Wer mehr wissen möchte, schaue in die neue Wissensbibel namens Wikipedia, in der junge, unerfahrene, unwissende und wohl meist egomanische Männer das Handtuch, pardon, Zepter schwingen, und alle wichtigen Entscheidungen treffen, etwa über die Aufnahme von anderen Menschen und eben solchen „Gedenktagen“ in ihr göttliches Imperium, ähm, Verzeichnis), bitte sehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Towel_Day .

Ich bewege mich nicht per Anhalter durch die Galaxis, eher als freischwebendes Element auf dem oder knapp überm Erdboden, meist in der Hoffnung, irgendwo anhaften oder anhafen zu können, jedoch oft im Wind, manchmal steifgefroren, dann wieder weichgespült oder sonnengebleicht, wahlweise tropfnass und auf Sonne wartend. Dabei bin ich nicht zimperlich, was mich selbst betrifft. Auch wenn ich bisweilen zum schlaffen Rumhängen neige und nach dem neuesten Frauenzeitschriftenpsychotest zu tief in der Komfortzone stecke, um große Veränderungen in meinem Leben zu wagen.

Und dabei kommt die Frage auf, warum es nicht auch den Tag des Waschlappens gibt. Immerhin gibt es den Tag der Verlorenen Socke (eine Waschmaschinenwissenschaft für sich), den Tag des Deutschen Schlagers und den Tag des Deutschen Butterbrotes. Also bitte, das ist eine Anregung! In diesem Zusammenhang würde ich auch noch gern den Tag der Kulturtasche – leger auch Kulturbeutel genannt– aufnehmen. Da könnte man auch mal darüber nachdenken, wieviel Kultur darin steckt und warum das nur in Deutschland so heißt.

Ich geh‘ mal wieder auf meine Leine zurück und hoffe, dass mich bald mal jemand abnimmt und ordentlich zusammenfaltet. Oder lieber doch nicht… Na, ich fürchte, ihr denkt, ich sei mit dem Klammerbeutel gepudert…

 

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La Déesse, die Göttin, wird 60

Oh, heute war Jubiläum der Déesse in Paris, mein Lieblingsauto, die Göttin (ich bin keine, nur hier in Jung)…, sehe ich jetzt erst zufällig im Internet…

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http://www.ladepeche.fr/article/2015/05/23/2111038-paris-olympe-de-deesses-sexagenaires-ce-week-end.html

Eine der besten Erinnerungen an mein Traumauto ist die, dass zwei Kölnerinnen und ich beim  Autostop in Umbrien von einem DS-Fahrer mitgenommen wurden…, ansonsten überwog natürlich, wie auf dem Foto, Frankreich…

PS: Danke an den Fotografen! ;-)

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Whatsapp, What’s up?, Was‘n los, was geht ab tonight? Wattsab!

Och, der Tatort war ne Wiederholung, aus Dänemark, wenn auch ssüß, wegen die Ssprache. Also… ssweifen die Gedanken ab, sorry, app.

Whatsapp? Kenn ich nur vom Hörensagen, hab ich nicht, bin nicht mehr im richtigen Alter (doch, klar noch, andere tun’s doch auch, aber ich will nicht, wenngleich durchaus noch fähig zur Bedienung). Isch abè abärr garr kein Smartphone oder Iphone (nur ein nicht mehr up-to-dates Handy und einen Ipod für Musik, der meist zickt).

In der badischen Wirklichkeit, die mich wohl doch eingeholt hat, kenne ich nur Wattsab, zu Deutsch „Wart’s ab“, aber immer mit Ausrufezeichen – wichtig! Genau wie Pass uff (sonscht…)! Aber ich weiß nicht, ob es das auch schon als App gibt à la Path of(f) oder Off the Path, whatever… , jedenfalls vielleicht für Leute, die mal nicht ihrem Navi (hab ich auch nicht) gehorchen wollen oder eins möchten, das sie vom Weg abbringt. Fast so wie früher, als wir mit dem Shell-Atlas per Ente und Zelt in Urlaub fuhren, meist nach Frankreich oder auch Italien, und ein rotes gefülltes Dreieck auf dem Plan bei einer Stadt die Aussicht auf einen Campingplatz in Aussicht stellte. Den ersten gesehenen fuhren wir dann an, ohne zu ahnen, dass es ja noch weitere geben könnte.

Mein Gott, waren wir, war die Welt dumm und ahnungslos damals. Anhalten und bleiben, ohne andere Möglichkeiten zu erkunden, einfach so. Ohne Googeln. Sich einfach dem Zufall hingeben. Ganz vertrauensfolle, ja, man könnte denken, ich sei verrückt gewesen. Wie der Rest der Zeit.

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Whatsapp tonight? I don’t know. It’s me equal.

