Roma

Alle Wege führen nach Rom.

Mit Fragen kommt man gen Rom.

Wer nach Rom gehet, sucht das erstemal einen Schelm, das zweitemal findet er ihn, und das drittemal bringt er ihn heim.

(Alles deutsche Sprichwörter)

Ich war erst einmal in der „ewigen“ Stadt und das ist auch fast ewig her: Interrail. Stazione Termini. Zwischen Madrid, Andalusien und Paris. Drei oder vier Tage. Viele – köstliche – Pizzastücke auf die Hand als billige Grundernährung. Heiße Milch im Hochsommer, weil ich mit 18 noch nicht wusste, dass caldo nicht kalt bedeutet. Bunte Getränke – rot, grün, orange, gelb – in allen Cafés und Bars, das widerlichste fettigste Omelette aller Zeiten in einem Gewölbekeller in der Nähe des Vatikans, glaube ich. Antike Ruinen und Olympiastätten, Colosseum und die Jugendherberge mit dem besten Frühstück der Welt, allerdings mit kalten Wasser Haare waschen und einmal in der Toilette eingesperrt sein und von einer Amerikanerin gerettet werden. Mal sehen, was das zweite Mal bringen wird und ob sich der Schelm schon zeigt – und ob ich Antworten auf meine Fragen bekomme.

Was nützt mir in Rom der beste Stadtplan von Paris?

(Walter Ludin)

Ich vermute, gar nichts.

Deutschland kann sich nicht entlaufen und wenn es nach Rom liefe, überall wird es von der Platitüde begleitet, wie der Engländer von seinem Theekessel.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Klingt irgendwie trist, aber schau’n wir mal. Auf jeden Fall brauche ich wie der Engländer meinen Tee, geht aber auch ohne Kessel.

Die alten Rom-Bilder sind nicht digitalisiert, neue habe ich bisher nicht und anonyme Fotos will ich nicht. Daher ist die Kategorie „Reiseimpressionen“ noch falsch und bleibt unbebildert, aber mir fällt keine bessere ein. „Reisepläne“ wäre ja auch doof. Mehr  zu gegebener Zeit.

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4 Antworten zu Roma

  1. Ulli schreibt:

    Endlich mal ganz andere Sätze zu Rom, danke dafür! Über Goethes sinniere ich noch…
    Ich war auch erst einmal dort, zurück blieben sehr gemischte Eindrücke, auf jeden Fall war mir die Stadt an manchen Tagen zu voll, ich (gewordenes) Landei, ich.
    Auf alle Fälle freue ich mich auf deine Eindrücke und Bilder,
    herzliche Sonntagsgrüße
    Ulli

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    • rotewelt schreibt:

      Bisher kannte ich auch nur das erste Zitat. Den Spruch mit dem Schelm finde ich witzig, was wohl dahintersteckt? Alle berühmten Städte haben sich ja in den letzten Jahrzehnten sehr verändert wegen des Massentourismus – überall ein Gewimmel. Wenn ich mich zurückerinnere, gab es sogar am Colosseum zur Hochsaison keine Menschenmassen. Das wird inzwischen anders sein. Zum Glück können in Rom keine Kreuzfahrtschiffe anlegen… Dir auch liebe Sonntagsgrüße, Ute

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      • Ulli schreibt:

        … und zum Glück fährst du nicht im Frühling oder im Sommer!!! 😉

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        • rotewelt schreibt:

          Stimmt! Aber was ich nach meiner hyperspontanen Kurzschlussentscheidung gelesen habe, ist nicht nur, dass dort zu dieser Zeit der meiste Regen fällt (was ich mir hätte denken können, habe aber nicht gedacht) und dass zum Beispiel auf der schönen Piazza Navona dann Weihnachtsmarkt ist – mit lauter bunten kitschigen Plastikspielzeugen (also noch schlimmer als das Weihnachtsgedöns hier). Na, das kann ja heiter werden…

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