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Le théâtre des crudités, pardon, Antonin… (Petit jeu de mots – kleines Wortspiel)

Crudités

Un message cru
Presque rude
Est comme un message
Manquant

Écrit avec
Un certain effort
Par politesse
Sans âme ni coeur
À ne pas parler
Des sentiments

Cruel comme si rien
Ne s’était passé
Des crudités
Pas à croquer

Face à la cruauté
Faut pas craquer.

………………………..

Zu Deutsch: Von Rohkost bis zu(m Theater der) Grausamkeit ist es nur ein kurzer Weg, lach.

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Die 20. Woche, 2015

Die Gleichgültigkeit, der innere Tod, ist manchmal ein Zeichen von Erschöpfung, meistens ein Zeichen von geistiger Impotenz und immer – guter Ton.
(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.
(Honoré de Balzac)

Es gibt keine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst.
(Christian Morgenstern)

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Neuer Tatort Frankfurt – Gelbgoldgrünes Gegähne

Neuer „Tatort“ aus Frankfurt, nach den bisherigen Konstellationen. Zuletzt gab es Nina Kunzendorf und Joachim Król, beide gute Schauspieler, vor allem er, doch im Tatort wurden sie beide zu Karikatur-Kommissaren verschrie(b)en: er, der Alki, sie, die sich billig und fast wie eine Straßendirne kleidete. Schade drum. Aaaber… das waren noch Geschichten. Und Charaktere, mit denen man mitleiden, die man verfluchen oder über die man schmunzeln konnte.

Heute nun die Neuen. Ich war gespannt, doch ich konnte mich nicht darauf konzentrieren, unmöglich. Erstens ist dieser wie auch mehrere Tatorte anderer Regionen inzwischen zu Gelbgold- und/oder Grün-Lichtspielen mit durchgängig verschwommenem Hintergrund verkommen – ist wohl neu und modern, haha, wie lange schon, und soll vielleicht „anders“ sein. Und manche zitieren nebenbei noch Filmklassiker-Einstellungen und Kamerafahrten und können sich dabei nur blamieren und lächerlich machen. Der von den meisten Kritikern über alle Maßen hochgelobte Tatort mit Ulrich Tukur  (nichts gegen den Schauspieler! ) “Im Schmerz geboren”  war für mich bislang einer der unerträglichsten und unfreiwillig komischsten.

Hey, die Filme der Frankfurter und anderer Vorläufer anzuschauen würde helfen, Wiederholungen visuell-ästhetischer Art zu vermeiden. Aber die Quoten scheinen dagegen zu sprechen…, wird ja wohl geguckt…, will das das neue Publikum vielleicht? So abgestumpft oder eingegleist? Ich mag das nicht! Über den vermutlich langweiligen Inhalt des heutigen Tatorts – das wäre dann das “Zweitens” – kann ich kaum etwas sagen. Ich konnte nämlich kaum hinsehen, wurde nicht gefesselt, weder visuell noch von der Geschichte noch den Personen. Ödnis schon wieder, von Anfang an, wie so oft, es hat mich nicht gepackt. Goldgelbes Gähn.

Fazit: Dann lieber die Münsteraner, Kölner und Wiener oder manchmal auch Münchener (und andere). Da weiß man, was man hat und wird gut unterhalten, witzig, spannend oder sogar tiefgehend, aber ohne allzu künstliche visuelle Effekte, die das Künstlerische oft kaputtmachen in diesem Genre.

Schuster, bleib…, ohne einzurosten, es gibt nämlich auch neue Ab- und Ansätze, bei… Wenn es einem egal ist, wer der Täter ist, wie es ausgeht, ist eh alles verloren.

PS: Auch muss man die Hauptfiguren mögen, irgendwie, gern auch mit Macken… Ich mag hier niemanden.

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passager oder: Kein roter Teppich

Roter Teppich

ausgerollt

nicht für sie

die dennoch geht

unerkannt

nicht mal gestreift.

Von Glück-Wunsch

ganz zu schweigen.

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Woran erkennt man Gehirnwäsche?

(Warnung: nur für die, die einen Fernseher haben und mal reinschauen)

Werbung, über die man sich aufregen kann, gibt es zuhauf. Aber keine nervt mich gerade so wie die von Lidl. Woran erkennt man… wahlweise gute Schokolade oder gutes Fleisch etc… ? Ha, natürlich an guter Schokolade und gutem Fleisch! Und am günstigen Preis, der das ja quasi per se garantiert! Bingo, und was… ist und heißt das genau nach den Lidl-Kriterien? Selten so einen Schwachsinn gehört.

Aber das Schlimmste kommt zum Schluss: “Woran erkennt man eigentlich einen guten Arbeitgeber?” Na, natürlich an einem guten Arbeitgeber! Was sonst! Wie, hat Lidl etwa mal seine Mitarbeiter ausspioniert? Häh? Pssst, niemals nie…

 

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Die 20. Woche

Ohne Herz ist alles nichts.

 

Herz

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Die 19. Woche, 2015

Wir alle schreiten durch die Gasse, aber einige wenige blicken zu den Sternen auf.

(Oscar Wilde)

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